Die Kosten einer Photovoltaikanlage

Tipps und Wissenswertes um Preise und Kosten einer Photovoltaikanlage
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Lesezeit: 33 Minuten

Sie möchten wissen, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie sich für eine Solaranlage entscheiden? Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.

Welche Kosten sind bei einer Photovoltaikanlage zu beachten?

Die Kosten einer Photovoltaikanlage setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen:

  • Investitionskosten
  • Mehrwertsteuer
  • Laufende Kosten
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Investitionskosten einer Solaranlage

Zunächst haben Sie die Investitionskosten. Das ist der reine Anschaffungsbetrag, den Sie ausgeben, damit die PV-Anlage überhaupt erst auf Ihrem Dach montiert wird. Am besten vereinbaren Sie einen Fixbetrag mit dem Solateur. Wenn er gut ist, kann er die Kosten vorab genau einschätzen und Ihnen einen konkreten Preis nennen.

Die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang: Wie finanzieren Sie die Anlage? Wenn Sie die Investition aus eigener Tasche vornehmen, schauen Sie, dass Sie es sich gut verzinsen lassen. Oder Sie nehmen einen Kredit auf und zahlen dafür Zinsen. Egal, wie Ihre Finanzierung aussieht. Sie ist für die spätere Kalkulation der laufenden Kosten sehr wichtig.

Mehrwertsteuer

Nach der Investition kommt das Thema Mehrwertsteuer. Sie bezahlen die Anlage netto inklusive Mehrwertsteuer. Diese können Sie sich später zurückzahlen lassen.

Laufende Kosten

Was genau zählt zu den jährlichen, laufenden Kosten?

  • Versicherung: Eine Versicherung über die Wohngebäudeversicherung ist zum Teil recht günstig. Es gibt außerdem die sogenannte Allgefahren-Versicherung, die die PV-Anlage bei Sturm, Hagel, Blitzschlag, Tornado und Marderbiss absichert. Solche Fälle sind eher selten, sodass diese Versicherung mit einem geringen Beitrag angeboten wird. Für eine Anlage mit 10 kWh zahlen Sie rund 70 Euro im Jahr. Manchmal bieten die Modulhersteller oder Großhändler eine Versicherung mit an. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass Sie einen Ansprechpartner im Schadensfall haben. Sprechen Sie schon vorab mit Ihrem Versicherungsvertreter darüber.
  • Garantie: Entscheidend ist, wie lange Ihre Garantie läuft – 5, 7, 10, 12 oder sogar über 20 Jahre? Bei einer Laufzeit von 20 Jahren müssen Sie nur Geld für anfallende Handwerkerkosten auf die Seite legen. Haben Sie die PV-Anlage ohne eine Garantieverlängerung oder nur mit kurzer Garantie gekauft, sollten Sie für eine Hausanlage mit etwa 10 Kilowattstunden 70 bis 100 Euro pro Jahr zurücklegen. Dadurch können Sie problemlos einen neuen Wechselrichter finanzieren, falls dieser ersetzt werden muss.
  • Wartung: Gewerbliche Anlagen müssen laut Vorschrift alle 2 Jahre gewartet werden, private Anlagen nicht. Damit Ihre PV-Anlage möglichst ertragreich wirtschaftet, ist es allerdings sinnvoll, sie bei Bedarf zu reinigen. Schauen Sie regelmäßig aufs Dach und checken Sie, ob sich Dreck auf den Solarmodulen angesammelt hat. Das ist häufig so, wenn Sie an einer viel befahrenen Straße wohnen oder einen Kamin beziehungsweise ein Stallgebäude in der Nähe haben. Aber: Ab einer Dachneigung von 10 Grad geschieht die Reinigung über Niederschlag. Eventuell können Sie hier also auf die Natur vertrauen. Ansonsten, wenden Sie sich auf jeden Fall an eine professionelle Reinigungsfirma. Bei einer unprofessionellen Reinigung können die Solarpanels gegebenenfalls beschädigt werden.

Das bedeutet: Pro Jahr liegen die laufenden Kosten einer Photovoltaikanlage mit 10 kWh ungefähr bei 70 bis maximal 200 Euro.

Ab wann rechnet sich eine Photovoltaikanlage?

Die Frage ist, wie Sie das Geld zurückführen. Sofern Sie einen Kredit aufgenommen haben, tilgen Sie diesen bei der Bank. Haben Sie die Solaranlage jedoch mit Eigenkapital finanziert, geht es um die Kapital-Rückgewinnung. Die laufenden Kosten müssen Sie außerdem noch dazurechnen.

Für eine Anlage im Privatbereich haben Sie einen ROI (Return of Invest) in etwa 10 bis 16 Jahren. Dieser hängt von Ihrem Eigenverbrauch ab. Das bedeutet, wenn Sie heute mit eigener Anlage starten, macht sie sich nach spätestens 10 bis 16 Jahren bezahlt.

Der Unternehmer denkt anders als der Besitzer eines Einfamilienhauses. Ein Unternehmer fragt sich: Was kostet mich die Anlage monatlich und jährlich und wie viel verdiene ich pro Monat oder im Jahr? Das wird durch die Wirtschaftlichkeitsberechnung deutlich.

Sollten Sie Fragen rund um das Thema Kosten einer Photovoltaik oder zur Kalkulation haben, melden Sie sich jederzeit bei uns.

Lohnt sich die Anschaffung einer Solaranlage finanziell?

Immer wieder stellen uns Kunden die Frage, ob sich die Anschaffungskosten lohnen und wie lange es braucht, bis sich eine Photovoltaik-Anlage von selbst bezahlt macht. Leider lässt sich das pauschal schwer beantworten. Als Beispiel für eine Berechnung nehmen wir am besten eine Photovoltaikanlage auf einem Hausdach. Die kostet je nach Qualität, Voraussetzungen, Gerüst und Elektrik zwischen 12.000 und 14.000 Euro. Um die Anschaffungskosten wieder zu erwirtschaften, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Den Strom einspeisen. Dann bekommen Sie eine Einspeisevergütung für den Verkauf des Stroms.
  2. Sie verbrauchen möglichst viel des eigenen Solarstroms selbst. Dadurch ist es nicht nötig, zusätzlichen Strom aus dem öffentlichen Netz einzukaufen.
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Amortisationszeit der Photovoltaik-Anlage im Privathaushalt und Gewerbe

Bei der Einspeisevergütung erhalten Sie momentan etwa 6,8 Cent pro Kilowattstunde. Wenn Sie 10.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen, kämen Sie auf 1.000 Euro. Sobald das neue EEG 2022 verabschiedet wird, können Sie als Volleinspeiser sogar bis zu 13,5 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Die Amortisationszeit Ihrer Anlage beläuft sich dann auf 12 bis 14 Jahre beziehungsweise 6 bis 7 Jahre. Verbrauchen Sie dagegen Ihren eigenen Strom, müssen Sie keinen hinzukaufen. Beim jetzigen Strompreis kostet eine Kilowattstunde bis zu 45 Cent. Das macht bei 10.000 Kilowattstunden 4.500 Euro im Jahr. Ein großer Vorteil, denn Ihre PV-Anlage amortisiert sich schließlich schon nach 4 bis 5 Jahren.

Die Amortisationszeit hängt entscheidend davon ab, wie viel Strom Sie selbst verbrauchen, wie viel Sie einspeisen und verkaufen. Unserer Erfahrung nach amortisieren sich Anlagen in der Regel in 12 bis 16 Jahren.

Und wie ist es im Gewerbe?

Hier kommen wir auf einen Return of Invest (ROI), der manchmal schon unter 5 Jahren liegt. Wie das? Ein Beispiel: Nehmen wir eine PV-Anlage mit 100 kWh für 600 Quadratmeter. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 100.000 Euro. Diese PV-Anlage produziert pro Jahr zwischen 90.000 und 100.000 Kilowattstunden Strom, den Sie nicht kaufen müssen. Wenn Sie Gewerbestrom haben, der vielleicht nur 22 Cent kostet, sparen Sie jährlich also 20.000 Euro. Die Photovoltaikanlage hat sich so schon in 5 Jahren bezahlt gemacht. Natürlich hängt die Zeitspanne auch hier von der Größe der Anlage ab, von den Anschaffungskosten und wie Sie den Strom nutzen.

Wenn Sie eine PV-Anlage mieten, lohnt sich die Investition ab dem ersten Moment. Allerdings ist dies eine besondere Konstellation. Lassen Sie sich im Vorfeld eingehend von einem Fachbetrieb beraten, sollten Sie diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Warum sollten Sie genau jetzt eine Photovoltaikanlage kaufen?

Der gute Zeitpunkt hängt auch von den Gegebenheiten ab. Sollten bei Ihnen sowieso Baumaßnahmen anstehen, bietet sich eine Anschaffung geradezu an. Insbesondere dann, wenn Sie zum Beispiel
  • das Dach sanieren
  • die Heizung erneuern
  • das Haus renovieren
  • die Elektrik erneuern
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Sehr gute Gelegenheiten, um auch gleich eine Photovoltaikanlage mit installieren zu lassen. Warum? Sie nehmen sowieso Geld in die Hand und es entstehen Synergieeffekte: Das Gerüst kann mit genutzt werden, der Elektriker ist eh im Haus. Ein guter Weg, um viele Kosten zu sparen.

Weitere Gründe, die jetzt für den Kauf einer Photovoltaikanlage sprechen:

Einspeisevergütung

Beim Klimagipfel wurde entschieden, dass die Einspeisevergütung auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt. Allerdings wird sie immer geringer. Das hängt davon ab, wie stark die Photovoltaik in Deutschland zunimmt. Momentan erhalten Sie 10 Cent pro Kilowattstunde, aktuell gibt es nur noch 6,8 Cent. Unabhängig davon, wie viel Geld es ist: Es sind Einnahmen, mit denen Sie Ihre Photovoltaikanlage bezahlen können.

Photovoltaikanlagen werden nicht günstiger

In den letzen Jahren nahmen die Kosten für eine Anlage ab. Mittlerweile ist es aber so, dass die Preise für die Module wieder gestiegen sind. Der Preis hängt von der Situation auf dem Weltmarkt sowie den Wechselkursen ab.

So setzen sich die Preise für eine PV-Anlage zusammen:

  • ca. 70 % Material
  • ca. 30 % Lohnkosten

Gute Finanzierungsmöglichkeiten

Momentan ist Geld sehr billig. Egal, ob Sie für Ihr eigenes Geld wenig Zinsen bekommen oder ob Sie Geld aufnehmen und dafür wenig Zinsen zahlen. Günstiger werden Sie Ihre Photovoltaikanlage nicht mehr finanzieren können.

Klimaschutz, Altersvorsorge und autarke Energieversorgung sind ebenfalls gute Gründe, jetzt in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Je schneller Sie sich dafür entscheiden, desto schneller macht sie sich letzten Endes bezahlt.

Der richtige Zeitpunkt für Photovoltaik

Wann ist es am sinnvollsten, eine PV-Anlage zu installieren? Frühjahr oder Herbst? Kurz gesagt: Es ist egal. Wenn Sie eine Photovoltaikanlage im Frühjahr anbringen lassen, kann es sein, dass sie aufgrund von Schnee im Mai erst im Juni ans Netz kommt. Lassen Sie sie dagegen erst im Herbst montieren, kann sie zwar fertig gemeldet werden, in den Genuss von Sonnenstrom kommen Sie jedoch erst in den anschließenden Frühlingstagen.

Packen Sie das Thema Photovoltaik an und machen Sie mit beim Klimaschutz und der Energiewende. Photovoltaik bietet jedem von uns die ideale Möglichkeit dazu. Die Sonne scheint beständig – vielleicht in Zukunft noch ein bisschen häufiger.

Welche Preisfaktoren gibt es bei der Photovoltaik?

Um die Frage nach den Preisfaktoren klar zu beantworten, hilft es, einen näheren Blick auf die unterschiedlichen Faktoren zu werfen.

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  • Qualität: Der Preis hängt ganz stark davon ab, für welche Qualität Sie sich für Ihre Photovoltaik Anlage entscheiden. Bei einer Funktions- oder Projektanlage sind die Komponenten ok und sie erfüllen ihren Zweck. Der Schwerpunkt liegt auf dem günstigen Preis. Im mittleren Preissegment erhalten Sie eine Anlage, die länger hält und mehr Ertrag bringt. Bei den High-End-Produkten bekommen Sie Anlagen, die dem höchsten Stand der Technik entsprechen. Dadurch gewährleisten sie eine längere Lebensdauer und einen höheren Ertrag. Welche Variante die geeignetste für Sie ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Solateur.
  • Gerüst: Wenn Sie eine PV-Anlage auf Ihrer Gartenhütte montieren, sind die Kosten für ein Gerüst natürlich geringer, als bei einer Anlage im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses. Je höher das Gebäude, je mehr Hausseiten eingerüstet werden müssen und je komplizierter das Einrüsten ist, desto teurer wird es. Die Preisspanne ist dementsprechend groß und beträgt circa 200 bis 300 Euro bis hin zu mehreren Tausend Euro.
  • Montage: Lassen Sie sich Ihre PV-Anlage von einem Subunternehmen einfach auf die Dachfläche „nageln“, ist das natürlich günstiger als beim Fachbetrieb. Beim Fachbetrieb haben Sie einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert. Ein entscheidender Vorteil, denn er steht Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite – von der Inbetriebnahme bis zum möglichen Störfall.
  • Dachbeschaffenheit: Die Beschaffenheit Ihres Daches spielt eine entscheidende Rolle. Ist es aus Blech oder Bitumen? Sind es Ziegel? Ist es ein Flachdach? Ist es steil oder flach? Muss es vorher noch gereinigt werden? All das beeinflusst die Geschwindigkeit und die Einfachheit der Montage. Hinzu kommen die sogenannten Störflächen: Sind viele Fenster im Dach Ihres Eigenheims, ist die Montage komplizierter, als auf einer Dachfläche ohne Fenster, Kamin oder Antenne. Wenn Antennen oder Satellitenschüsseln ab- oder umgebaut werden müssen, verursacht das ebenfalls zusätzliche Kosten.
  • Kabelweg: Ist der Kabelweg vorgegeben oder muss man ihn noch legen? Auch das schlägt sich auf den Preis nieder.
  • Betriebskosten: Zum einen zählt hierzu die Versicherung, zum anderen die Rücklagen für die technischen Geräte. Ein Beispiel: Die Garantie für den Wechselrichter geht über 5 Jahre. Wenn danach etwas am Gerät kaputt geht, müssen Sie es aus eigener Tasche ersetzen Sorgen Sie daher rechtzeitig vor und nutzen Sie die Möglichkeit einer Garantieverlängerung von bis zu 20 Jahren.
  • Anfahrt: Die Anfahrtskosten für die Installation der Anlage müssen Sie mit einkalkulieren.
  • Steuer: Vergessen Sie nicht, die Steuern mit einzuberechnen.

Prinzipiell gilt: Nicht immer ist die günstigere Anschaffung die wirtschaftlichere.

Welche Kosten können Sie steuerlich geltend machen?

Gleich vorweg: Wir machen keine steuerlichen Beratungen, wir geben hier lediglich ein paar Tipps zum Thema Steuern, die auf unseren langjährigen Erfahrungen basieren.

Es gibt einige gute Möglichkeiten, um Steuern zu sparen. Zum Beispiel können Sie sich die 19 % Mehrwertsteuer vom Fiskus zurückholen oder Sie machen die Kosten für die Handwerker beim Finanzamt geltend. Beides zusammen geht allerdings nicht. Unserer Erfahrung nach ist es die bessere Variante, sich die Mehrwertsteuer erstatten zu lassen. Informieren Sie sich auf jeden Fall bei Ihrem Steuerberater.

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Wenn Sie bereits eine Solaranlage installiert haben, können Sie bei der Einkommensteuererklärung (Anhang PV) Steuern sparen. Hier werden die Kosten der Anlage den Erträgen gegenübergestellt. Zu den Kosten zählen

  • Zinsen
  • Versicherung
  • Reparaturen
  • Abschreibung für Abnutzung (AfA)

Die Erträge setzen sich aus gespartem und verkauftem Strom zusammen.

Die Differenz ist dem zu versteuernden Einkommen zuzurechnen. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema Steuern.

Was kosten die Komponenten einer Photovoltaikanlage 2022?

Wir verkaufen in der Regel komplette Photovoltaikanlagen zum Fixpreis. Dennoch sind die Kosten der einzelnen Bestandteile einer Photovoltaikanlage kein Geheimnis. In Bezug auf ein Einfamilienhaus kann man sagen, dass das Material etwa die eine Hälfte der Kosten in Anspruch nimmt und die Dienstleistung, das Gerüst sowie die Elektroinstallationen die andere Hälfte.

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Unterschiedliche Voraussetzungen spielen ebenfalls in die Kalkulation mit rein:

  • Beim Neubau steht das Gerüst vielleicht schon und das Dach ist gerade. Es gibt eine Lehrleitung zum Technikraum, der Technikraum ist vorbereitet, der Zählerschrank ist neu. In diesem Fall lässt sich eine Anlage einfach und schnell montieren und einrichten.
  • Bei einem Haus aus den 1970er-Jahren ist die Elektrik ist dementsprechend alt. Hinzu kommt eventuell eine schwierige Dachkonstruktion. Beides bringt automatisch einen größeren Aufwand für die Installation mit sich.

Entwicklung des durchschnittlichen Endkundenpreises für PV-Anlagen*

Preise von Photovoltaikanlagen

*Bezieht sich auf fertig installierte Aufdachanlagen von 10 – 100 kWp. Quelle: Fraunhofer Institut, Daten BSW-Solar

Aktuelle Daten dazu finden Sie beim Fraunhofer Institut: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland 

Überblick über die Kosten der Solaranlage

  • Unterkonstruktion fürs Dach: Das ist die Konstruktion, auf der die Module montiert werden. Dort wird die Anlage mit dem Dach verbunden. Allein hier gibt es beim Material bereits Preisunterschiede von bis zu 20%. Warum? Sie brauchen beispielsweise bei einem Blechdach weniger Alu aufgrund der Statik, weil die Schienen direkt auf dem Blech aufliegen. Bei einem Ziegeldach dagegen benötigten Sie Dachhaken und Schienen, die den Abstand von Dachhaken zu Dachhaken überspannen können. Für die Unterkonstruktion rechnen wir pro Kilowatt mit 100 bis 200 Euro.
  • Verkabelung: Auf die Unterkonstruktion kommen die Kabel. Eine einfache Angelegenheit, denn die Kabel gibt es in unterschiedlicher Stärke (in 4 und 6 Quadratmillimetern). Ihr Solateur weiß genau, welches Kabel er benötigt. Die Kosten für Kabel betragen rund 100 bis 150 Euro.
  • Photovoltaikmodule: Bei diesem Faktor gehen die Preise weit auseinander. Hier gibt es qualitativ große Unterschiede. Sie können pro kWp mit 250 bis 300 Euro, aber auch 500 bis 600 Euro rechnen. Auch hier varrieren die Kosten je nach Anlagengröße.
  • Kabelweg: Der Kabelweg ist der Weg, der den Strom ins Haus leitet. Zuerst läuft die gewonnene Energie zum Wechselrichter und vor dort aus zum Zählerschrank. Wenn es im Neubau schon ein Lehrrohr dafür gibt, ist es umso besser. Wenn der Elektriker den Kabelweg an der Außenwand entlang legen muss, vielleicht noch ein besonderes Rohr verwendet und mehrere Durchbrüche im Keller nötig sind, sind Arbeitsaufwand und Kosten selbstverständlich höher.
  • Wechselrichter: Auch hier gibt es große Qualitäts- und Preisspannen. Marken wie Huawei und Delta bieten günstige Produkte an. Hersteller wie Kostal, SMA und Fronius haben Standard-Wechselrichter im mittleren Preissegment am Markt inklusive Extra-Funktionen wie Internetanschluss und App. Zu den High-End-Produkten zählt der Wechselrichter von SolarEdge oder Enphase. Die Kosten belaufen sich auf 150 bis 250 Euro pro kWp allein fürs Material – ohne Installation.
  • Elektroinstallation: Wenn der Elektrokasten up-to-date, der Schalter für den Zähler (SLS-Schalter) installiert und der Zählerplatz vorhanden ist, wenn für die Sicherung genügend Teileinheiten zur Verfügung stehen, die Erdung in der Nähe und der Überspannungsschutz drin ist, dann ist der Großteil bereits erledigt. Es fehlen in diesem Fall nur noch Sicherungen, der Überspannungsschutz DC der Photovoltaikanlage und eventuell noch ein FI. Die Installation liegt somit zwischen 500 und 800 Euro. Bei einem alten Haus sind die Gegebenheiten anders und der Aufwand für die Elektroinstallation ist. Erfahrungsgemäß belaufen sich die Kosten der Elektroinstallation bei alten Häusern auf ca. 2.000 bis 2.500 Euro.
  • Vertrieb, Verwaltung und Abwicklung ergeben zusammen etwa 20 bis 40 Stunden. Kalkulieren können Sie ungefähr mit 1.000 bis 2.000 Euro.
  • Die Anmeldung beim EVU (Energieversorgungsunternehmen) kostet 150 bis 250 Euro – je nach Solateur und Aufwand.
  • Montage: Bei der Montage kommt es auf die Größe der Anlage sowie auf die Dacheindeckung und die benötigte Höhe des Gerüsts an. Rechnen Sie ungefähr mit 1.000 bis 2.000 Euro Montagekosten bei einer einfachen Hausanlage.
KomponentenAktuelle Preisspanne
Unterkonstruktion fürs Dach115 bis 230 Euro/kWp
Verkabelung115 bis 175 Euro
Solarmodule290 bis 690 Euro/kWp
Wechselrichter (ohne Installation)175 bis 290 Euro/pro kWp
Elektroinstallation345 bis 2900 Euro
Vertrieb, Verwaltung und Abwicklung1150 bis 2300 Euro
Anmeldung bei der EVU230 Euro
Montage1150 bis 2300 Euro

Mit welchen Betriebskosten müssen Sie rechnen?

Die Betriebskosten einer PV-Anlage sind eher gering. Trotzdem sollten Sie die laufenden Kosten bei der Kalkulation immer mit im Blick behalten. Grob geschätzt gehen wir von Betriebskosten in Höhe von etwa ein bis zwei Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr aus.

Betriebskosten für Hausanlage bis 10 kWp
durchschnittliche KostenHäufigkeit
Wartung200 Euroselten
Rücklage für Wechselrichter100 bis 200 Eurojährlich, je nach Garantieverlängerung
Zählermiete80 bis 120 Eurojährlich, je nach EVU
Professionelle Reinigung100 bis 200 Euroselten, aber nach eigener Einschätzung
Versicherungab 70 bis 80 Eurojährlich

Welche Kosten entstehen durch die Reinigung einer Photovoltaik-Anlage?

Ist die Reinigung einer PV-Anlage wichtig? Wenn ja, welche ist die richtige? Welche Wartungskosten kommen noch auf mich zu?
Fragen, auf die wir im Folgenden eingehen und Ihnen auch hier einen Überblick über möglicherweise anfallende Kosten geben.

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Müssen Sie Ihre Photovoltaikanlage reinigen?

Sind die Module dreckig, ist es erforderlich, sie zu säubern. Der Regen erledigt das zwar zum größten Teil. Entscheidend ist dafür der Neigungswinkel der Solarmodule: Wenn die Module mehr als 10 Grad geneigt sind, spült der Regen Schmutz, Blütenstaub und Staub sauber über den Rand. Sind die Module jedoch weniger als 10 Grad geneigt, bildet sich am unteren Rahmen ein kleiner Schmutzrand, der immer größer wird und irgendwann in die Photovoltaikzelle ragt. Die Folge ist, dass der Stromertrag zurückgeht.

Noch wichtiger ist ein Überprüfen auf Verschmutzung, wenn Sie in der Nähe eine landwirtschaftlichen Betriebs wohnen. Durch Stalldampf werden die Glasflächen der Module schnell klebrig. Da reicht der Regen nicht mehr aus, um diese sauber zu halten. Das Gleiche gilt, wenn Sie an einer stark befahrenen Straße leben. Der Straßendreck bleibt hartnäckig auf den Modulen hängen. Auch Kaminruß muss regelmäßig entfernt werden.

Unser Tipp: Prüfen Sie einmal im Jahr, ob die Module verschmutzt sind oder ob sich im unteren Rahmen Moose bilden. Ist das der Fall, sollten Sie die Module reinigen.

Was kostet eine Photovoltaik Reinigung?

Wenn Sie Ihre Hausanlage reinigen lassen, müssen Sie grundsätzlich mit Kosten zwischen 100 und 200 Euro rechnen. Der Preis hängt von der Höhe des Hauses ab und vor allem davon, wie gut man an die Modulfläche kommt. Bei größeren Anlagen rechnen die Reinigungsfirmen nach Quadratmetern ab.

Welche Wartungskosten kommen noch auf Sie zu? Wenn Sie sichergehen möchten, lassen Sie Ihre Anlage alle 2 Jahre von einem Elektro-Fachbetrieb prüfen und durchmessen. Das steht Ihnen als Privatperson offen. Als Gewerbetreibender sind Sie dagegen verpflichtet, alle Geräte regelmäßig prüfen zu lassen. Für die Wartung einer Hausanlage zahlen Sie rund 200 Euro. Eine gewerbliche Anlage schlägt mit etwa 600 bis 1000 Euro zu Buche. Das hängt von der Anzahl der Wechselrichter und Stromkreise ab.

In der Regel hat eine Photovoltaikanlage eine lange Lebensdauer. Die Module sind robust. Kontrollieren Sie regelmäßig auf dem Display des Wechselrichters, am PC oder auf der App, ob die Erträge stimmen. So haben Sie stets im Blick, ob die Anlage einwandfrei funktioniert.

Mehr müssen Sie nicht für die Wartung tun und auch sonst macht die Photovoltaikanlage keine Arbeit. 

Ist eine Versicherung für die Photovoltaikanlage sinnvoll?

Ob Sie Ihre Anlage versichern möchten oder nicht, entscheiden Sie selbst. Eine Versicherung ist in der Regel freiwillig. Einzige Ausnahme bilden Finanzierungen, die eine Versicherung als Bedingung mit vorgeben. Mit einer Photovoltaik-Versicherung oder einer sogenannten Allgefahren-Versicherung sind Sie in jedem Fall auf sicheren Seite, denn damit sind alle möglichen Gefahren abgedeckt.

Sollten Sie Ihre PV-Module bei uns kaufen, ist der Versicherungsschutz inklusive. Das hat den Vorteil, dass die Beiträge etwas günstiger sind, da wir die Versicherung für viele Kunden gemeinsam abschließen.

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Was ist abgesichert?

  • Blitzeinschlag
  • Sturm- und Hagelschäden
  • Marderbiss
  • Induktion

Die Versicherung übernimmt die Kosten für Montage und Material. Achten Sie darauf, dass auch der Strom, der durch den Schaden nicht erzeugt werden konnte, mit berücksichtigt wird. Ein Ausfall wird unterschiedlich berechnet: Die durchschnittliche Tages- oder Jahresproduktion sowie die tatsächliche Stromproduktion im Sommer und Winter.

Die Photovoltaik-Versicherung können Sie entweder in der Wohngebäudeversicherung integrieren oder einzeln abschließen.

Kosten für die Versicherung

Unserer Erfahrung nach kosten die Versicherungen 70 bis 80 Euro pro Jahr für eine Anlage mit 10 kWh.

Elektronik-Versicherung

Mit dieser Versicherung ist der Ausfall des Wechselrichters außerhalb der Garantiezeit abgesichert. Den bekommen Sie im Schadensfall ersetzt. Es ist auch möglich, die Garantie des Wechselrichters zu verlängern.

Worauf sollten Sie bei der Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage achten?

Wie finanzieren Sie Ihre PV-Anlage am besten und an wen wenden Sie sich? Das hängt natürlich davon ab, ob Sie die Anlage aus Eigenmitteln bezahlen oder einen Kredit aufnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater und lassen Sie sich beraten, was in Ihrem Fall die Sinnvollste Variante ist.
Bei der Finanzierung spielt es ebenfalls eine Rolle, ob Sie privat oder gewerbetreibend sind. Da gibt es unterschiedliche Bemessungen der Banken.

Allgemein gilt: Momentan ist die Finanzierung sehr günstig und die Zinsen niedrig.

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Hausbank

Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrer Hausbank haben, gehen Sie erst einmal dorthin. Holen Sie sich zudem ein zweites Angebot zum Vergleich ein und achten Sie unbedingt auf die Zinsen. So erhalten Sie schnell einen guten Überblick über die Gesamtkosten. Übrigens: Ob Sie den Kredit erhalten oder nicht, hängt oft auch davon ab, ob die Bank an einer solch kleinen Finanzierung für Photovoltaik interessiert ist.

Gute Alternative: Bausparkasse

Falls der Weg über die Bank nicht klappt oder Ihnen das Angebot zu teuer ist, haben Sie die Möglichkeit, zur Bausparkasse zu gehen. Die bieten solide Finanzierungsmodelle bis 30.000 Euro. Hier sind weder Sicherheiten noch Grundschuld notwendig. Dafür liegen die Zinsen etwas höher. Bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau fällt das aber kaum ins Gewicht. Ein weiterer Pluspunkt ist: Die Finanzierung ist unkompliziert.

Spezialisten

Die dritte Variante sind die Photovoltaik-Finanzierungs-Spezialisten. Diese Firmen haben sich darauf spezialisiert, Photovoltaikanlagen in unterschiedlichen Varianten zu finanzieren. Angefangen beim Leasing über Finanzierungen für Gewerbetreibende bis hin zu Finanzierungen für Privatkunden.

10, 15, 20 Jahre Laufzeit

Wenn die Finanzierung steht, kommt es auf die Laufzeit an. 10 Jahre sind für Photovoltaik und Stromspeicher etwas knapp bemessen, da Sie hierbei am Anfang etwas Eigenkapital einbringen müssen oder eine höhere Rate zahlen. Wenn das für Sie kein Problem ist, ist dies allerdings die günstigste Variante: Je kürzer die Laufzeit, desto weniger Zinsen.

Wenn Sie lieber eine Laufzeit über 15 oder 20 Jahre haben möchten, ist das natürlich auch möglich.

ESS Kempfle Bonus-Tipp

Achten Sie darauf, dass in Ihrem Kreditvertrag Sondertilgungen möglich sind. So können Sie sondertilgen, wenn Sie höhere Geldbeträge verfügbar haben – ohne das Ihnen dadurch ein Schaden entsteht.

Förderung einer Solaranlage

Für Photovoltaikanlagen gibt es keine Förderung vom Bund oder den Ländern. Lediglich manche Kommunen geben einen Zuschuss. Fragen Sie einfach bei Ihrer zuständigen Gemeinde an.

Auch die Förderung durch die KfW ist für PV-Anlagen Besitzer oder Neuerwerber interessant. Nähere Informationen finden Sie hier Erneuerbare Energien Standard – Programm 270.

Der Fokus des Förderprogramms der KfW liegt insbesondere auf:

  • Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen
  • Anlagen zur Stromerzeugung aus Wasser- oder Windkraft
  • Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung durch Biomasse, Biogas oder Erdwärme
  • Batteriespeicher
  • Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen nur zur Wärmeerzeugung

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Der Kauf gebrauchter Photovoltaikanlagen wird nur gefördert, sofern bis dahin noch keine KfW-Förderung lief. Weiterhin ist es wichtig, nachzuweisen, dass Ihr Ziel eine Effizienzsteigerung sowie Modernisierung der Anlage ist. Ihre Bank prüft schließlich Ihr geplantes Vorhaben sowie Ihre Kreditwürdigkeit. Erst dann können Sie den Antrag bei der KfW-Bank stellen.

Häufig gestellte Fragen zur PV-Anlage

Hinter der Abkürzung kWp verbirgt sich die Bezeichnung „Kilowatt peak“. Diese Einheit steht für die Leistung Ihrer Photovoltaikanlage unter genormten Bedingungen. Man spricht auch von der Nennleistung. Diese kann die tatsächliche Leistung übersteigen, wenn zum Beispiel die Wetterbedingungen von der Norm abweichen.

kWh ist dagegen die Abkürzung für den Begriff „Kilowattstunde“. Sie ist die Einheit der erzeugten Energie. Eine Kilowattstunde entspricht der Energie, die in einer Stunde bei einer 1.000-Watt-Leistung (Kilowatt) produziert beziehungsweise verbraucht wird.

Es gibt eine Reihe von Einflussfaktoren, die über den Preis Ihrer Photovoltaikanlage entscheiden. Das sind zum Beispiel:

  • die Voraussetzungen vor Ort, wie die Dachform und -neigung, die Dacheindeckung sowie der Zugang zum Dach
  • der Zelltyp Ihrer Solarmodule (mono- oder polykristallin oder Dünnschichtmodule)
  • die Marke der Module sowie die Art Ihres Wechselrichters
  • ob ein Zählerschrank ausgetauscht werden muss oder nicht
  • ob ein Netzanschluss bereits im Angebot inkludiert ist oder nicht

Für Privathaushalte sind Anlagen mit einer Leistung von 3 bis 10 kWp (Kilowattpeak) üblich. Mit 1 Kilowattpeak an Leistung produzieren Sie innerhalb eines Jahres circa 600 bis 850 Kilowattstunden Solarstrom. Je nach Sonneneinstrahlung können sogar Höchstwerte 1.200 Kilowattstunden erzielt werden. Dazu brauchen Sie eine Dachflächengröße von mindestens  8 m² für die Solarmodule Ihrer PV-Anlage. Im Durchschnitt kostet eine private Anlage je nach Umfang und Größe zwischen 5.400 Euro bis circa 16.000 Euro (netto zuzüglich Mehrwertsteuer).  Dabei sind die Kosten der Installation sowie der Inbetriebnahme schon im Betrag mit einkalkuliert.

Kleinere Photovoltaik-Anlagen, die über eine geringere Leistung verfügen, sind verhältnismäßig teurer als umfangreichere PV-Anlagen mit größerer Leistung. Dies können Sie anhand der Kosten pro kWp feststellen. Bei Photovoltaik Anlagen mit 3 bis 4 kWp liegt der Betrag durchschnittlich bei circa 1.700 Euro bis 1.600 Euro pro kWp (netto), während sich größere PV-Anlagen mit 8 bis 10 kWp bloß bei einem Betrag von 1.400 Euro bis 1.300 Euro pro kWp (netto) einpendeln.

Zur besseren Einschätzung haben wir Ihnen die Kosten einer Solaranlage für drei verschiedene Dachgrößen aufgeschlüsselt: 

  • Kleines Dach mit einer Dachfläche von 25 m² – Kosten pro m² ca. 216 Euro – Kosten insgesamt: 5.400 Euro.
  • Mittleres Dach mit 50 m² – Kosten pro m² ca.180 Euro – Kosten insgesamt: 9.000 Euro
  • Großes Dach mit 72 m² – Kosten pro m² ca. 172 Euro – Kosten insgesamt: 12.900 Euro

Beachten Sie: Die tatsächlichen Preise hängen auch von der Art der Module ab, die Sie nutzen. Für leistungsstärkere Module fallen höhere Preise an. Mit steigender Modulleistung bekommen Sie aber auch immer mehr Leistung pro Quadratmeter.

Photovoltaik-Kosten umgerechnet pro Kilowatt (peak):

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage bis 10 kWp liegen aktuell bei 1.650 Euro pro kWp (netto).

Ist die Reinigung einer PV-Anlage wichtig? Wenn ja, welche ist die richtige? Welche Wartungskosten kommen noch auf mich zu?

Fragen, auf die wir im Folgenden eingehen und Ihnen auch hier einen Überblick über möglicherweise anfallende Kosten geben.

Müssen Sie Ihre Photovoltaikanlage reinigen?

Sind die Module dreckig, ist es erforderlich, sie zu säubern. Der Regen erledigt das zwar zum größten Teil. Entscheidend ist dafür der Neigungswinkel der Solarmodule: Wenn die Module mehr als 10 Grad geneigt sind, spült der Regen Schmutz, Blütenstaub und Staub sauber über den Rand. Sind die Module jedoch weniger als 10 Grad geneigt, bildet sich am unteren Rahmen ein kleiner Schmutzrand, der immer größer wird und irgendwann in die Photovoltaikzelle ragt. Die Folge ist, dass Sie der Stromertrag zurückgeht.

Noch wichtiger ist ein Überprüfen auf Verschmutzung, wenn Sie in der Nähe eine landwirtschaftlichen Betriebs wohnen. Durch Stalldampf werden die Glasflächen der Module schnell klebrig. Da reicht der Regen nicht mehr aus, um diese sauberzuhalten. Das Gleiche gilt, wenn Sie an einer stark befahrenen Straße leben. Der Straßendreck bleibt hartnäckig auf den Modulen hängen. Auch Kaminruß muss regelmäßig entfernt werden.

ESS Kempfle Bonus-Tipp

Prüfen Sie einmal im Jahr, ob die Module verschmutzt sind oder ob sich im unteren Rahmen Moose bilden. Ist das der Fall, sollten Sie die Module reinigen lassen. Eine fachgerechte Reinigung vom Profi ist hier die beste Wahl, da eine unsachgemäße Reinigung die Module beschädigen kann.

Was kostet eine professionelle Reinigung Ihrer Photovoltaik?

Wenn Sie Ihre Hausanlage reinigen lassen, müssen Sie grundsätzlich mit Kosten zwischen 100 und 200 Euro rechnen. Der Preis hängt von der Höhe des Hauses ab und vor allem davon, wie gut man an die Modulfläche kommt. Bei größeren Anlagen rechnen die Reinigungsfirmen nach Quadratmetern ab.

Welche Wartungskosten kommen noch auf Sie zu? Wenn Sie sichergehen möchten, lassen Sie Ihre Anlage alle 2 Jahre von einem Elektro-Fachbetrieb prüfen und durchmessen. Das steht Ihnen als Privatperson offen. Als Gewerbetreibender sind Sie dagegen verpflichtet, alle Geräte regelmäßig prüfen zu lassen. Für die Wartung einer Hausanlage zahlen Sie rund 200 Euro. Eine gewerbliche Anlage schlägt mit etwa 600 bis 1000 Euro zu Buche. Das hängt von der Anzahl der Wechselrichter und Stromkreise ab.

In der Regel hat eine Photovoltaikanlage eine lange Lebensdauer. Die Module sind robust. Kontrollieren Sie regelmäßig auf dem Display des Wechselrichters, am PC oder auf der App, ob die Erträge stimmen. So haben Sie stets im Blick, ob die Anlage einwandfrei funktioniert.

Mehr müssen Sie nicht für die Wartung tun und auch sonst macht die Photovoltaikanlage keine Arbeit.

Die monokristallinen Solarmodule haben einen größeren Wirkungsgrad und sind sehr leistungsstart sowie effektiv. Im Vergleich zu den polykristallinen Zellen sind sie zwar teurer, dafür aber besonders leistungsfähig. Lange Zeit wurden sie deshalb nur für kleinere Anlagen mit Südausrichtung eingesetzt. Heutzutage sind sie aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit der absolute Standard.

Theoretisch gibt es noch die polykristallinen Solarzellen. Sie haben einen geringeren Wirkungsgrad und wurden daher früher eher für größere Dachflächen eingesetzt, da sie auch günstiger sind. Heutzutage werden diese Zellen kaum noch verwendet.

Dünnschichtmodule wurden vor einigen Jahren verwendet. Ihr Wirkungsgrad ähnelt dem der polykristallinen Solarmodule. Ihr Vorteil lag in ihrem geringen Gewicht und dem kostengünstigen Preis. Auch sie wareb daher oft für große und umfangreiche Dachflächen die erste Wahl. Mittlerweile werden diese Module allerdings nicht mehr verwendet, da monokristalline Solarmodule deutlich leistungsstärker sind.

Mit ergänzenden Anlagen für die Stromerzeugung auf Terrassenüberdachungen oder auch Photovoltaik-Modulen auf dem Garagendach oder Carport schaffen Sie gute Möglichkeiten, Ihre bestehende Anlage zu erweitern und geschützte Bereich zu schaffen. Die Kosten für solche zusätzlichen Solaranlagen variieren allerdings deutlich.

Um Ihnen eine ungefähre Einschätzung zu geben:

  • Ein Carport mit zwei Stellplätzen kann zum Beispiel mit 24 monokristallinen Solarmodulen  (je 400 Wp) ausgestattet werden und ist für ab ungefähr 6.000 Euro erhältlich. Hinzu kommen gegebenenfalls weitere Kosten für Wechselrichter oder Solarspeicher. Für Garagendächer können Sie sich an kalkulierten Preisen entsprechender Anlagen für Einfamilienhäuser orientieren.
  • Für eine Terrasse liegt der Preis einer Solar-Überdachung bei 10.000 Euro und mehr.
  1. Denken Sie an eine regelmäßige Wartung. Wer soll sich künftig darum kümmern? Welche Wartungsintervalle möchten Sie einhalten?
  2. Wie richten Sie die Abrechnung mit Ihrem Netzbetreiber für die ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Energie ein?
    Denken Sie daran, dass Sie für die Einspeisung in das öffentliche Netz rechtzeitig einen Vertrag mit dem örtlichen Netzbetreiber schließen. Darüber ist schließlich auch Ihre Vergütung geregelt. Auch individuelle Vereinbarungen mit dem Betreiber  zur Abrechnung sind hier erlaubt.
  3. Mit dem Start in Ihre Stromgewinnung gehen einmalige Netzanschlusskosten einher. Bei einer Anlage ab 30 kWp kommen noch die Kosten für Kauf/Miete eines Einspeisezählers dazu, Stichwort Erzeugungszählerpflicht. Bei einem Selbstverbrauch unter 30 kWp wird nur Ihr bestehender Zähler ausgetauscht und es kommen keine Extrakosten auf Sie zu.
  4. Klären Sie für den Notfall ab, was mit Ihrer erzeugten Energie passiert, wenn das öffentliche Stromnetz überlastet ist.

Kosten für die Wartung

Eine Wartung Ihrer Solaranlage gewährleistet nicht nur die reibungslose Funktion der Technik, sondern sie sorgt auch für eine größere Lebensdauer Ihrer Photovoltaikanlage. Wenn Sie bei der Wartung knauserig sind und sich diese Kosten sparen wollen, sparen Sie am falschen Ende. Eine Wartung ist in der Regel alle zwei Jahre sinnvoll. Der finanzielle Aufwand liegt zwischen 100 bis 150 Euro.

Kosten für die Umrüstung Ihrer PV zum Eigengebrauch

Je weiter die Einspeisevergütungen sinken oder wenn Sie aus der 20-jährigen EEG-Förderung fallen, desto mehr lohnt es sich den erzeugten Solarstrom Ihrer Anlage komplett für den Eigenbedarf zu nutzen. Eigene Energie ist günstiger als Strom vom öffentlichen Netz. Für die Umrüstung Ihrer Solaranlage auf Eigenverbrauch können Sie mit einmaligen Kosten von circa 250 bis 300 Euro rechnen. Außerdem ist Erwerb und Montage eines Stromspeichers mit einzukalkulieren.

Kosten für Abbau und Entsorgung 

In Deutschland gelten Solaranlagen als Sondermüll, auch wenn sie beim Entsorgen nicht als gefährlich eingestuft sind. Pro Tonne Gewicht können Sie mit Entsorgungskosten von ungefähr 180 Euro rechnen.

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