Umsatzsteuer & Co

Steuerliche Tipps rund um Ihre Photovoltaikanlage
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Lesezeit: 35 Minuten

Hinweis zu diesem Steuer-Ratgeber

Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen ersten Überblick über steuerliche Regelung bei Photovoltaikanlagen.

  • Unser Tipp: Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Anlage bei Ihrem Steuerberater, der berät Sie ausführlich. Gute Fachfirmen haben dazu ihre guten Partner.
  • Steuerrechtliche Vorschriften können sich ändern. Aus diesem Grund übernehmen wir keine Garantie für die in diesem Ratgeber veröffentlichten Informationen.

Welche Steuern fallen bei PV-Anlagen an?

Eine Frage, die unsere Kunden häufig stellen. Die Antwort ist ganz einfach: Wenn Sie den gewonnenen Strom teils selbst nutzen und teils ins öffentliche Stromnetz einspeisen, sind Sie laut Finanzamt ein Gewerbetreibender. Denn Sie erhalten für den eingespeisten Strom eine Vergütung. Welche Steuern Sie zahlen müssen, hängt unter anderem davon ab, wie groß Ihre PV-Anlage ist.

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Folgende Steuern können erhoben werden:

  • Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt): Fällt an, wenn Sie Umsatz machen und sich die Umsatzsteuer zurückholen.
  • Einkommensteuer: Jeder, der in Deutschland Geld verdient und Einkommen hat, muss dieses versteuern. Einkommen durch Photovoltaik  zählt dazu.
  • Gewerbesteuer: Muss ab einer gewissen Anlagengröße im Gewerbebereich entrichtet werden, dann haben Sie sicher einen Steuerberater.
  • Grunderwerbssteuer: Für Unternehmen, die Grund und Boden für größere Anlagen erwerben.

Wenn Sie Gewerbesteuer und/oder Grunderwerbssteuer zahlen müssen, ziehen Sie auf jeden Fall Ihren Steuerberater zurate.

Für Sie als privater Photovoltaik-Betreiber, in der Größe bis 30 kWp spielen Einkommensteuer und Umsatzsteuer eine Rolle. Sollten Sie größere Anlagen bauen, sprechen Sie Ihren oder unseren Steuerberater an.

Wann müssen Sie selbst erzeugten Photovoltaik-Strom versteuern?

Selbst erzeugter Photovoltaik-Strom, den Sie nutzen, hat einen Wert, der zu Ihrem Einkommen dazu zählt. Das müssen Sie versteuern.

Sollten Sie einen Teil des selbst erzeugten Solarstroms an andere verkaufen, gelten Sie als Unternehmer. Sobald Sie Gewinn durch Verkauf erzielen, fällt Einkommensteuer an. Wenn Sie auf den verkauften Strom Umsatzsteuer abführen, zahlen Sie diese ebenfalls für den selbst genutzten Strom in Höhe von 19 Prozent.

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Wann zahlen Sie keine bzw. ab wann zahlen Sie welche?

Sie nutzen Ihren Strom ausschließlich für den Eigenbedarf? Dann sind keine Steuern fällig. Warum? Weil Ihre PV-Anlage in diesem Fall rein dem privaten Verbrauch dient.

Sie zahlen auch dann keine Einkommensteuer, wenn Ihre PV-Anlage nicht mehr als 410 Euro jährlich an Gewinn bringt. In diesem Fall gilt die Härtefallregelung. Unter dem Betrag von 410 Euro bleiben Sie erfahrungsgemäß dann, wenn die Anlage bis zu 4 Kilowatt Leistung hat (gilt für Anlagen, die 2020 installiert wurden).

Beträgt der Gewinn bis 810 Euro, fällt teilweise Einkommensteuer an. Und zwar dann, wenn Sie die Photovoltaik-Anlage nebenberuflich betreiben und hauptberuflich angestellt sind. Sie haben Einkünfte aus weiteren nebenberuflichen Tätigkeiten? Dann müssen Sie die Gewinne aus allen Bereichen zusammenfassen und entsprechend versteuern.

Auch wer eine größere PV-Anlage betreibt, ist nicht zwingend einkommensteuerpflichtig. Zum Beispiel wenn Sie dem Finanzamt belegen können, dass Sie die Photovoltaik-Anlage nicht betreiben, um Gewinn zu erzielen. Dafür müssen Ihre Investitons- und Betriebskosten hoch sein und Sie einen größeren Teil des Stroms selbst verbrauchen. Das funktioniert allerdings nicht, wenn Sie den gesamten Strom an Netzbetreiber oder an Mieter im eigenen Haus verkaufen.

Wie ist es mit der Steuer bei gemieteten Photovoltaikanlagen?

Unabhängig davon, ob Sie eine PV-Anlage kaufen oder mieten – Sie können in beiden Fällen steuerlich zum Unternehmer werden, wenn Sie eine Anlage betreiben und Strom verkaufen.

Mietmodelle sind jedoch oft kostenintensiver als der Kauf, sodass häufig kein zu versteuernder Gewinn für den Betreiber der Anlage entsteht.

Ein Beispiel im Fall einer gemieteten Anlage:

Herr Müller mietet eine PV-Anlage mit einer Leistung von 5 kW. Diese produziert jährlich circa 4.500 kWh Strom. Selbst verbraucht Herr Müller davon 1.500 kWh. Die überschüssigen 3.000 Kilowattstunden speist er ins öffentliche Netz ein. Dafür bekommt er 8 Cent pro kWh. Seine Anlagen-Miete liegt pro Monat bei 50 Euro zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer. Das ergibt einen Betrag von brutto 59,90 Euro. Auf das Jahr hochgerechnet betragen seine Mietkosten also 714 €. Hinzu kommen noch Betriebskosten, z.B. der jährliche Betrag für einen Abrechnungszähler mit dem Netzbetreiber von brutto 30 Euro

Sofern Herr Müller sich dafür entscheidet, die Anlage in der Kleinunternehmerregelung zu betreiben, ist er nicht umsatzsteuerpflichtig. Er zahlt die oben aufgeführten Kosten komplett und erhält keine Erstattung durch das Finanzamt. Vom Netzbetreiber erhält er für seinen Stromüberschuss 3.000 kWh x 8 Cent = 240 Euro.

Wenn Herr Müller jedoch unter die Umsatzsteuerpflicht fällt, bekommt er die Vergütung vom Netzbetreiber plus anfallender Umsatzsteuer. Das sind in unserem Beispiel 240 Euro x 19 Cent = 45,60 Euro. Diese muss er ans Finanzamt abführen und behält wiederum die 240 Euro wie bei der Kleinunternehmerreglung.

Allerdings kann Herr Müller sich die von ihm mit der Miete und den Zählerkosten gezahlte Umsatzsteuer ebenfalls vom Finanzamt erstatten lassen (Vorsteuer-Erstattung). Er bekommt hier den Anteil entsprechend seiner unternehmerischen Nutzung.

Versteuern muss Herr Müller den Gewinn. Dieser errechnet sich aus seinen Einnahmen also der Einnahmevergütung minus der anfallenden Kosten. Seine Kosten sind allerdings nur der Anteil der Mietzahlungen, die dem Anteil der eingespeisten Strommenge entsprechen. D.h. wenn Herr Müller 50 Prozent der erzeugten Energie ins Netz speist, liegen seine Kosten auch nur bei 50 Prozent der Miete. Diese Anteile muss er grundsätzlich für das jeweilige Steuerjahr neu errechnen.

Kaufen Sie dagegen eine PV-Anlage und Sie haben möglicherweise in den ersten Jahren Verluste durch Sonderabschreibungen, minimiert dies nachtürlich Ihre Steuer. Im Fall einer Anlagenmiete können Sie solche Sonderabschreibungen nicht geltend machen.

 

Was gilt bei geförderten PV-Anlagen?

Sollten Sie einen Zuschuss für Ihre PV-Anlage bekommen, ist dieser in der Steuererklärung zu berücksichtigen. Die Anschaffungskosten des Anlagegutes müssen entsprechend gekürzt werden und vermindern dadurch die AfA. Der Förderungsbetrag ist zwar steuerpflichtig, muss allerdings nicht sofort als Einnahme, sondern über die verminderte AfA versteuert werden.

In diesen Sonderfällen macht es Sinn, Ihren Steuerberater hinzuzuziehen. Gerne können Sie auch uns für weitere Fragen telefonisch oder per Email kontaktieren.

Umsatzsteuer

Wann müssen Sie für Photovoltaik Umsatzsteuer entrichten (Regelbesteuerung)?

Egal, ob Sie Verlust oder Gewinn mit Ihrer PV-Anlage machen: die Umsatzsteuer ist unabhängig davon. Umsatzsteuer zahlen Sie dann, wenn Sie regelmäßig mehr als die Hälfte des selbst erzeugten Stroms ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Dann sind Sie verpflichtet, monatlich oder quartalsweise Umsatzsteuer ans Finanzamt abzuführen. Achten Sie darauf, dass die Umsatzsteuer auf den Rechnungen und den Gutschriften, die Sie vom Netzbetreiber erhalten, ausgewiesen ist.

Ausnahme: Kleinunternehmerregelung

Wenn Sie sich für die sogenannte Kleinunternehmerregelung entschieden haben, müssen Sie keine Umsatzsteuer zahlen (§ 19 Abs. 1 UStG).

  • Vorteil: Die Umsatzsteuererklärung entfällt.
  • Nachteil: Ihnen wird die Mehrwertsteuer, die Sie beim Kauf und der Installation der PV-Anlage gezahlt haben, nicht zurückerstattet.

Wenn Sie sich gegen die Kleinunternehmerregelung entschieden haben, zahlen Sie 19 % Umsatzsteuer sowohl auf den verkauften als auch auf den von Ihnen verbrauchten Strom. Das gilt ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme für 5 Jahre (§ 19 Abs 2 UStG).

Hinweis: Auch wenn Sie Ihre PV-Anlage mitten im Jahr in Betrieb genommen haben, zählt dieses als volles Kalenderjahr.

Nach den 5 Jahren haben Sie die Möglichkeit, in die Kleinunternehmerregel zu wechsel. Dies müssen Sie beim Finanzamt beantragen.

Voraussetzungen: Der Umsatz im Vorjahr betrug maximal 22.000 Euro. Der Umsatz im kommenden Jahr ist nicht höher als 50.000 Euro.

Damit Sie geltend gemachte Vorsteuer nicht zurückzahlen müssen, warten Sie am besten noch ein Jahr mit dem Wechsel in die Kleinunternehmerregel. Warum? Weil der sogenannte Berichtigungszeitraum erst nach vollen 5 Jahren endet. Innerhalb dieses Zeitraums kann die Finanzbehörde bei Aufdachanlagen Geld zurückfordern. Bei Indachanlagen sind es 10 volle Jahre.

Ist diese Frist verstrichen, schreiben Sie ans Finanzamt, ab welchem Zeitpunkt Sie in die Kleinunternehmerregelung wechseln möchten.

Umsatzsteuer bei Eigenverbrauch?

Muss man Umsatzsteuer auf selbst verbrauchten Strom zahlen? Gleich vorweg: Wenn Sie selbst erzeugten Strom verbrauchen, ist es möglich, dass Sie Umsatzsteuer zahlen müssen. Das hängt davon ab, ob Sie einen Teil der eigenen Energie verkaufen. Wenn Sie mindestens 10 % Ihres Stromüberschusses ins Netz einspeisen, könnte Umsatzsteuer anfallen. Das hängt davon ab, wie Sie sich entscheiden (s. Kleinunternehmerregelung) und welchen Jahresumsatz Sie aus dem Stromverkauf machen (max. 22.000 Euro/Jahr). Ist der Umsatz höher – auch aus anderer selbstständiger Tätigkeit – sind Sie verpflichtet, auf den von Ihnen verbrauchten Solarstrom Umsatzsteuer zu zahlen.

Bei einem Eigenverbrauch von mehr als 90 % zahlen Sie keine Umsatzsteuer.

Geförderter Eigenverbrauch

Sie haben Ihre PV-Anlage zwischen Januar 2009 und März 2012 in Betrieb genommen und verbrauchen Ihren Solarstrom selbst? Dann können Sie laut § 33 Abs. 2 EEG 2009 eine Vergütung des Eigenverbrauchs beanspruchen.

So funktioniert die Abrechnung

  • Stellen Sie Ihrem Netzbetreiber den Eigenverbrauch und den eingespeisten Solarstrom in Rechnung.
  • Danach kaufen Sie den Eigenverbrauch zurück.
  • Aus der Differenz der Vergütung für den eingespeisten Strom und den selbst genutzten Strom ergibt sich der Preis.
  • Der Netzbetreiber schlägt auf diesen Rechnungsbetrag Umsatzsteuer, die Sie nicht als Vorsteuer geltend machen dürfen, denn Sie nutzen den Strom selbst.

Hinweis: Auch im  Kleinunternehmerstatus  müssen Sie diese Steuer zahlen. Ein Wechsel lohnt sich also nicht.

Hat die Umsatzsteuerpflicht Vorteile?

Auf jeden Fall. Denn so können Sie die Vorsteuer geltend machen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie eine ältere oder neuere Photovoltaik-Anlage betreiben. Wenn Sie Ihren Solarstrom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn einspeisen oder an Dritte verkaufen, haben Sie die Möglichkeit, sich die Mehrwertsteuer auf die Wartung, Reparatur und den Messstellenbetrieb anrechnen zu lassen. Somit senken Sie die Betriebskosten.

Sie möchten sich eine neue Photovoltaik-Anlage kaufen und den Strom zum Teil selbst verbrauchen? Auch dann lohnt es sich meistens, umsatzsteuerpflichtig zu sein.

Beispiel

Stellen Sie sich vor, dass Sie eine Anlage mit 12 kWp in Betrieb genommen haben. Damit erzeugen Sie pro Jahr etwa 10.000 -12.000 kWh, wovon Sie 4.000 kWh selbst verbrauchen. Für die Anlage haben Sie 24.000 Euro netto bezahlt. Die Mehrwertsteuer beträgt 4.560 Euro. Diesen Betrag können Sie sich beim Finanzamt zurückholen genauso wie die Mehrwertsteuer, die Sie für die Planung, den Wartungsvertrag und den Einspeisezähler entrichtet haben.

Vorsteuer und Umsatzsteuer auf den verkauften und selbst verbrauchten Strom werden miteinander verrechnet. Die Mehrwertsteuer, die Sie auf Ihren verkauften Strom beim Netzbetreiber oder direkten Abnehmern berechnen, reichen Sie ans Finanzamt weiter. Die Umsatzsteuer auf den selbst verbrauchten Strom wird nicht erstattet.

Fazit: Umsatzsteuerpflichtig zu sein lohnt sich, da Sie sich die Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis zurückerstatten lassen können. Danach wird die Umsatzsteuerpflicht zur Belastung.

Denken Sie daran, dass Sie sich bei der Anmeldung beim Finanzamt entweder für die Kleinunternehmerregelung (nicht umsatzsteuerpflichtig) oder für die Regelversteuerung (umsatzsteuerpflichtig) entscheiden müssen. An diese Wahl sind Sie 5 Jahre gebunden.

Wie berechnet sich die Umsatzsteuer?

Ob Sie den Strom selbst verbrauchen, an Dritte oder einen Netzbetreiber verkaufen: Die Umsatzsteuer beträgt immer 19 % (Stand: 2021).

Photovoltaikanlage: Verkaufter Strom

Wenn Sie Ihren Solarstrom an einen Netzbetreiber verkaufen, reichen Sie die Umsatzsteuer an ihn weiter. Das funktioniert so:

  • Lesen Sie den Zählerstand des Einspeisezählers am 31. Dezember ab und schicken Sie diesen bis zum 28. Februar an Ihren Netzbetreiber.
  • Der Netzbetreiber erstellt auf Basis des Zählerwerts die Endabrechnung über die eingespeiste Strommenge und errechnet den Erlös.
  • Anhand des Erlöses können Sie die Umsatzsteuer berechnen und darüber eine Rechnung an den Netzbetreiber schicken.

Beide Zahlen – den Erlös und die Umsatzsteuer – führen Sie in Ihrer Umsatzsteuererklärung auf. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die Vorsteuer geltend zu machen. Das ist die gezahlte Mehrwertsteuer zum Beispiel für

  • Versicherung, Wartung und Reparatur (19 %)
  • Fachliteratur (7 %)

Für einen reibungslosen Ablauf teilen Sie Ihrem Netzbetreiber am besten zu Beginn mit, ob Sie umsatzsteuerpflichtig sind. Sobald Sie Ihren Status wechseln, informieren Sie ihn ebenfalls.

Photovoltaikanlage: Eigenverbrauch

Wenn Sie eine PV-Anlage bis zu 10 KW im Einsatz haben, erfassen Sie pro Kalenderjahr 2 Werte, um den Eigenverbrauch zu messen:

  • Der Zweirichtungszähler zeigt die Energie an, die ins Netz eingespeist wurde.
  • Der Wechselrichter zeigt die insgesamt erzeugte Strommenge an.

Ziehen Sie einfach die eingespeiste Strommenge von der insgesamt erzeugten Strommenge ab, schon haben Sie den Eigenverbrauch. Damit können Sie die 19 % Umsatzsteuer berechnen.

Hat Ihre PV-Anlage mehr als 30 kWp Leistung, sind Sie verpflichtet, einen geeichten Zähler installieren zu lassen. Der misst die gesamte Strommenge, da es ab dieser Anlagengröße um die zu zahlende EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom geht.

Wie wird der Wert einer selbst erzeugten und verbrauchten kWh berechnet? Dafür schauen Sie am einfachsten auf die Stromrechnung Ihres Energieversorgers, der Sie mit zusätzlichem Strom versorgt. Da ist der Netto-Strompreis aufgeführt. Berücksichtigen Sie den Arbeitspreis/kWh und den monatlichen Grundpreis. Sie haben noch keine Rechnung erhalten? Dann berechnen Sie den BruttoStrompreis anhand des Grund- und Arbeitspreises des Energieversorgers. Sie bekommen keinen Strom geliefert, aber verkaufen Ihren Strom weiter? Dann legen Sie die Netto-Preise des Grundversorgers in der Region an.

Vom angelegten Preis ziehen Sie 19 % Mehrwertsteuer ab. Den Netto-Preis verrechnen Sie mit Ihrem Eigenverbrauch. Auf diesen Wert Ihres eigenen Stroms berechnen Sie 19 % Umsatzsteuer. Von diesem Betrag, den Sie in der Umsatzsteuererklärung angeben müssen, können Sie die Vorsteuer abziehen. Der Rest ist die Umsatzsteuer, die das Finanzamt einzieht.

Beispiel

Nehmen Sie an, Sie haben einen Eigenverbrauch von  1.500 kWh/ Jahr und beziehen Strom  2.800 kWh Strom für 840 Euro/Jahr.

So berechnen Sie die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch:

  • Brutto-Preis Strombezug: 840 Euro/Jahr : 2.800 kWh = 30 Cent/kWh
  • Netto-Preis vom Strombezug: 30 Cent/kWh : 1,19 = 25,21 Cent/kWh
  • Wert des selbst verbrauchten Stroms: 1.500 kWh x 25,21 Cent/kWh = 378,15 Euro
  • Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch: 378,15 Euro x 0,19 = 71,85 Euro

Was gilt für die Umsatzsteuer bei Batteriespeichern?

Nur wenn Sie Ihre PV-Anlage und Batteriespeicher zusammen kaufen, können Sie die Umsatzsteuer auf den Batteriespeicher als Vorsteuer geltend machen – sonst nicht. Steuerrechtlich zählen PV-Anlage und Batteriespeicher zu einem System, wenn Sie zeitgleich gekauft wurden. Eine Nachrüstung ist bis zu 6 Monaten möglich. In diesem Fall ist die Regelbesteuerung von Vorteil. Gerade weil Batteriespeicher zwischen 4.000 und 12.000 Euro kosten und sich die Investition dadurch deutlich erhöht. So kann die Vorsteuer höher sein als die Umsatzsteuer auf den Strom, den Sie in den ersten 5 Jahren selbst verbrauchen.

Nach Ablauf der 5-Jahres-Frist sollten Sie berechnen, ob sich der Wechsel in den Kleinunternehmerstatus für Sie lohnt. Das hängt davon ab, wie hoch die Betriebskosten für die Anlage und den Speicher sind.

PV-Anlage mit Batteriespeicher nachrüsten

Rüsten Sie Ihre Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher nach, gilt das in den Augen des Finanzamtes als neue Investition und der Speicher ist ein eigenes „Zuordnungsobjekt„. Steuerrechtlich werden beide Anlagen getrennt behandelt. Wenn Sie den Batteriespeicher gewerblich betreiben wollen, müssen Sie ihn ebenfalls dem Finanzamt melden. Wann betreiben Sie einen Speicher gewerblich? Wenn Sie mindestens 10 % des gespeicherten Stroms verkaufen.

Allerdings haben die meisten PV-Betreiber einen Batteriespeicher im Einsatz, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Dann kann die Mehrwertsteuer nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden.

Wie erhalten Sie Ihre Steuernummer fürs Unternehmen und die Umsatzsteuernummer?

Sobald Sie mit Ihrer PV-Anlage Geld verdienen, sind Sie unternehmerisch tätig und benötigen eine unternehmerische Steuernummer. Diese erhalten Sie zusammen mit der Gewerbeanmeldung vom Finanzamt. Füllen Sie den bundesweit einheitlichen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ aus, den Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums herunterladen können. In dem Fragebogen machen Sie folgende Angaben:

  • Höhe des voraussichtlich erzielten Umsatzes
  • Womit Sie den Umsatz erzielen
  • Ob Sie eine Umsatzsteuernummer beantragen und Umsatzsteuer zahlen wollen

Wenn Sie Kleinunternehmer sind und Ihr Umsatz bei maximal 22.000 Euro brutto im Jahr liegt, haben Sie die Wahl. Wenn Sie sich für die Kleinunternehmerregelung entscheiden, müssen Sie keine 19 % Umsatzsteuer zahlen (Vor- und Nachteile siehe Kapitel 3).

Umsätze aus unterschiedlichen Tätigkeiten

Die Obergrenze von 22.000 Euro gilt für alle unternehmerischen Tätigkeiten. Das heißt, wenn Sie nicht nur als Stromerzeuger, sondern auch als Freiberufler tätig sind, müssen Sie den Umsatz beider Tätigkeiten addieren.

Hinweis: Wenn Sie eine neuere Hausdachanlage betreiben und keine weiteren Einkünfte aus selbstständiger, gewerblicher oder landwirtschaftlicher Tätigkeit haben, dann bleiben Sie unter 22.000 Euro Umsatz im Jahr. Für mehr Umsatz benötigen Sie eine Anlage mit über 100 KW Leistung, wofür das Dach über 300 Quadratmeter groß sein muss, um entsprechend viele Solarmodule zu installieren.

Umsatzsteuer: zahlen oder nicht?

Viele Betreiber von PV-Anlagen stellen sich anfangs die Frage, ob sie sich für die Kleinunternehmerregelung oder die Regelbesteuerung entscheiden sollen. Was für jeden einzelnen am besten ist, hängt von der Höhe des Eigenverbrauchs und der Investitionskosten ab.

Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Kaufen Sie die Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher zusammen? Dann ist die Regelbesteuerung von Vorteil, da Sie die gesamte Vorsteuer zurückbekommen.
  • Wenn Sie Ihren Strom selbst verbrauchen, müssen Sie auch dafür Umsatzsteuer zahlen. So lohnt es sich im Jahr der Inbetriebnahme die Regelbesteuerung, weil Sie durch die Anschaffungskosten für die PV-Anlage mehr Vorsteuer geltend machen können als Sie Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen. Allerdings sind Sie insgesamt 5 Jahre an die Regelbesteuerung gebunden, wenn Sie sich anfangs dafür entschieden haben. Nach Ablauf dieser Frist haben Sie die Möglichkeit, in den Status des Kleinunternehmers zu wechseln. Dann zahlen Sie keine Umsatzsteuer mehr.
  • Sie nutzen sehr wenig Ihres eigenen Stroms oder haben hohe Betriebskosten? Dann ist die Regelbesteuerung von Vorteil.
  • Sie rechnen mit einem hohen Eigenverbrauch, sodass die Umsatzsteuerzahlungen höher sein werden als die Vorsteuerbeträge? Dann lohnt sich die Kleinunternehmerregelung von Anfang an – auch wenn Sie dadurch die Mehrwertsteuer auf die Anlage nicht zurückerhalten.

Hinweis: Wenn Sie mehr als 90 % Ihres Stroms selbst nutzen, ist keine Regelbesteuerung möglich und Sie sind nicht umsatzsteuerpflichtig.

Umsatzsteuervoranmeldung für Photovoltaik – so funktioniert’s

Wenn Sie als Betreiber einer Photovoltaikanlage umsatzsteuerpflichtig sind, müssen Sie eine Voranmeldung beim Finanzamt abgeben. Gründer sind verpflichtet, dies jedes Vierteljahr zu tun, wenn ein bestimmter Umsatzsteuerbetrag nicht überschritten wird.

Hinweise zur Voranmeldung

  • Die Voranmeldung ist ausschließlich mit dem Programm „Elster“ auf dem elektronischen Weg möglich.
  • Geben Sie die Voranmeldung bis spätestens zum 10. des Folgemonats ab.
  • Der geltende Umsatzsteuersatz für PV-Erträge ist 19 %.
  • Sie müssen auch dann eine Voranmeldung abgeben, wenn Sie keine Erträge erzielt haben.
  • Legen Sie der ersten Voranmeldung Kopien des Einspeisevertrags, des Inbetriebnahmeprotokolls und der Rechnung für die Anschaffung bei.

So füllen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung aus

  • Tragen Sie Ihre Steuernummer, das zuständige Finanzamt, Ihren Namen und Adresse Ihres Unternehmens ein.
  • Geben Sie alle Einnahmen, die Sie mit der Photovoltaik-Anlage erzielt haben, für den entsprechenden Zeitraum ein. Das ist in den meisten Fällen die Einspeisevergütung, die Sie von Ihrem Energieversorger erhalten. Diese wird mit Umsatzsteuer ausgezahlt. Diese müssen Sie von der Auszahlung abziehen und diesen Betrag im Formular angeben.
  • Diese Einnahmen stellen Sie den geleisteten Vorsteuern gegenüber, zum Beispiel die Sie bei der Anschaffung, Installation und Wartung gezahlt haben.
  • Die Umsatzsteuerbeträge können Sie per Einzugsermächtigung vom Finanzamt abbuchen lassen oder Sie überweisen sie.

Umsatzsteuererklärung zum Ende des Jahres

Die Umsatzsteuererklärung machen Sie zum Ende des Kalenderjahres. Folgendes müssen Sie hier angeben:

  • Alle umsatzsteuerpflichtigen Beträge
  • Die Umsatzsteuer, die sich daraus ergeben hat
  • Die gesamten Vorsteuerleistungen
  • Die Über- bzw. Unterzahlungen von Umsatzsteuerbeträgen

Sie werden sehen, dass die Elster-Formulare einfach auszufüllen und selbsterklärend sind.

Einkommenssteuer

Wann müssen Sie Einkommensteuer für Photovoltaik abführen?

Gehalt, Rente und Honorare zählen zu den Einkünften genauso wie Einnahmen durch eine PV-Anlage. Auch den Strom, den Sie selbst nutzen, zählt als Einnahme. Alles muss zusammen in der Einkommensteuererklärung aufgeführt und versteuert werden.

Seit Juni 2021 ist es jedoch so, dass PV-Anlagen bis 10 kWp kategorisch von der Einkommensteuerpflicht befreit sind. Allerdings können Sie als Eigentümer nach wie vor eine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen. Dies bleibt Ihnen überlassen. So könnten Sie zum Beispiel über Abschreibungsmöglichkeiten wiederum Steuervorteile geltend machen.

Außerdem hängt die Einkommensteuerpflicht von der Höhe der gesamten Einspeiseeinkünfte ab: Bis zu einem Betrag von 9.984 Euro fällt auch in 2022 keine Einkommensteuer an. Diese Freibetragsgrenze verdoppelt sich für Ehepaare oder Menschen in Lebenspartnerschaft.

Weiterhin gibt es den Härteausgleich. Dieser liegt vor, wenn Ihr Einkommen überwiegend aus nichtselbstständiger Arbeit stammt und Ihr Gewinn aus selbst erzeugter Energie maximal 410 Euro pro Jahr beträgt.

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Gewinn aus Einspeisevergütung

Wenn Sie Strom aus Ihrer PV-Anlage ins Stromnetz einspeisen, wird das nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Zwei Bedingungen sind dafür zu erfüllen:

  1. Sie melden Ihre Photovoltaik-Anlage der Bundesnetzagentur, und zwar spätestens einen Monat nachdem Sie sie in Betrieb genommen haben.
  2. Sie weisen dem Netzbetreiber jedes Jahr die eingespeiste Strommenge nach.

Der Netzbetreiber vergütet Ihnen jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde 20 Jahre lang zu einem festen Satz. Haben Sie Ihre Anlage vor 2017 in Betrieb genommen, zählt das Jahr zusätzlich zum Förderzeitraum. Der Strom wird an der Strombörse verkauft.

Gewinn durch Marktprämie

Sie haben auch die Möglichkeit, einen sogenannten Vermarkter zu beauftragen, der den Strom für Sie gewinnbringend verkauft. Das wird mit der Marktprämie gefördert.

Gewinn durch Mieterstrom

Eine weitere Variante ist, dass Sie Ihren Strom an Mieter oder Nachbarn verkaufen, ohne das Stromnetz zu nutzen. Versorgen Sie Mieter in Ihrem eigenen Haus, ist es möglich, den Mietstromzuschlag zu beanspruchen.

Hinweis: Wenn Sie Strom an Verbraucher direkt liefern, gelten Sie als Energieversorger. In diesem Fall sind Sie verpflichtet, die EEG-Umlage auf den gelieferten Strom abzuführen.

Fazit: Sobald Sie Gewinn aus Ihrem verkauften Strom erzielen, sind die Erlöse einkommensteuerpflichtig – unabhängig davon, ob Sie eine Einspeisevergütung, die Marktprämie oder Geld vom Mieter/Nachbarn erhalten.

Sie ermitteln den Gewinn, indem Sie Ihre Betriebskosten vom Gewinn abziehen. Zu den Betriebskosten zählen

  • Fahrtkosten
  • Dachrenovierungen
  • Sicherungsmaterial
  • Wartungskosten
  • Versicherungen

Hinzu kommt der Solarstrom, den Sie selbst nutzen. Dieser zählt ebenfalls als Einnahme im steuerrechtlichen Sinn.

Wie bestimmen Sie den zu versteuernden Gewinn Ihrer Photovoltaikanlage?

Es gibt bei der Photovoltaik zwei Werte, durch die Sie Einnahmen, die sogenannten Betriebseinnahmen, generieren.

  1. Der vergütete Solarstrom
  2. Der selbst erzeugte Strom, den Sie verbrauchen. Dieser Wert wird vom Finanzamt momentan mit 20 Cent pro Kilowattstunde angesetzt.

Bei der Photovoltaik-Anlage machen Sie eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung.  Der Überschuss ergibt sich, wenn Sie alle Ausgaben, die sogenannten Betriebsausgaben, von den Einnahmen abziehen.

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Betriebsausgaben sind zum Beispiel

  • Versicherung
  • Rücklagen für den Unterhalt
  • Zinsen, wenn Sie die Photovoltaik-Anlage finanziert haben
  • Abschreibung für Abnutzung (AfA). Das bedeutet, Sie dürfen 5 % jährlich vom Einkaufswert der Photovoltaikanlage als Abschreibung, also als imaginäre Ausgabe, steuerlich ansetzen.
  • Reparatur- und Wartungskosten

Bei einer Anlage mit 10 kW bleiben Ihnen etwa 200 bis 500 Euro.

Diesen Betrag müssen Sie zusammen mit Ihrem Einkommen versteuern. Sind Sie Arbeitnehmer, füllen Sie bei der Einkommensteuererklärung die Anlage „PV“ (Anlage G für gewerbliche Einkünfte) aus.

Welche Regelungen gibt es bei der Einkommensteuer bei Batteriespeichern?

Wenn Sie mehr als 10 % des gespeicherten Stroms ins öffentliche Netz einspeisen, können Sie Ihren Speicher bei der Einkommensteuer berücksichtigen. Nutzen Sie den Speicher ausschließlich für den Eigenverbrauch, ist das nicht möglich.

Kaufen Sie Stromspeicher und PV-Anlage zusammen, können Sie die Kosten für beide Anlagen über 20 Jahre abschreiben. Wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage mit einem Speicher nachrüsten, beträgt der Abschreibezeitraum 10 Jahre.

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Gewerbesteuer

Wann müssen Sie Gewerbesteuer für Photovoltaik zahlen?

Ob Sie Gewerbesteuer zahlen müssen oder nicht, hängt vom Gewinn ab, den Sie mit Ihrer Photovoltaik-Anlage erzielen. Wirft sie mehr als 24.500 Euro im Jahr ab, sind Sie verpflichtet, ein Gewerbe anzumelden und Gewerbesteuern zu entrichten. Wenn der Gewinn unter diesem Betrag liegt, fällt keine Gewerbesteuer an.

Sie ermitteln den Gewinn, indem Sie die Betriebsausgaben von den Betriebeinnahmen abziehen.

Betriebseinnahmen

  • Vergütung für den ins Netz eingespeisten Solarstrom
  • Betrag für den Eigenverbrauch (inkl. USt.)

Um den Eigenverbrauch zu ermitteln, haben Sie drei Möglichkeiten:

  1. Pauschale Ermittlung: Dafür setzen Sie den Pauschalbetrag von 20 Cent/kWh an und haben somit keinen großen Rechenaufwand.
  2. Ansetzen des Wiederbeschaffungswerts: Wenn Sie sich für diese Möglichkeit entscheiden, setzen Sie den Preis pro Kilowattstunde an, den Sie zahlen müssten, wenn Sie keinen eigenen Strom erzeugen würden. Diese Variante ist meistens finanziell günstiger als der Pauschalpreis.
  3. Herstellungskosten: Sie ermitteln die Betriebsausgaben bei der Finanzierung, inkl. Abschreibung und Zinsen,  sowie den prozentualen Anteil des Eigenverbrauchs.

Betriebsausgaben

  • Abschreibung des Kaufpreises – auf 20 Jahre verteilt
  • Zinsen für Kredit, mit dem Sie die PV-Anlage finanzieren
  • Reparatur- und Wartungskosten
  • Versicherungen

Grunderwerbssteuer

Wann müssen Sie Grunderwerbssteuer bei Photovoltaik abführen?

Wenn Sie eine Immobilie erwerben, die bereits über eine PV-Anlage verfügt, dann ist die Grunderwerbssteuer von Bedeutung. Hier spielt es eine Rolle, wie die Anlage installiert wurde:

Aufdach-Anlage

Wenn die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert wurde, fällt keine Grunderwerbssteuer an. Es handelt sich um ein bewegliches Wirtschaftsgut, das über 20 Jahre abgeschrieben werden kann (pro Jahr 5 % vom Nettokaufpreis).

Indach-Anlage

Wenn die Anlage ins Dach integriert wurde, müssen Sie Grunderwerbsteuer auf den Kaufpreis zahlen.

Investitionsabzugsbetrag

Auch wenn sich die Einspeisevergütung in den letzten Jahren verringert hat, lohnt es sich aufgrund der steuerlichen Förderung nach wie vor, in eine PV-Anlage zu investieren.

Wie oben beschrieben zählen PV-Anlagen zu den beweglichen Wirtschaftsgütern, wodurch sie in den § 7g EStG fallen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, können Sie vor der Investition in eine Anlage den sogenannten Investitionsabzugsbetrag gewinnmindernd abziehen. Das heißt konkret, dass Sie bereits im Jahr bevor Sie die Anlage kaufen, 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten als fiktive Betriebsausgaben abziehen können. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie Ihre Investitionsabsicht im Jahr vor der Investition nachweisen, zum Beispiel durch

  • Kostenvoranschläge
  • Informationsmaterial
  • Verhandlungen
  • verbindliche Bestellungen

Sonderabschreibungen für Ihre PV-Anlage

In den ersten 5 Jahren sind neben den linearen Abschreibungen auch Sonderabschreibungen möglich, und zwar von bis zu 20 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Betriebliche Nutzung Anlage

Auch wenn Sie mehr als 10 % des Stroms privat verbrauchen, ist es dennoch keine private Verwendung der Anlage. Dies gilt als Sachentnahme und die Photovoltaikanlage wird ausschließlich betrieblich genutzt.

Eigenverbrauch

Wie berechnen Sie den zu versteuernden Eigenverbrauch Ihrer Photovoltaikanlage?

Als Betreiber einer PV-Anlage müssen Sie zum einen Ihre Einnahmen aus der Einspeisevergütung und zum anderen den privat von Ihnen verbrauchten Strom erfassen und versteuern. Hier spricht man vom sogenannten Eigenverbrauch.

Wie ermitteln Sie den Wert des Eigenverbrauchs? Da haben Sie folgende  Möglichkeiten, und zwar über

  • den Pauschalbetrag
  • den Wiederbeschaffungswert
  • die Herstellungskosten
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Pauschalbetrag

Sie können bei der Ermittlung des Gewinns 20 Cent pro kWh für den Eigenverbrauch ansetzen – das ist von Seiten der Finanzämter noch erlaubt.

Beispielrechnung

Eigenverbrauch 3000 kWh x 20 Cent = 600 Euro, die Sie als Eigenverbrauch zu versteuern haben.

Wiederbeschaffungswert

Den Gewinn Ihrer PV-Anlage über den Pauschalbetrag von 20 Cent/kWh zu ermitteln, ist nicht die günstigste Variante.  Günstiger ist es, wenn Sie den zu versteuernden Eigenverbrauch anhand der sogenannten Wiederbeschaffungskosten berechnen. Das heißt, Sie setzen den Preis des Stromanbieters an, den Sie pro kWh zahlen müssten, wenn Sie Strom aus dem Netz beziehen würden.

Beispielrechnung

Eigenverbrauch 3000 kWh x 26 Cent = 780 Euro, die Sie als Eigenverbrauch zu versteuern haben.

Herstellungskosten

Die dritte Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu ermitteln, ist auf Basis der Herstellungskosten. Was heißt das konkret? Sie ermitteln die Betriebsausgaben (Abschreibung, Zinsen, Reparatur- und Wartungskosten, Versicherung, Rücklagen) und den prozentualen Anteil des Eigenverbrauchs.

Beispielrechnung

Betriebsausgaben: 2.160 Euro

Eigenverbrauch: 30 %

2.160 Euro x 30 % = 648,00 Euro, die Sie als Eigenverbrauch zu versteuern haben.

Wie wirkt sich der Speicherverlust bei Batteriespeichern auf die Steuern aus?

Die Batterie ist im elektrischen Sinne ein Verbraucher, wie zum Beispiel Ihr Fernseher. Der verbraucht etwa 2000 Kilowattstunden Strom. Sie bekommen aber nicht nur ein Bild , sondern auch ein bisschen Abwärme, d. h. dieser Verlust geht einfach unter. Und so ist es beim Batteriespeicher auch: Was in den Batteriespeicher reinläuft, ist entscheidend, nicht das, was wieder herauskommt.

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Kurz gesagt: Der Speicherverlust bei der Batterie gilt als Eigenverbrauch. Das heißt, Sie zahlen Umsatzsteuer auf Strom, der nicht der elektrischen Versorgung dient, sondern den die Speicherbatterie in Wärme umgewandelt hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Speicher Ihrem Unternehmen oder Ihrem Privatvermögen zugeordnet ist.

Nutzen Sie den unternehmerisch produzierten Strom nicht für Ihre eigene Stromversorgung, liegt keine unternehmensfremde Verwendung vor. Aus diesem Grund müssen Sie laut Auffassung des Bayerischen Landesamtes für Steuern auf den Speicherverlust keine Umsatzsteuer zahlen. Wenn Sie in einem anderen Bundesland leben, fragen Sie am besten Ihr Finanzamt, ob es mit dieser Auffassung übereinstimmt.

Wie rechnen Sie den Speicherverlust aus dem Eigenverbrauch heraus?

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Sie lassen einen zusätzlichen Stromzähler hinter dem Speicherausgang installieren, sodass die genutzte und die zwischengespeicherte Strommenge gezählt wird.
  2. Nutzen Sie die Angaben des Speicherherstellers. Der maximale Gesamtwirkungsgrad, auch Round-trip-Wirkungsgrad, liegt bei rund 90 %. Das heißt der Speicherverlust beträgt etwa 10 %. Dann multiplizieren Sie den Gesamtwirkungsgrad mit der eingespeicherten Strommenge.

Regelungen bei einer PV-Anlage mit Batteriespeicher

Wenn Sie sich mit PV-Anlagen beschäftigen, stolpern Sie auch immer über das Thema Batteriespeicher. Hier stellen sich die Fragen, ob sich ein Stromspeicher in jedem Fall lohnt und wann es sinnvoll ist, die PV-Anlage damit nachzurüsten.

Zwei Faktoren spielen eine Rolle, ob es sich für Sie lohnt, in einen Stromspeicher zu investieren:

  1. Haben Sie bereits eine Photovoltaik-Anlage installiert?
  2. Wie alt ist diese?
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In den letzten Jahren sind die Strompreise immer weiter gestiegen und die Einspeisevergütung ist immer weiter gesunken. So wurde es für Betreiber von PV-Anlagen ökonomisch immer attraktiver, möglichst viel Solarstrom selbst zu nutzen, anstatt ihn einzuspeisen. Allerdings gelten für ältere Photovoltaik-Anlagen andere Regelungen als für neue, deswegen lohnt sich ein genauer Blick darauf.

Anlagen seit 2012

Seit April 2012 ist es bedingt durch gesetzliche Änderungen wirtschaftlicher, den eigenen Strom selbst zu verbrauchen anstatt ihn einzuspeisen. Für Anlagen, die 2023 in Betrieb genommen werden, liegt die Einspeisevergütung bei 8 Cent/kWh. Dahingegen kostet eine Kilowattstunde Strom 30 Cent. Deswegen lohnt sich eine Nachrüstung von jüngeren Anlagen auf jeden Fall. Denn durch den Speicher erhöht sich der Eigenverbrauch und Ihre Stromrechnung sinkt.

Sonderregelungen 2009–2012

Haben Sie Ihre PV-Anlage zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. März 2012 installiert? Dann wird der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom zusätzlich vergütet. Wie hoch diese Vergütung ist, hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme, der Anlagengröße und dem Eigenverbrauchsanteil ab. Liegt der Anteil des Verbrauchs bei über 30 %, wird höher vergütet. Seit 2011 beträgt die Einspeisevergütung unter 30 Cent/kWh – was für eine Nachrüstung mit einem Stromspeicher spricht. Dennoch sollten Sie genau kalkulieren, ob sich die Investition in einen Speicher lohnt. Denn die Vergütungssätze für das Einspeisen und den Eigenverbrauch in diesem Zeitraum fallen unterschiedlich aus.

Anlagen vor 2011

Wenn Sie Ihre Anlage vor 2011 installiert haben, erhalten Sie eine Einspeisevergütung von über 30 Cent/kWh, was über dem aktuellen Strompreis liegt. Deswegen lohnt sich ein Stromspeicher bei diesen Anlagen nicht.

Mögliche Ausnahme: Sie haben eine PV-Anlage, die nach 20 Jahren keine Einspeisevergütung mehr erhält.  Allerdings erzeugen auch ältere Anlagen noch viel Strom, sodass es sich lohnt, sie für den Eigenverbrauch weiterzubetreiben.

Neue Anlagen

Wenn Sie sich gerade in der Situation befinden, eine neue PV-Anlage zu kaufen, sollten Sie ebenfalls in einen Batteriespeicher investieren. Denn wie schon beschrieben, ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch wirtschaftlich von Vorteil.

Steuerliche Regelungen

Batteriespeicher und PV-Anlage werden steuerrechtlich unterschiedlich behandelt. Wenn Sie Anlage und Speicher zusammen kaufen, raten wir, die Kleinunternehmerregel auszuschlagen und zunächst die Regelbesteuerung zu wählen. Warum? Weil Speicher und Anlage steuerrechtlich zu einem System zählen, wenn Sie diese zeitgleich kaufen und gewerblich betreiben.

Ein kleiner Stromspeicher kostet zwischen 4.000 und 12.000 Euro. Wodurch sich die Investitionssumme deutlich erhöht und die Vorsteuer die Umsatzsteuer auf den selbst verbrauchten Strom in den ersten 5 Jahren aufwiegt. Abhängig davon, wie hoch die Betriebskosten für Speicher und Anlage sind, wägen Sie nach Ablauf der 5-Jahres-Frist ab, ob ein Wechsel in den Kleinunternehmerstatus gewinnbringend für Sie ist.

Rüsten Sie Ihre PV-Anlage mit einem Stromspeicher nach, werden beide Anlagen steuerrechtlich getrennt voneinander behandelt. Denn in den Augen des Finanzamtes ist der Stromspeicher eine neue Investition und ein neues sogenanntes „einheitliches Zuordnungsobjekt“. Wenn Sie den Speicher gewerblich nutzen wollen, müssen Sie ihn der Finanzbehörde melden. Gewerblich heißt: Wenn Sie mindestens 10 % des gespeicherten Stroms verkaufen. Wenn der Speicher dazu dient, den Eigenverbrauch zu erhöhen, ist es kein gewerblicher Betrieb. In diesem Fall können Sie die Mehrwertsteuer nicht als Vorsteuer geltend machen.

Wann müssen Sie ein Gewerbe anmelden?

Sie möchten den Strom Ihrer PV-Anlage verkaufen und sind sich nicht sicher, ob Sie ein Gewerbe anmelden müssen? Wir geben einen Überblick.

  • Wenn Sie eine Anlage bis 10 kW Leistung im Einsatz haben, sind Sie seit 2020 von der Gewerbesteuer befreit und müssen demnach auch kein Gewerbe anmelden. Diese Regelung gilt auch rückwirkend, wenn Sie bereits 2019 in eine Photovoltaikanlage investiert haben.
  • Einige Kommunen fordern, dass Sie Ihrer Stadt oder Gemeinde mitteilen, dass Sie Strom ins Netz einspeisen, wenn Ihre PV-Anlage mehr als 10 kW Leistung bringt. Dies sollten Sie innerhalb von 4 Wochen erledigen. Dafür füllen Sie das Formular zur Gewerbeanmeldung aus. Schauen Sie am einfachsten auf die Internetseite der Kommune. Hier ist häufig das dafür erforderliche Formular für die Gewerbeanmeldung hinterlegt. Sobald die Kommune Ihre Daten hat, gibt sie sie ans Finanzamt weiter. Meistens erhalten schon nach 3 Tagen eine Anmeldebestätigung.
  • Sie benötigen keine besonderen Genehmigungen, wenn Sie Ihren selbst produzierten Strom verkaufen wollen. Stadt oder Gemeinde dürfen dieses Vorhaben nicht ablehnen. Auch müssen Sie höchstwahrscheinlich kein Handelsgewerbe anmelden, was bei größeren Photovolatikanlagen wie Solarparks erforderlich ist.

Was unterscheidet ein Handelsgewerbe von einem einfachen Gewerbe?

Zum einen durch die vielen Vorschriften zur Buchführung und zur Bilanzerstellung, zum anderen muss so ein Unternehmen Gewerbesteuer zahlen, wenn der Gewinn mehr als 24.500 Euro im Jahr beträgt.

Infos zur Industrie- und Handelskammer

Haben Sie ein Gewerbe angemeldet, wird die IHK in Ihrer Region Sie anschreiben und als neues Mitglied begrüßen. Liegt der Gewinn aus Ihrem Stromgeschäft bei maximal 5.200 Euro im Jahr, ist die Mitgliedschaft in der IHK kostenlos.

Welche Unterlagen sind bei der Anmeldung wichtig?

Bevor Ihre PV-Anlage ans Netz geht, sind ein paar Schritte notwendig. Hier eine Übersicht:

  • Anmeldung beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur
  • Meldung beim Finanzamt
  • Gewerbeanmeldung
  • IHK-Mitgliedschaft

Anmeldung beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur

Da jeder Netzbetreiber unterschiedliche Unterlagen für die Anmeldung hat, empfiehlt es sich, dass Sie diese frühzeitig dort anfragen. So kommen Sie in keine zeitliche Bedrängnis. Denn laut Gesetz hat der Netzbetreiber einige Woche Zeit, Anträge zu bearbeiten.

Die PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur anzumelden funktioniert ganz einfach online auf der Internetseite.

Meldung beim Finanzamt

Sobald Sie wissen, wann ungefähr Ihre Anlage ans Netz geht, sollten Sie sich beim Finanzamt melden. Im ersten Schritt füllen Sie den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ aus. Darin geben Sie auch Ihre Entscheidung zur Umsatzsteuerpflicht an. Wenn Ihnen die beim Kauf Ihrer PV-Anlage bezahlte Umsatzsteuer zurückerstattet werden soll, sind Sie umsatzsteuerpflichtig. Dies erklären Sie im o. g. Fragebogen durch den „Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung„.

Gewerbeanmeldung

Abhängig von Größe und Nutzung müssen Sie die Anlage beim Ordnungsamt als Gewerbe anmelden. Handelt es sich um eine kleine PV-Anlage für die private Nutzung, ist die Anmeldung als Gewerbe nicht nötig. Um ganz sicher zu gehen, nehmen Sie am besten Kontakt zur entsprechenden Behörde vor Ort auf und klären dies ab.

IHK-Mitgliedschaft

Betreiben Sie eine kleine Anlage bis zu 10 Kilowattstunden, sind Sie von der Gewerbesteuer befreit (§ 3 Nr. 32 GewStG). Dadurch entfällt auch die Pflichtmitgliedschaft bei der IHK (§ 2 Abs. 1 KHKG). Dennoch ist es möglich, dass die Finanzbehörde Sie auffordert, eine Gewerbesteuererklärung abzugeben, um zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung tatsächlich erfüllt werden. Ist dies der Fall, informiert das Finanzamt die IHK, dass Sie steuerbefreit sind und die IHK-Mitgliedschaft endet automatisch. Zudem werden die Daten der Bundesnetzagentur mit den Zentraleinrichtungen der IHK aus dem Markt-Stammdatenregister abgeglichen. So wird festgestellt, ob die Steuerbefreiung durch die Größe der Photovoltaik-Anlage gerechtfertigt ist.

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133 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Anne Ruetten
    15. Oktober 2022 20:08

    Danke für diesen interessanten Beitrag. Unsere PV Anlage hat ca 7 KwP. Und eine Batterie. Wir wollen keine Kleinunternehmer werden. Unser Netzbetreiber zahlt uns jeden Monat einen geringen Betrag mit MwSt. für den eingespeisten überschüssigen Strom. Wenn ich richtig verstehe müssen wir beim FA nichts anmelden. Ich habe das FA gebeten uns keine Steuern auf unsere geringen Stromeinspeisungs-Einnahmen zu erheben. ( die Liebhaber Regelung). Ist das alles so richtig? Will nichts falsch machen. Danke für Ihren Rat

    Antworten
  • Einkommensteuer und Umsatzsteuerpflicht sind also vollkommen unterschiedliche Baustellen? Die Umsatzsteuerpflicht besteht unabhängig von einer gesondert zu betrachtenden Einkommensteuerpflicht? Ich kann zur Umsatzsteuer optieren (Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung) und trotzdem keine Gewinnerzielungsabsicht haben, d.h. ich kümmere mich ausschließlich um den Vorsteuerabzug bei Anschaffung der Anlage und führe USt. an das Fiat ab bei der vergüteten Einspeisung und beim eigenverbrauchten Strom. Nach 5 Jahren wechsele ich zur Kleinunternehmerregelung und bin raus aus der USt.-Pflicht und ESt.
    Beispiel: 8,4 kW-Anlage mit Stromspeicher kostet netto 26.000 zzgl. 4.940 USt. 65% Eigenverbrauch (5.395kWh), 35% Einspeisung (2905 kWh).
    Betriebseinnahmen:
    (1) Einspeisung zu 8,2 Ct/kWh = EUR 238 zzgl. 19% USt. Euro 45. = Euro 283
    (2) Eigenverbrauch Teilwert zu 20 Ct/kWh = EUR 1.079 zzgl. 19% USt. Euro 205 = Euro 1.284
    Summe Betriebseinnahmen: Euro 1.567
    Betriebsausgaben:
    (1) AfA 20 Jahre (AHK: Euro 26.000 / 20 Jahre) = Euro 1.300
    (2) Betriebskosten für Wartung, Service, Versicherung (geschätzt): ca. Euro 500
    Steuerlicher Gewinn: Euro -233 p.a.
    Im Ergebnis keine Gewinnerzielung, d.h. keine Veranlagung zu ESt. Ist das korrekt?
    Gleichzeitig Option zur Umsatzsteuer: VSt. beim Kauf der Anlage Euro 4.940 wird direkt vom Fiamt erstattet. Für die ersten 5 Jahre wird die USt. aus der Einspeisevergütung (5* Euro 45 = Euro 225) und dem Eigenverbrauch (5 * Euro 205 = 1.025) ans Fiat abgeführt. Insgesamt Euro 1.250 USt. ans Fiamt zu zahlen. Dagegen steht ein VSt.-Abzug beim Kauf der Anlage iHv Euro 4.940.
    Stimmt das so ganz grob?

    Antworten
  • Jens Böschen
    5. September 2022 17:44

    Guten Tag!
    Tolle Infos zu diesem teilweise komplexen Thema – vielen Dank schon mal dafür!
    Kurz 2 Fragen-Schwerpunkte:
    1. Muss eine privat genutzte PV-Anlage unter 10KWp (mit Überschuß-Einspeisung) möglichst auf beide Ehepartner gekauft und bei allen Ämtern (Bundesnetzaget, Finanzamt, ggf. Gerbeamt) angemeldet werden?
    Müssen dann alle Anträge, Anlagen-Kauf-Rechnung zwingend auf beide Namen ausgestellt sein?
    2. Wenn ich alles richtig verstanden habe, muss man bei einer kleiner 10KWp-Anlage kein Gewerbe anmelden. Hat es einen Nachteil oder vielleicht sogar Voteile, wenn man trotzdem ein Gewerbe anmeldet?
    Und: Bekommt man bei Nichtanmeldung zum Gewerbe trotzdem die Mwst. wieder?

    Danke vorab für ihre Mühen
    J.Böschen

    Antworten
    • Guten Tag Herr Böschen,
      vielen Dank für Ihr Lob. Zu Ihren Fragen:
      1.) Wir empfehlen, dass der Betreiber auch der Nutzer ist (der auf der Stromrechnung steht). Das hat mit dem Eigentümer nichts zu tun, das ist nur relevant für die Steuer oder für Erbfragen. Wenn es eine Gütergemeinschaft oder Zugewinngemeinschaft gibt, ist es auch egal, wer der Eigentümer ist.
      2.) Gewerbe ist nicht nötig und empfehlen wir nicht, macht nur Arbeit und bringt keine Vorteile. Man wird beim Finanzamt trotzdem so betrachtet und bekommt die MwSt. auch ohne Gewerbeschein zurück.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Marcus Kaiser
    15. August 2022 22:42

    Sehr geehrter Herr Kempfle, sehr geehrte Frau Kornegger,
    vielen Dank auch von meiner Seite für den gelungenen Ratgeber!
    Eine Sache erscheint mir widersprüchlich und wurde auch glaube ich bereits gefragt, aber leider noch nicht beantwortet. Es geht um die Bewertung des Eigenverbrauchs. Hierzu finden sich die beiden folgenden Aussagen:
    1) „Wie bestimmen Sie den zu versteuernden Gewinn Ihrer Photovoltaikanlage?
    Es gibt bei der Photovoltaik zwei Werte, durch die Sie Einnahmen, die sogenannten Betriebseinnahmen, generieren.
    – Der vergütete Solarstrom
    – Der selbst erzeugte Strom, den Sie verbrauchen. Dieser Wert wird vom Finanzamt momentan mit 20 Cent pro Kilowattstunde angesetzt.“
    2) „Photovoltaikanlage: Eigenverbrauch
    […]

    – Brutto-Preis Strombezug: 840 Euro/Jahr : 2.800 kWh = 30 Cent/kWh
    – Netto-Preis vom Strombezug: 30 Cent/kWh : 1,19 = 25,21 Cent/kWh
    – Wert des selbst verbrauchten Stroms: 1.500 kWh x 25,21 Cent/kWh = 378,15 Euro
    – Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch: 378,15 Euro x 0,19 = 71,85 Euro“
    Einmal wird der Eigenverbrauch also mit der Pauschale des Finanzamtes, einmal mit dem Bezugspreis des Energieversorgers bewertet.
    Welche Größe sollte man nun tatsächlich zugrunde legen?

    Herzlichen Dank im Voraus!

    Antworten
    • Guten Tag und herzlichen Dank für Ihr Lob. Sie haben Recht, hier wird mit zwei unterschiedlichen Größen gerechnet. Allerdings: die Pauschale mit 20 Cent netto gilt bis auf weiteres noch. Die andere Berechnung ist die gesetzliche Berechnung. Beide sind deshalb richtig. Momentan wird es nicht beanstandet, wenn die pauschale Methode genommen wird. Beide Regelungen gelten für die Umsatzsteuer. Bei der Einkommensteuer wird mit Herstellungskosten der kWh des Stroms gerechnet.
      Wir hoffen, dass wir Ihnen die Sachlage hinreichend näher bringen konnten.
      Sonnige Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Guten Tag,
    ich habe gelesen, dass das Finanzamt für den Eigenverbrauch eine Pauschale von 0,20€ akzeptiert. Wäre es sinnvoller die Pauschale zu verwenden, da es günstiger ist?

    Antworten
  • Stephan Deiner
    24. Juli 2022 13:45

    Sehr geehrtes Kempfle-Team,
    vielen Dank für Ihren tollen Ratgeber – ich bin um einiges schlauer, dennoch habe ich noch Fragen.
    Wir nutzen unsere 9,7 KwP-Anlage mit 10 Kw Senec-Speicher privat, habe die Regelbesteuerung gewählt.
    1. Wenn man die Sonderabschreibung von 20% nutzt, wie wirkt sich das dann auf Dauer und Höhe der AfA aus?
    2. Wenn man die IAB-Regelung im Jahr vor der Anschaffung mit 40% in Anspruch nimmt, wir wirkt sich das dann auf Dauer und Höhe der AfA aus?
    3. Sind die Cloud-Gebühren (plus Family Tarif) als Betriebsausgabe absetzbar?
    Vielen Dank und beste Grüße
    S.D.

    Antworten
    • Guten Tag,
      vielen Dank für Ihr Lob. Zu Ihren Fragen können wir folgendes sagen:
      Die 100% Abschreibung kann nur 1 x gemacht werden. Wenn Sie am Anfang 40% Sonderabschreibungen machen, verteilen sich die verbleibenden 60% auf die restlichen Jahre. Die Cloudgebühren sind keine Betriebsausgaben, sondern steuerlich gesehen, Zukaufen von Strom zu einem günstigen Tarif.
      Sonnige Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Alexander Brittinger
    4. Juli 2022 03:49

    Guten Tag. Danke für die vielen vielen Informationen!
    Ich betreibe in Kürze eine PV-Anlage mit 17 kWp und Speichern. Nicht selbst verbrauchten Strom trete ich in einem Cloudtarif ab und erhalte eine (geringere) Freistrommenge zurück.
    Frage: wie bestimmt sich mein voraussichtlicher Umsatz (für den Finanzamtsfragebogen)? Prognostizierter Eigenverbrauch plus prognostizierte Freistrommenge (= Abtretungsgegenleistung/Quasi- Einspeisevergütung)? Oder prognostizierte Jahresproduktion insgesamt?
    Und Frage 2: gebe ich in Umsatzsteuervoranmeldungen nur tatsächliche Geldflüsse als Umsatz an oder leiste ich Vorauszahlungen auf die prognostizierten Jahreswerte?
    Vielen herzlichen Dank.

    Antworten
  • Guten Tag,

    vielen dank für Ihren ausführlichen Artikel. Ich hätte noch eine frage zu diesem Thema und hoffe, Sie können mir weiter helfen.
    Ist man, bei einem Eigenverbrauch <90% also keine Regelbesteuerung möglich, trotzdem Vorsteuerabzugsfähig? Geplant ist, dass der erzeugte Strom zu 100% selbst verbraucht wird.

    Mit freundlichem Gruß

    Sebastian

    Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle,

    vielen Dank für die wirklich sehr verständlichen Erklärungen.
    Wir möchten evtl. eine Anlage kleiner 10 kWh mit 10 kWh Speicher installieren.

    Die Umsatzsteuer möchten wir abführen (wegen Rückholung der MwSt für Kaufpreis)
    Gleichzeitig von der Einkommenssteuer befreien lassen.

    Wenn ich richtig verstanden habe, darf ich jedoch höchstens 90 % des Stroms von der Solaranlage selber verbrauchen.
    Dies ist aber bei Installation der Anlage noch nicht so richtig absehbar.

    Wenn der Selbstverbrauch höher als 90 % liegt – kann ich dann freiwillig die 10 % des gesamten produzierten Stromes
    in der Umsatzsteuer versteuern?

    Vielen Dank

    Antworten
    • Guten Tag und danke für das Lob! Ihre Frage können wir Ihnen leider nicht beantworten, das wissen wir nicht. Aber: es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie mehr als 90% selbst verbrauchen. Mit Speicher sind 66% vom Hausverbrauch schon sehr gut ☀️
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Ralf Prescha
    7. Juni 2022 18:46

    Sehr geehrter Herr Kempfle,

    vielen Dank für die Zusammenfassung dieser wertvollen Hinweise.
    Ich werde dieses Jahr eine PV Anlage <10=kWp in Betrieb nehmen.
    Ich beabsichtige die Regelbesteuerung für die PV beim Finanzamt anzumelden, da es eine Anlage mit Speicher ist.
    Nun meine Frage aktuell habe ich nebenberuflich schon ein Kleinunternehmen (Dienstleistung als Freiberufler) bei dem ich keine Umsatzsteuer zahle.
    Wenn ich jetzt die PV Anlage Umsatzsteuerpflichtig betreiben will, muss ich dann auch bei meinem bestehenden Kleinunternehmen die Umsatzsteuer abführen oder ist das davon unabhängig?

    Viele Grüße
    Ralf Prescha

    Antworten
    • Guten Tag,
      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Zu Ihrer Frage: Umsatzsteuer und Einkommensteuer sind zwei verschiedene Dinge. Wenn Sie die Umsatzsteuer ziehen, müssen Sie die Mehrwertsteuer auch 5 Jahre lang abführen (im Elster Programm des FA). Das hat mit der Einkommensteuer nichts zu tun, die MwSt. ist keine Einnahme, weil sie die nicht behalten dürfen.
      Sonnige Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Hallo Herr Kempfle, auf einer anderen Seite habe ich gelesen, dass man die Versteuerung des Eigenverbrauchs über die Anzahl der verbrauchten kWh multipliziert mit der Einspeisevergütung (z.B. 7 cent) berechnen kann. Das wäre in meinen Augen auch logisch, denn diese 7 cent verliert man indem man selbst verbraucht und nicht einspeist.

    Antworten
    • Guten Tag Herr Wegele,
      ganz kurz und knapp:
      Frage 1: Es ist netto
      Frage 2: Nein, die MwSt. dürfen Sie ja nicht behalten, sondern müssen sie abführen.
      Sonnige Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Hildegard
    20. Mai 2022 15:21

    Sehr geehrter Herr Kempfle und Team,
    vielen Dank für Ihre aufschlussreiche Veröffentlichung.

    Eines ist mir noch nicht ganz klar:

    Anschaffung einer PV-Anlage Anfang 2021 mit 9,2kWp.
    Vereinfachungsregelung wird beantragt.
    D.h. in der Einkommensteuer-Erklärung 2021 werden die Einnahmen nicht berücksichtigt.
    Aber ich kann die Mehrwertsteuer aus der Anschaffung der PV-Anlage bei der Umsatzsteuer-Erklärung 2021 angeben und erhalte diese vom Finanzamt zurück?
    Muß aber auch die Mehrwertsteuer aus den Einnahmen der Einspeisung bei der Umsatzsteuer-Erklärung angeben.
    Vielen Dank!

    Antworten
  • Hans Wegele
    5. Mai 2022 20:48

    Sehr geehrtes Kempfle-Team,
    Ich habe im Jahr 2021 eines 29,9 KWp-PV-Anlage installieren lassen, habe einen Eigenverbrauch von <90% und verzichte auf die Kleinunternehmerregelung.
    Zu Ihren steuerlichen Ausführungen hätte ich noch zwei Fragen:

    1. Sind im Pauschalbetrag von 20 ct/KW bei der Ermittlung des Selbstverbrauches die 19% Umsatzsteuer bereits enthalten und

    2. Ist die Umsatzsteuer von 19% auf den Selbstverbrauch in der Einahmen-Überschuß-Rechnung als Betriebseinnahme anzugeben?

    MfG Wegele

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Kock,
      danke für das Lob! Bzgl. Ihrer Frage: Wenn Sie in die Kleinunternehmerregelung wechseln, müssen sie dem EVU Bescheid geben, sie bekommen dann die MwSt. nicht mehr ausbezahlt. Schade, aber wahr …
      Sonnige Grüße
      Ihr Team Kempfle ☀️

      Antworten
  • Peter Jorzick
    2. Mai 2022 12:11

    Guten Morgen liebes Kempfle-Team,
    vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Bei mir stellt sich auch die Frage Regelbesteuerung oder Kleinunternehmerregelung.
    Bei mir wird diese Woche eine Anlage (11,84 kw) mit Speicher 10 kw installiert.
    Allerdings miete ich die Anlage.
    Welche Regelung ist bei einer Mietanlage sinnvoller.
    Vielen Dank und mit freundlichem Gruß Peter Jorzick

    Antworten
  • Horst Kock
    1. Mai 2022 10:37

    Sehr geehrtes Kempfle-Team,
    eine sehr informative Seite. Meine Frage wurde offenbar noch nicht gestellt.
    Anfang 2021 hatte ich gelesen, dass man sich als Betreiber einer kleinen PV-Anlage (hier 5,7 kWp) auch nachträglich von der Einkommenssteuer befreien lassen könnte. Habe ich beim Finanzamt getan und die PV-Anlage in der Einkommenssteuerklärung für 2021nicht mehr erwähnt. Ist inzwischen erledigt.
    Die Umsatzsteuererklärung muss ich für dieses Jahr noch machen. Dann ist die Anlage 5 Jahre alt und ich kann ich auch davon befreien lassen.
    Unser EVU, an das ich meinen überschüssigen Strom verkaufe, bezahlt mir den Strom einschließlich Mehrwertsteuer.
    Was passiert dann mit der Mehrwertsteuer? Darf ich die dann behalten?
    Freundliche Grüße
    Horst Kock

    Antworten
    • Guten Tag und herzlichen Dank für das dicke Lob. Was Ihre ausführlichen Fragen allerdings betrifft, müssen wir leider passen … Sie brauchen jemanden, der das „Sonnen-Modell“ steuerlich klären ließ. Wir haben das für die Senec Cloud gemacht. Hier gilt, alles was das Haus verlässt zählt nicht zum Eigenverbrauch. Ansonsten ist eine Einnahme eine Einnahme, z.B. Vergütung und eine Ausgabe für Strom ist ein Tarif (hier Cloud), der nicht der PV zugeordnet ist.
      Tut uns leid, dass wir Ihnen hier nicht helfen können.
      Ihr Team von Energie Service Schwaben

      Antworten
      • Guten Tag Herr Jorzick,
        tut uns leid aber in diese Richtung dürfen wir leider nicht beraten. Hier müssten Sie sich an einen Steuerberater wenden.
        Vielen Dank für Ihr Verständnis.
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Roland Hambach
    28. April 2022 10:20

    Sehr geehrter Herr Kempfle,
    das ist aus meiner Sicht wirklich ein toller Service mit sehr guten Informationen. Herzlichen Dank dafür.
    Trotzdem ergibt sich für mich eine Frage, die ich bisher noch nicht beantworten kann.
    Ich betreibe seit November 2021 (Zählereinbau erst im Januar 2022) eine 8,1 kWp Anlage mit 11kWh Speicher. Die Einspeisevergütung habe ich an an die Firma sonnen abgetreten und beziehe von dort auch meine Reststrommenge. Von der Firma Sonnen erhalte ich ein Entgelt von mindestens 100€/a netto für eine Netzstabilisierung.
    Bezüglich der Umsatzsteuer habe ich es bisher so verstanden:
    1. Den Eigenverbrauch des mit der PV-Anlage produzierten Stroms bewerte ich bei der Umsatzsteuervoranmeldung und bei der Umsatzsteuererklärung mit der Höhe der Umsatzsteuer, die auf den Preis der durch sonnen gelieferten Reststrommenge gezahlt würde .
    2. Die Einspeisevergütung habe ich an sonnen abgetreten, daher bewerte ich diese weder bei der Umsatzsteuervoranmeldung noch bei der Umsatzsteuererklärung.
    3. Den Anteil der Umsatzsteuer, den ich mit der Zahlung der der Vergütung für die Netzstabilisierung erhalte, werde ich dann bei der Umsatzsteuererklärung entsprechend als Einnahme angeben.
    Habe ich das so richtig verstanden oder habe ich dabei einen Denkfehler?
    Herzlichen Dank für Ihre Mühe vorab.
    Viele Grüße aus dem Rheinland

    Antworten
  • Guten Tag,

    vielen Dank für ausführliche Darstellung der steuerlichen Handhabung einer Photovoltaikanlage.
    Bezüglich Ihrer Aussage, dass die Vorsteuer-Erstattung einkommensteuerlich keine Einnahmen darstellen, bin ich anderer Meinung. Die Vorsteuererstattung stellt in der G+V eine Einnahme dar und daher sollte gerade beim Jahreswechsel darauf geachtet werden, dass es nicht zu einer ungünstigen Konstellation bzgl. AfA und Kosten (zeitanteilig) und (Vorsteuer-) Einnahmen kommt. So müsste m.Ea. auch die Vorsteuererstattung bis zum 10.01 des Folgejahres als Einnahme im alten Jahr versteuert werden.
    Wäre schön, wenn ich falsch läge.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörg Koch

    Antworten
    • Guten Tag,

      nach Rücksprache mit unserem Steuerberater können wir Ihnen folgende Antwort geben:
      Wenn eine reine Einnahmen Überschuss Rechnung erstellt wird wie bei den meisten Anlagen gilt das Zu- und Abflussprinzip. Damit stellt die Rückvergütung der Vorsteuer bei Zufluss eine einkommensteuerliche Einnahme dar und bei Bezahlung der Rechnungen, einen Abfluss und damit eine einkommensteuerliche Ausgabe dar. Wenn die Anlage nun aber eine Anlage unter 10 kWp ist und der Antrag auf Liebhaberei gestellt wird, ist der ganze Vorgang nicht in der Einkommensteuer als Einnahme und Ausgabe zu erfassen. Meist wird es aber der Fall sein, dass die Vorsteuerausgabe und die Vorsteuer-Rückvergütung-Einnahme im gleichen Jahr anfallen und sich dann aufheben.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Liebes Kempfle-Team,
    vielen Dank für die Unterstützung bei dem schwierigen Thema Steuern!!
    Ich habe folgende Fragen zum Thema Umsatzsteuer:
    1) Wie Berechnet man den Wertes des Eigenverbrauchs?
    Es gibt in der Dokumentation ein Beispiel, wonach man den Strompreis aus der Stromrechnung des Energieversorgers nehmen soll (im Beispiel netto 25,21 Cent/kWh).
    Hier im Forum gibt es jedoch folgende Einträge:
    – „Bei Eigenstrom bezahlt man auf den selbst verbrauchten Strom für etwa 20 Cent die Umsatzsteuer. Würde man Strom kaufen, würde man auf 25-28 Cent Umsatzsteuer zahlen.“
    – „Den umsatzsteuerlichen Eigenverbrauch kann man nicht auf die Herstellungskosten umstellen. Hier gelten weiterhin die 20 Cent.“

    2) Wie erfolgt die Berechnung beim Cloudstrom – analog zur Einkommenssteuer auf der Basis der Herstellungskosten? Im Hinblick auf die AfA kann das teuer werden.
    Hier im Forum gibt es folgenden Eintrag: „Nur der Eigenverbrauch, der von einer Cloud zurückgeliefert wird, kann mit den Herstellungskosten bewertet werden.“

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Dirk

    Antworten
  • Robbin Geiger
    30. März 2022 11:31

    Hallo Team Ess Kempfle,

    vielen Dank für die ausführlichen und hilfreichen Informationen in ihrem Ratgeber, nun zu meiner Frage.

    Habe meine PV Anlage am 01.09.2021 in Betrieb genommen und ohne mich groß mit dem Thema Steuern zu befassen für die Kleinunternehmerreglung entschieden. Mittlerweile habe ich festgestellt das es sich für mich lohnen würde die Umsatzsteuer der Anschaffung der Anlage vom Finanzamt wieder zu holen und in die Regelbesteuerung für 6 Jahre zu gehen. Ist dies noch möglich?

    Danke und liebe Grüße

    Robbin Geiger

    Antworten
  • Mark Jüttig
    17. März 2022 16:06

    Guten Tag,
    erst einmal vielen Dank für Erklärungen der steuerlichen Komponenten bei einer PV-Anlage.
    Mir ist der Sachverhalt mit der AfA (Abschreibung) noch nicht ganz klar.
    Ich werde wohl die 5-jährige Regelbesteuerung anwenden, da ca. 3800€ MwSt. beim Kauf anfallen.
    (Anlagengröße und Verbrauch: 9,8kWp PV-Anlage mit Speicher. Der Eigenverbrauch liegt bei etwa 6200kWh / Jahr; Einspeisung in öffentliche Netz habe ich mal mit 1000kWh gerechnet.)
    Meine Betriebseinnahmen sind ja der verkaufte und selbst genutzte Strom. Davon kann ich z.B. eine Versicherung für die Anlage abziehen und auch 5% vom Kaufpreis (1000€) für die AfA.
    Das wäre dann mein zu versteuerndes Einkommen aus der PV-Anlage?!
    Was passiert dann, wenn ich nach 5 Jahren in die Kleinunternehmerregelung wechsel?
    Die AfA laufen doch 20 Jahre; oder ist das egal, da die Abschreibungen dann auch einfach nach 5 Jahren enden und eben nur 25% Abschreibung bis dahin genutzt werden?
    Oder ist die AfA nur für Gewerbetreibende, welche die PV-Anlage über die Laufzeit nie als Privatperson (Kleinunternehmer) betreiben?
    Gruß M. Jüttig

    Antworten
    • Guten Tag,
      ebenfalls vielen Dank, dass Sie unseren Ratgeber verfolgen. Zu Ihrer Frage:
      Für „Sonnen“ sind wir nicht der Spezialist. Aber grundsätzlich gilt:
      Eigenverbrauch ist nur der Strom, der das Haus nicht verlässt. Dafür müsste es mit den 20 Cent geregelt werden. Der Rest gilt als Zukauf, dafür ist die Flat. (Stromtarif). Mit Ihrem Zähleraufbau sollten Sie sehen können, was wirklich direkt verbraucht wurde und was ins Netz ging und wieder bezogen wurde.
      Hoffentlich konnten wir Ihnen weiterhelfen.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Vielen Dank für die nützlichen Infos. Eine kleine Frage hätte ich noch. Ich habe gelesen für die Jahre 2021 bis 2026 gäbe es eine Ausnahme für die Vorsteueranmeldung. Sie würde nämlich entfallen, nur die jähliche Umsatzsteuer- Erklärung wäre nötig. Ist das richtig?

    Antworten
  • Hallo,
    ich habe eine PV Anlage weitestgehend in Eigenleistung installiert. Eigentlich sollte die Anlage auch einen Speicher bekommen. Allerdings gibt es hier derzeit Lieferprobleme am Markt, wie in vielen Teilen des Marktes ja auch. Gibt es eine offizielle Frist bis wann ich den Speicher kaufen muss, damit er als „gemeinsam“ mit der PV Anlage gekauft gilt? Damit ich also auch die Umsatzsteuer erstattet bekomme.
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

    Antworten
    • Hallo Herr Schuchert,
      herzlichen Dank für das dicke Lob 🙂 Das freut uns sehr. Ihre Frage können wir kurz und knapp beantworten: Ja, das haben Sie alles richtig verstanden und richtig dargestellt 🙂
      Viele Grüße
      Ihr Team von Energie Service Schwaben

      Antworten
      • Guten Tag Herr Brugger,
        vielen Dank für Ihre Fragen. Wir können nur teilweise weiterhelfen:
        1) Die Umsatzsteuer ist kein Einkommen, sondern eine Rückzahlung und nicht steuerwirksam.
        2) Diese Frage können wir Ihnen leider nicht beantworten, da es ganz auf Ihre persönliche Steuersituation ankommt. Hier empfiehlt es sich, einen Steuerberater hinzu zu ziehen.
        3) Bitte zuerst nach der Ertragsberechnung des Anbieters einplanen, später wird ja gemessen.

        Hoffentlich konnten wir zumindest ein wenig Licht in Ihr Dunkel bringen 🙂
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
        • Guten Tag und vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Grundsätzlich: Steuer zahlt man in Deutschland nur auf den Verdienst 😉 Die Ersparnis ist bei Weitem mehr. Ja, mehr Eigenverbrauch mehr Vorteil, mehr Gewinn, mehr Steuer … also alles bestens 😉
          Sonnige Grüße
          Ihr Team von Energie Service Schwaben

          Antworten
  • Manfred Scheld
    2. März 2022 13:33

    Hallo Team ESS Kempfle,
    vielen Dank für die umfangreichen und guten Informationen.
    Eine Frage habe ich dennoch: Seit Januar 2020 habe ich die 8000 KWh/a Flatrate von Sonnen. Verbraucht habe ich in 2020 und 2021 weniger, also keine Energie „eingekauft und bezahlt“. Nur 360 EUR Mitgliedsbeitrag/a für die Sonnen Community.
    Ich gehe davon aus, dass ich trotzdem die 20 Ct/kWh für die Besteuerung des Eigenverbrauchs ansetzen muss, 0 Ct für die aus dem Netz bezogenen Energie wird das Finanzamt leider nicht anerkennen.
    Richtig?
    Danke und beste Grüße
    Manfred Scheld

    Antworten
    • Guten Tag und vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Ihre Fragen sind für uns leider zu speziell. Wir haben das so noch nie erlebt und würden Sie bitten, einen Steuerberater aufzusuchen. Wir wollen ja beide, dass Sie hier die passenden Infos bekommen.
      Vielen Dank für Ihr Verständnis!
      Ihr Team von Energie Service Schwaben

      Antworten
      • Vielen Dank erstmal für das dicke Lob. Das hören wir gerne 🙂
        Zu Ihrer Frage:
        Ja, das müsste er normalerweise. Vielleicht wäre es gut, einfach nochmals beim Cloud-Vertragsgeber Bescheid zu geben. Ansonsten wird es am Jahresende verrechnet.
        Sonnige Grüße
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Michael Schuchert
    1. März 2022 19:53

    Zunächst ein großes Lob für diese Seite! Damit sind mir (hoffentlich) einige Sachen klarer geworden. Ich werde im Mai diesen Jahres eine PV-Anlage mit 6,55 KWp zusammen mit einem Speicher von 5,1 KWh installiert bekommen. Der Speicher wird AC-seitig (also nach dem Wechselrichter) angeschlossen.
    Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, kann ich mir die Umsatzsteuer für PV-Anlage und Speicher erstatten lassen (bei Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung). Dazu werde ich dann bis zum Ende des Jahres 2027 Umsatzsteuer bezahlen müssen-
    Wegen des AC-seitigen Anschluß des Speichers kann ich bei der Einkommensteuer keine Abschreibung für den Speicher ansetzen, da kein selbstständiges Wirtschaftsgut, sondern nur für die PV-Anlage ohne Speicher.
    Trotzdem kann ich auf Grund der Dimension der PV-Anlage von der Einkommensteurpflicht befreien lassen.
    Habe ich das alles so richtig verstanden und dargestellt?

    Vielen Dank
    M. Schuchert

    Antworten
  • Norbert Brugger
    20. Februar 2022 18:05

    Guten Abend,
    Vielen Dank für die ausführlichen und hilfreichen Informationen. Dennoch habe ich drei Fragen:
    1) Ich habe eine Anlage mit ca. 9 kWp und Batterie Ende letzten Jahres (2021) in Betrieb genommen. Ich habe ein Kleingewerbe angemeldet und bekomme die Umsatzsteuer erst dieses Jahr zurück. Ich muss nun vermutlich die Umsatzsteuer im nächsten Jahr (2022) als Einkommen deklarieren und entsprechend Steuern bezahlen. Gibt es einen anderen Weg?
    2) Ist es nicht sinnvoll die Anlage degressiv abzuschreiben + Sonderabschreibung wenn nach 5 bzw. 6 Jahren ins Kleinunternehmertum gewechselt wird. Ist das auch zulässig?
    3) Gibt es bei der steuerlichen Erfassung beim Finanzamt hinsichtlich der prozentualen Stromverteilung (Netzeinspeisung/Selbstverbrauch) etwas zu beachten?
    Vielen Dank
    N.Brugger

    Antworten
  • Georg Meukow
    20. Februar 2022 16:45

    Guten Tag Herr Kempfle und guten Tag dem Team von Energie Service Schwaben,

    ich habe gerade Ihren interessanten Artikel über die PV- Besteuerung gelesen und es hat mich nicht mehr losgelassen, also habe ich mir anschließend auch alle Kommentare angesehen. Viele Unklarheiten wurden so beseitigt, aber zwei Fragen hätte ich dennoch:
    1.) Ich habe im April 2009 eine 5 kWp PV-Anlage auf dem Wohnhausdach installiert. Da ich die Regelbesteuerung nutzte erhielt ich damals die Umsatzsteuer zurück. Im vergangenen Jahr (2021) habe ich mir einen neuen Wechselrichter und einen 5kW Batteriespeicher einbauen lassen. Das FA hat mir zuvor bestätigt, dass für PV-Anlagen, die vor dem 01.04.2012 in Betrieb genommen wurden ein Vorsteuerabzug auch für nachträglich eingebaute Batteriespeicher auf Antrag hin erfolgt. Das habe ich auch in Höhe von 1.200 € beantragt- und hoffe auf baldige Auszahlung. Würde ich ab 2023 die Kleinunternehmerregelung beantragen. müsste ich dann einen Teil der nun zu erwartenden Umsatzsteuererstattung zurückzahlen, weil wie bei der Neuanschaffung der PV-Anlage ein Berichtigungszeitraum gilt ?
    2.) Inzwischen habe ich eine Freistellung von der Ertragsbesteuerung wegen fehlender Gewinnerzielungsabsicht beim FA beantragt und bewilligt bekommen. Würde ich ab dem nächsten Jahr zur Kleinunternehmerregelung wechseln, brauchte ich bezüglich der PV-Anlage, dem FA keine Erklärungen mehr abzugeben. Aber wie verhält es sich mit dem selbstverbrauchten Stom, muss ich dafür noch Steuern zahlen, obwohl ich im System nicht mehr gelistet bin ?

    Für die Beantwortung meiner Fragen wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Freundliche Grüße
    Georg Meukow

    Antworten
    • Rolf Hege - Seebeck
      23. Februar 2022 11:41

      Hallo , Frage , was ist steuerlich sinnvoller PV 9,9 KwP oder 10,7KwP auf Dach mit Speicher
      bei bestehendem Gewerbebetrieb mit gewerblichem Strombedarf 4000 Kw + privat 1500 Kw
      pro Jahr . Jahresumsatz ca. 35000,- / Jahr netto plus Mietertrag 12000,- / Jahr netto , 1 – Mann
      Betrieb. Gewinn Gewerbe ca. 18000,- / Jahr , Steuerberatung geg.Honorar delegiert.
      Branche Keramik mit E-Ofen , Alter 60 , noch ca. 20 Jahre Lebensarbeitszeit . Danke , RHS.

      Antworten
  • Erstmal ein großes Lob an die Betreuung dieser Plattform – wirklich EXTRAKLASSE!

    Ich bezeichne mich mit einer 13,6 kWp-PV-Anlage, 7,5 – Speicher und Cloud-Vertrag als informierter Neuling. (Die Anlage ist nun seit 4 Monaten in Betrieb).
    Ich habe einen Einspeisevertrag mit dem regionalen Energieversorger, der uns nach wie vor die Abschläge für die Einspeisung des erzeugten PV-Stroms vergütet, obwohl seit endgültiger Inbetriebnahme der PV-Anlage mit der Abtretungserklärung die Einspeisevergütung an den Drittanbieter (Cloud-Vertragsgeber) abgetreten wurde. Ist das korrekt oder müsste der regionale Energieversorger die Einspeisevergütung nicht an den Drittanbieter (Cloud-Vetragsgeber) direkt abführen?
    Für eine Antwort Ihrerseits bedanke ich mich im Voraus.

    Antworten
    • Guten Tag,
      vielen Dank für das dicke Lob. Zu Ihren Fragen: alle drei Aussagen sind korrekt! Zusatz zu 3): durch die geringe Größe der Anlage sollte das keine Probleme machen.
      Ihr Team von ESS Kempfle 🙂

      Antworten
  • Gibert Rehrl
    13. Februar 2022 10:32

    Liebes Kempfle Team,
    Ich habe mir Ihren gesamten Artikel und alle „Leserbriefe“ samt Antworten durchgelesen, leider bin ich nun mehr verwirrt als zuvor, liegt aber an den vielen tollen Informationen!
    Meine Frage: meine Frau und ich betreibe seit kurzem eine 20kW Anlage auf unserem Dach, unser Ziel ist es durch Wärmepumpe, und E-Auto möglichst viel Energie selbst zu verbrauchen, und ca. 25 % einzuspeisen. ABER…- falls ich versteuern muss – je höher mein Eigenverbrauch – um so höher mein steuerlicher Gewinn (20ct vs 8,4 ct ) . Kann ich auch auf die Abschreibung verzichten und einfach nur den eingespeisten Strom versteuern? So wie ich es momentan verstehe, habe ich mit dem Umwelt-Gedanken mein gesamtes Dach mit PV zu bestücken mir zumindest steuertechnisch einen Bärendienst erwiesen.
    Viele Grüße Gilbert Rehrl

    Antworten
  • Andre Willamowski
    7. Februar 2022 20:47

    Sehr geehrtes ESS-Kempfle-Team,

    Ihre Ausführungen sind fantastisch und sehr nachvollziehbar. Dennoch hätte ich ein paar Detailfragen m.d. Bitte um kurze Rückmeldung.

    Wir werden kurzfristig eine PV-Anlage mit BatterieSpeicher (8kwp) installieren. Der Eigenverbrauch soll laut Hersteller bei ca. 70% liegen. Wir nutzen den Strom ausschließlich selber, bzw. Überschüsse in den Speicher, oder zum Netzbetreiber.

    Dazu habe ich folgende Fragen:

    1) Im Zuge der EKST müsste ich gemäß dem BMF-Schreiben vom 29.10.2021 die Anlage als „Liebhaberei“ einstufen können und wäre somit aus der EÜR und der AFA komplett raus…. Sehe ich das richtig?

    2) Zeitgleich planen wir, die Regelbesteuerung im Sinne der UST zu wählen. Demnach müssten wir die MWST (19%) vollständig im Jahr der Anschaffung (2022) erstattet bekommen?? Korrekt?

    3) Nachdem wir anschließend 5-6 Jahre die Umsatzsteuermeldungen abgegeben haben, würde ich gerne auf die Kleinunternehmerregelgung wechseln. Geht das? Sie schreiben, dass dies abhängig von den Betriebskosten für Anlage und Speicher ist…

    Ich freue mich sehr auf Ihre Antworten. DANKE!! 🙂

    Beste Grüße

    A.W.

    Antworten
    • Guten Tag, ja da können Sie so fortfahren wie bisher.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
      • Guten Tag,
        das freut uns sehr! Zu Ihrer Frage:
        Der Eigenverbrauch von über 90% ist unrealistisch, außer bei einer Kleinstanlage. Deshalb nicht relevant 🙂
        Viele Grüße
        Ihr Team von Energie Service Schwaben

        Antworten
        • Hallo,
          wir rechnen immer mit Nettopreisen. Es wird nur die Umsatzsteuer abgeführt, die man auch bekommen hat (Einspeisung). Eine Privatperson bekommt die Umsatzsteuer erst gar nicht. Bei der Einspeisung also immer vom Nettopreis ausgehen, die Einspeisevergütung ist auch netto. Bei Eigenstrom bezahlt man auf den selbst verbrauchten Strom für etwa 20 Cent die Umsatzsteuer. Würde man Strom kaufen, würde man auf 25-28 Cent Umsatzsteuer zahlen. Hier ist es auch nur ein Durchlaufposten. Der Staat sagt im Prinzip, egal woher der Strom kommt, die Umsatzsteuer will ich trotzdem.
          Viele Grüße
          Ihr Team von ESS Kempfle

          Antworten
          • Guten Tag,
            Es muss keine Rechnung gestellt werden, das geht automatisch. Es wird der Eigenverbrauch ermittelt durch das Ablesen des Zählers. Daraus ergibt sich die Mehrwertsteuer, die auf der normalen Abrechnung mit drauf ist.
            Viele Grüße
            Ihr Team von ESS Kempfle

  • W. Kaps-Kusche
    6. Februar 2022 10:04

    Guten Tag liebes Team,

    bin ehrlich froh diese Zusammenfassung gefunden zu haben. Vielen Dank!

    Wir werden dieses Jahr die Anlage anmelden. Dann möchte ich natürlich die Regelbesteuerung wählen und die Mwst zurückerhalten. Verstehe ich es richtig, dass wenn mehr als 90% des produzierten Stroms eigenverbraucht werden ich diese Erstattung zurückzahlen muss? Sonst wäre der Idealfall ja die Erstattung zu erhalten und durch eine Eigenverbrauch von mehr als 90% nicht umsatzsteuerpflichtig zu sein und sich so gleichzeitig die Bürokratie mit der Unsatzstevoranmeldung usw sparen.

    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Vielen Dank im Voraus.

    Antworten
  • Danke für die sehr sehr gute Zusammenfassung!!! Da ich schon Gewerbetreibender bin und Umsatzsteuer bezahle, werde ich bei der Anschaffung einer PV-Anlage wohl mein Leben lang viel viel Umsatzsteuer abführen müssen für den selbst erzeugten Strom. Im Grunde genommen rentiert sich die Anlage dann niemals. Warum macht der Staat das? Er müsste doch um jeden Bürger froh sein, der sich für PV entscheidet.

    Antworten
  • Holger Schulze
    4. Februar 2022 10:49

    Moin ,
    erstmal recht herzlichen Dank für die umfangreiche Aufarbeitung zum Thema PV Anlage und Steuern.
    Habe aber doch noch eine Frage bzgl. der Mwst des eingespeisten Stromes .
    Habe gelesen das man die Mwst . den Netzbetreiber in Rechnung stellen muss.
    Könnten Sie mir hierzu bitte mit einem Beispiel helfen.
    Recht vielen dank im Voraus.

    Mit besten Grüßen
    Holger Schulze

    Antworten
    • Guten Tag,
      ja, Sie können die Mehrwertsteuer vollständig zurückerstattet bekommen.
      Vielen Dank und viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
      • Sehr geehrte Frau Mohr,
        schön, dass unser Ratgeber Ihnen weiterhelfen konnte. So soll es ein 🙂 Zu Ihrer offenen Frage:
        uns ist nichts bekannt, dass ein PV Betreiber eine Rechnung an den Netzbetreiber stellen muss. Wenn, dann wäre das eine besondere Regelung bei diesem Versorger. Das EVU rechnet die MwSt. für Bezug, Einspeisung und Eigenverbrauch ab. Die Gewinnermittlung wird mit dem Finanzamt geregelt.
        Soweit unsere Kenntnisse.
        Sonnige Grüße ☀️
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
        • Guten Tag,
          lieben Dank für Ihre Kontaktaufnahme. Zu Ihrer Frage:
          Geht es Ihnen um die Mehrwertsteuer? -> Die müssen Sie nur abführen, wenn Sie auch die Umsatzsteuer zurück geholt haben.
          Geht es Ihnen um die Gewinnermittlung? -> Die brauchen Sie nicht, wenn Sie in der Kategorie Liebhaberei eingestuft sind.
          Sollten noch weitere Fragen offen sein, rufen Sie uns gerne an.
          Freundliche Grüße
          Ihr Team von ESS Kempfle

          Antworten
  • Guten Tag. Vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen. Zwei kurze Fragen: Wir bekommen in Kürze eine 7,5kWp Anlage plus Speicher auf unser Haus und haben eine vermietete Einliegerwohnung ohne getrennten Zähler. Wir werden vermutlich die USt Variante wählen. Haben Sie eine Empfehlung, wie die Umlage/Abrechnung des selbstgenutzten Stromes mit dem Mieter erfolgen kann? Gegenwärtig wird der eingekaufte Strom pro Kopf umgelegt. Lässt sich dieses Szenario mit der EkSt Klassifizierung als Liebhaberei vereinbaren? Herzlichen Dank.

    Antworten
  • Arne Leesen
    30. Januar 2022 17:23

    Hallo,
    eine Frage zur Umsatzsteuer, ich habe seit einigen Jahren ein PV Anlage auf dem Dacht, und hatte auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet, (also Umsatzsteuer auf die Anlage zurükgeholt,und 5 Jahre lang Monatlich Umsatzsteuerabgeführt.
    Jetzt bin ich wieder Kleinunternehmer, und mein Energieversorger hat die Vergütung um die Mehrwertsteuer gesenkt, mit der Begründung das ich diese ja nicht mehr abführe, das kommt mit komisch vor, da der Energieversorger die Umsatzsteuer ja vorher auch nur „durchgeleitet“ hat, ich verstehe, das er diese jetzt für „sich“ behält. da erja auf den Weiterverkauf auch die Umsatzsteuer von seinen Kunden erhebt.
    Wie sehen Sie das, ist das so richtig / üblich?
    Viele Grüsse Arne

    Antworten
  • Georg Schmid
    23. Januar 2022 10:15

    Liebes Kempfle-Team,
    eine Frage zur Eigenverbrauch-Variante nach Herstellungskosten.
    Wenn ich den Eigenverbrauch meiner geplanten PV-Anlage (unter 10 kw) nach der Herstellungsvariante berechne (z. B. 30 %), kann ich dann die gezahlte Mehrwertsteuer aus dem Kauf der PV-Anlage noch vollständig zurückerstattet bekommen oder nur anteilig.

    Antworten
    • Guten Morgen,
      ja, einkommenssteuerlich dürfen die Herstellungskosten pro kWh für die Ermittlung der Einnahmen zur Prognoserechnung für Nachweis der Liebhaberei (für die Einkommensteuer) angesetzt werden.
      Herzliche Grüße,
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
      • Sehr geehrte(r) Frau oder Herr Burkard,
        herzlichen Dank für das tolle Lob. Um gleich zur Beantwortung Ihrer Frage zu kommen:
        Den umsatzsteuerlichen Eigenverbrauch kann man nicht auf die Herstellungskosten umstellen. Hier gelten weiterhin die 20 Cent. Nur der Eigenverbrauch, der von einer Cloud zurück geliefert wird, kann mit den Herstellungskosten bewertet werden.
        Hoffentlich konnten wir Ihnen mit dieser Info weiterhelfen. Ansonsten melden Sie sich gerne auch nochmal telefonisch.
        Sonnige Grüße
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Ulrich Bokel
    14. Januar 2022 23:10

    Hallo liebes Kempfle Team, ich möchte mir eine Solarterrasse inkl. Speicher installieren lassen. Habe schon eine?Anlage auf dem Dach und habe ein Gewerbe angemeldet. Kann ich für die neue Anlage die Mehrwertsteuer wiederhole?

    Antworten
  • Sehr geehrtes Team von ESS Kempfle,
    auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön für die umfangreichen Informationen zum Thema Photovoltaik. Ich konnte mir damit viele Fragen selbst beantworten. Wir betreiben seit 01.07.2020 eine Photovoltaikanlage, haben die Kleinunternehmerregelung ausgeschlagen, sind damit umsatzsteuerpflichtig und konnten die Mehrwertsteuer der Anschaffungskosten zurückholen. Wir speisen Strom bei der TEN (Thüringer Energienetze) ein und nutzen momentan leider noch viel zu wenig selbst. Nun habe ich folgende Frage. Ich habe schon mehrfach gelesen, dass ich nach Erhalt der jährlichen Einspeiseabrechnung von der TEN mit Auflistung meines erzeugten und eingespeisten Stromes eine Rechnung an die TEN stellen muss. Nun stellt sich mir die Frage, was muss ich der TEN in Rechnung stellen. Die TEN überweist uns monatlich einen Abschlag, macht auf der Jahresabrechnung Angaben zu Gutschrift oder Nachzahlung und listet dies in Netto-Betrag und Umsatzsteuer auf. Ich erhalte von der TEN den vereinbarten Bruttowert in Höhe von 0,0903 €/kwh. Die Umsatzsteuer führe ich an das Finanzamt ab, der Nettobetrag ist mein Gewinn. Mache ich da etwas verkehrt? Was muss ich der TEN noch in Rechnung stellen?
    Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen und verbleibe mit bestem Dank im Voraus
    Karin Mohr

    Antworten
  • Hallo Frau Kornegger,
    vermutlich habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt.

    Es geht nicht um Mehrwertsteuer, sondern um die Anerkennung der Liebhaberei bei einer PV-Anlage mit 10,2 kWp. Um die Liebhaberei nachzuweisen, muss in der Gesamtrechnung ja auch der Preis pro kWh für den Eigenverbrauch angegeben werden. Auf Basis der Herstellkosten beträgt der Preis pro kWh bei meiner PV-Anlage 0,08 €/kWh. Die Frage war deshalb, ob das Finanzamt diese Methode akzeptiert.

    Antworten
  • Wertes Kempfle-Team,
    liebe Frau Kornegger,

    auch von mir – wie schon oft erwähnt – herzlichen Dank für die top Zusammenfassung.
    Folgende Frage habe ich, da ich mich gerade über die Umsatzsteuerjahreserklärung für 2021 gesetzt habe:
    Anlage hab ich vergangenes Jahr auf Liebhaberei umgestellt, insofern ist der Privatverbrauch einkommensteuerlich irrelevant.
    Da ich bei Inbetriebnahme in 2018 die Vorsteuer geholt habe, bin ich Umsatzsteuerpflichtig und muss die Jahresumsatzsteuererklärung machen. In dieser muss ich auch die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch angeben. Habe das bisher mit dem Pauschalbetrag von 20 Cent/KWh errechnet. Kann ich das auch auf die „Variante 3“ Ermittlung über die Herstellungskosten umstellen?
    Wie gesagt, es geht mir ausschließlich um die umsatzsteuerliche Betrachtung.

    Herzlichen Dank vorab und viele Grüße
    J. Burkard

    Antworten
    • Guten Tag Herr Zablonski,
      vielen Dank für Ihr Lob. Zu Ihrer Frage wenden Sie sich am besten an den Steuerberater, wir können nur soviel sagen:
      Das mit der Abschreibung ist so richtig, man kann nur 1 x 100% abschreiben. Wenn im Zuge der PV zum Beispiel auch das Dach saniert wird, ist das ein Projekt und man könnte es zusammenlegen, ähnlich mit Warmwasserbereitung … ansonsten ist es nicht geeignet, andere Steuern zu sparen.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Liebes Kempfle-Team,
    ich habe eine Frage zur Ermittlung des zu versteuernden Eigenverbrauches auf Basis der Herstellkosten. Mit dieser Methode beträgt der zu versteuernde Eigenverbrauch bei meiner PV-Anlage € 159,05 (Betriebskosten im Schnitt € 837,10 p.a. bei einem Eigenverbrauchsanteil von 19 %, der 1.984 kWh p.a. entspricht). Dies bedeutet dann umgerechnet einen Preis von 0,08 €/kWh (€ 159,05 geteilt durch 1.984 kWh). Wird diese Methode in Verbindung mit dem niedrigen Preisansatz von 0,08 €/kWh vom Finanzamt überhaupt akzeptiert (unter anderem auch im Zusammenhang mit dem Nachweis einer Liebhaberei)?

    Antworten
  • Michael Scherg
    3. Januar 2022 18:20

    Vielen Dank für diesen tollen Ratgeber.
    Meine Frage: Wo trägt man bei Elster den Nettoumsatz des Eigenverbrauchs ein. In Zeile 20 (Kennzahl 81), wo man auch den Nettobetrag einträgt, der dem Netzbetreiber in Rechnung gestellt wird ?
    Oder in Zeile 49 (Kennzahl 60) ?
    Meine 2. Frage: Kann man für 2021 noch 20 ct/KWh für den Eigenverbrauch beim Finanzamt angeben, oder ist dieser Wert jetzt höher? Wo findet man diesen Wert beim FA?

    Antworten
  • Michael Zablozki
    22. Dezember 2021 11:03

    Ach ja und der Speicher ist zwar beim Vorsteuerabzug einrechenbar,aber keine Abschreibung ist möglich

    Antworten
  • Michael Zablozki
    22. Dezember 2021 11:00

    Super Ratgeber,aber folgendes wäre noch offen

    Wenn man die Liebhaberei wählt,dann ist die PV nicht absetzbar?

    Wenn ich im Jahr 1 eine Sonderabschteibung mache,dann muss ich den Rest,z.B 80% als 5% in 16 Jahren abschreiben?

    Welche neuen Förderungen plant die Ampel

    Meldet man am Schluss immer ein Gewerbe an,um dann andere Dinge steuergünstig zu bekommen,abzuschreiben

    Frohe Weihnachten

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr König,
      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. So wie Sie es beschreiben sind beide Varianten möglich. Machen Sie es so, wie Sie finanziell besser fahren.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
      • Sehr geehrter Herr Wenner,
        danke, dass Sie Interesse an unserem Ratgeber haben. Ihre Fragen beantworten wir Ihnen gerne. Ein Gewerbe würden wir nicht anmelden, die Gemeinden sind froh, wenn es nicht gemacht wird.

        Die Umsatzsteuer können Sie sich holen, dann müssen Sie auch die Umsatzsteuermeldungen machen. Ob das für Sie interessant ist oder nicht, ist von hier aus nicht zu sagen. Wir dürfen auch keine steuerliche Beratung durchführen, dafür ist der Steuerberater da. – Zitat Sonnenwolfi: „Ich würde die Steuer holen, wenn es meine Anlage wäre.“

        Als Arbeitnehmer (falls das zutrifft) geben Sie Ihre Werte in der jährlichen Steuererklärung mit der entsprechenden Anlage ab.

        Sollten noch Fragen offen sein, kontaktieren Sie uns gerne wieder.

        Viele Grüße,
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
        • Sehr geehrte Frau Olbrich,
          schön, dass Sie sich unseren Ratgeber genauer angesehen haben 🙂 Zu Ihrer Frage: Eine Gewerbeanmeldung ist nicht notwendig in Ihrem Fall, rufen Sie einfach beim Finanzamt an und lassen sich eine Steuernummer geben.
          Sollten Sie weitere Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns gerne auch telefonisch.
          Viele Grüße
          Ihr Team von ESS Kempfle

          Antworten
          • Hallo Herr Zimmermann,

            schön, dass Sie auf unseren Ratgeber gestoßen sind. Gerne helfen wir Ihnen bei Ihrer Frage weiter:
            Wenn Sie als „Liebhaberei“ eingestuft werden wollen, dann können Sie keine GuV machen. Also entweder – oder. Das Negativeinkommen ist steuermindernd, aber das FA kann Ihnen trotzdem sagen, dass es Liebhaberei ist und keine Gewinnerzielungsabsicht bestanden hat.
            Sollten Sie weitere Rückfragen dazu haben, kontaktieren Sie uns gerne telefonisch.

            Freundliche Grüße aus Leipheim
            Ihr Team von ESS Kempfle

  • Christian Herzog
    15. Dezember 2021 22:48

    Liebes Kempfle-Team,
    vielen Dank für diese hervorragende Zusammenstellung der finanziellen Aspekte beim Betrieb von PV-Anlagen.
    Einen speziellen Aspekt konnte ich aber leider auch hier noch nicht finden – nämlich die Möglichkeit über einen Investitionsabzugsbetrag einen Teil der Investitionskosten bereits vorab steuerlich geltend zu machen.
    Grundsätzlich ist der IAB auch für PV-Anlagen möglich, sofern sie zu nicht mehr als 10% privat genutzt wird. Bei einer typischen Anlage mit Speicher auf einem privaten EFH liegt der Eigennutzungsanteil ja deutlich über 50%, was der Bildung eines IAB widersprechen würde.
    Andererseits, wenn die PV-Anlage über eine GbR betrieben wird, die den ‚privat genutzten‘ Strom formell an die Gesellschafter verkauft (was steuerlich keinen Unterschied machen sollte, da der Eigennutzungsanteil ja ohnehin versteuert werden müsste), liegt der gewerblichen Anteil dann doch eigentlich bei 100%. Wäre dann die Bildung eines IAB aus Ihrer Sicht anzuerkennen?
    Besten Dank im Voraus für Ihre Meinung.
    Christian Herzog

    Antworten
  • Vielen Dank für die hilfreichen Informationen.
    Wir haben 2014 eine PV-Anlage mit 7,02 kWp installiert und die Regelbesteuerung gewählt. 2021 haben wir einen Batteriespeicher nachgerüstet und unseren Nachbarn als Stromverbraucher mit angeschlossen. Ein Zwischenzähler zu ihm wurde installiert. Kann ich die Umsatzsteuer auf den Batteriespeicher als Vorsteuer geltend machen? Wie weise ich nach dass ich den Speicher gewerblich nutze, mindestens 10 % des gespeicherten Stroms verkaufe?
    Und könnte ich dann trotzdem 2022 in die Kleinunternehmerregelung wechseln?
    Vielen Dank im Voraus für die Antwort.

    Antworten
  • Guten Tag,
    auch von mir ein großes Dankeschön für die vielen Informationen, die Sie hier zur Verfügung stellen.

    Ich habe mich für die steuerliche Vereinfachungsregelung für kleine PV Anlagen ab 2022 entschieden. Gibt es eine Möglichkeit, die restliche afa als Einmalbeitrag für die letzte EÜR geltend zu machen? Vielen Dank vorab!

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Grieshop,
      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Gerne helfen wir Ihnen bei Ihren Fragen weiter. Da es in Ihrem Fall wohl etwas komplexer ist, bitten wir Sie, uns doch einfach telefonisch zu kontaktieren. Gerne werden Sie dann an einen Fachberater aus unserem Team weitergeleitet. Hier unser Kontakt:
      https://www.ess-kempfle.de/kontakt/
      Freundliche Grüße
      Ihr Team von Energie Service Schwaben

      Antworten
  • Martin König
    25. November 2021 11:17

    Sehr geehrtes Kempfle-Team,
    vielen Dank für die umfassenden Erläuterungen zum Thema PV-Anlagen. Ich bin erst noch in der Planungs-Phase. Da hätte ich eine Frage, zu der ich in Ihrem Artikel nichts gefunden habe: Wenn zugleich mit der PV-Anlage und dem Batteriespeicher auch noch eine Wallbox (nur zur privaten Nutzung) installiert wird, und ich mich für die Regelsteuer entscheide, kann ich die MWSt bezügl. der Wallbox auch als Vorsteuer geltend machen und die Gesamtanlage auf 20 Jahre abschreiben, oder ist es sinnvoller bzgl. der Wallbox eine separate Rechnung ausstellen zu lassen und daraus dann die Handwerkerarbeiten steuerlich in Abzug zu bringen.
    Besten Dank für Ihre Antwort schon mal im Voraus.
    Martin König

    Antworten
  • Tobias Schudt
    23. November 2021 07:40

    Guten Morgen,

    wir erwerben gerade eine PV Anlage, die irgendwann Mitte nächsten Jahres wohl in Betrieb geht inklusive Stromspeicher und Cloudtarif. Zusätzlich wollen wir die Family-Option nutzen und meine Schwägerin mit Familie sollen dann unseren Strom mitnutzen. D.h. wir sind auf jeden Fall Umsatzsteuerpflichtig oder? Dann würden wir die Mehrwertsteuererstattung auch mit nehmen. Aber kann man nach 6 Jahren trotzdem auf das Kleinunternehmermodell umsteigen? Oder wovon ist das genau abhängig?

    Ihr Ratgeber ist sehr ausführlich, aber die Cloud ist meistens ein Mysterium 🙂

    Antworten
    • Guten Tag,
      vielen Dank ebenfalls an Sie, dass Sie ein Freund unseres Ratgebers sind! Allerdings haben wir in Ihrem Fall keine Antwort auf Lager – es handelt sich hier wirklich um einen speziellen Sonderfall. Unser Rat: Rufen Sie doch einfach beim Finanzamt an, hier wird immer sehr zuvorkommend und nett weitergeholfen.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Bjørn Wenner
    19. November 2021 07:27

    Sehr geehrtes Kempfle-Team,

    vielen Dank für diese ausführlichen und informativen Ausführungen.

    Wenn ich darf, reihe ich mich gerne in die Fragesteller-Runde ein:

    Auf unserem Einfamilienhaus wird derzeit installiert (Inbetriebnahme Feb. 22):
    – PV-Anlage mit 12,54 kWp
    – geschätzter jährlicher Ertrag: 10.032 kW
    – geschätzter Verbrauch Bezuggstromanlage: 5500 kW/a
    – Batteriespeicher 7 kW

    Wir haben mit der Erdwärmeheizung und dem Hausstrom einen Stromverbrauch von ca. 5000 kWh/a.

    Ebenfalls wird eine Wallbox installiert (noch kein E-Auto vorhanden).

    Wir möchten so viel Strom wie möglich selbst verbrauchen.

    Meine Frage:
    – müssen wir ein Gewerbe anmelden?
    – müssen wir Umsatzsteuer berechnen/abführen?
    – reicht die Angabe der Einnahmen durch Einspeisung und des selbst verbrauchten Stroms in der Einkommenssteuererklärung?

    Vielen Dank schon jetzt für Ihre Hilfe und freundliche Grüße.

    Antworten
    • Guten Tag Frau Windhagen,
      vielen Dank, dass Sie unseren Ratgeber „zu Rate“ gezogen haben 🙂 Zu Ihrer Frage: Bei Wechsel zur Kleinunternehmerregelung müssen Sie Westnetz mitteilen, dass Sie Kleinunternehmerin sind. Dann vergütet Westnetz ohne Umsatzsteuer. Solange Westnetz Umsatzsteuer bezahlt, muss diese auch an das Finanzamt abgeführt werden. Als Kleinunternehmer dann ohne Vorsteuerabzug. Daneben kann bei dieser Anlage ein Antrag auf Liebhaberei gestellt werden, da kleiner 10 kWp. Dann entfällt die PV Anlage in der Einkommensteuererklärung.
      Wir hoffen, dass all Ihre Fragen hinreichend geklärt wurden. Ansonsten melden Sie sich gerne telefonisch bei uns.
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Joschy Grieshop
    9. November 2021 20:44

    Sehr geehrtes Kempfle Team,
    zunächst herzlichen Dank für die vielen hilfreichen Informationen zum Thema Photovolaik. Bin dennoch etwas verunsichert. Wir sind eine GbR und haben in diesem Jahr zwei PV Anlagen, jeweils mir Batteriespeicher, an und auf unserem Objekt installiert. Beide Anlagen liegen jeweils unter 30 kWp. Jetzt sagt uns die Netzagentur, das es als eine Anlage gilt und dadurch die EEG Umlage fällig wird. Wir planen den erzeugtem Strom auf dem Dach an die gewerblichen Nutzer im EG und KG zu verkaufen und den Strom an der Fassade an unsere Mieter. Das wir umsatzsteuerpflichtig sind ist mir bewusst, aber die ganzen Details verunsichern mich und bevor ich die Materie mit unserem Steuerberater erörtere, möchte ich wissen, auf was ich genau zu achten habe und würde mich über Ihre Hilfe sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Joschy Grieshop

    Antworten
    • Guten Tag,
      vielen Dank für das Lob. Wir freuen uns, dass wir Ihnen hilfreiche Informationen bereitstellen konnten.
      Zu Ihren Fragen:

      Seit dem 02.06.2021 gibt es die sogenannte Vereinfachungsregelung (VER). Könnten Sie hierzu bitte auch eine Info veröffentlichen?
      -> Es handelt sich dabei um den Antrag auf Liebhaberei bei Analgen kleiner als 10 kWp.

      Die VER betrifft ausschließlich die Einkommenssteuer – nicht die Umsatzsteuer.
      -> Dies ist richtig, es ist eine ESt-Regelung.

      Wäre es möglich, die Regelbesteuerung zu kombinieren mit der VER?
      -> knappe Antwort, ja das ist möglich.

      Dann könnte man sich einerseits über die Umsatzsteuererklärung die gezahlte USt aus dem Anlagenkauf „zurück holen“; gleichzeitig bräuchte man die Einnahmen aus verkauften und selbstgenutztem Strom in der Einkommenssteuererklärung nicht angeben. Wäre diese Kombination möglich?
      -> wieder knappe Antwort, ja – diese Kombination ist möglich.

      Oder muss man, wenn man die VER beantragt, zwingend auch die Kleinunternehmerregelung wählen?
      -> nein, muss man nicht zwingend.

      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
      • Hallo Herr Sailer,
        vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Zu Ihrer Frage: die Anlage von Mai 2010 bringt keinen steuerlichen Vorteil wenn sie unter 10 kWp gedrosselt wird, das gilt erst für Anlagen ab ’21. Zudem macht die Anlage ja auch viel mehr Ertrag, somit ist es auch steuerpflichtig.
        Sollten Sie weitergehend Fragen dazu haben, rufen Sie uns gerne auch an.
        Viele Grüße
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
        • Sehr geehrte(r) MB,
          vielen Dank für Ihr Interesse. Kommen wir gleich zu Ihren Fragen, die wir Ihnen in Absprache mit unserem Steuerberater (ohne Gewähr) gerne beantworten:
          Wann sollte ich dem Finanzamt mitteilen, dass ich eine PV-Anlage herstelle mit der Absicht Umsatzsteuer zu bezahlen? Im November 2021 oder Frühjahr 2022?
          -> Sinnvollerweise im Frühjahr 2022.

          Sollte ich die Umsatzsteuer für das Jahr 2021 zurückfordern, oder erst für das Jahr 2022, da ich noch keine Einnahmen in 2021 generiere?
          -> Wenn die Fertigstellung in 2022 ist, würden wir den kompletten USt-Betrag in 2022 zurückfordern.

          Kann ich noch einen Investitionsabzugsbetrag für das Jahr 2021 angeben obwohl ich im November 2021 bezahlen muss?
          -> Wenn die tatsächliche Fertigstellung im Jahr 2022 ist, auch wenn Anzahlungen im Jahr vorher geleistet worden sind, ist eine IAB in 2021 möglich.

          Sollten noch Fragen offen sein, melden Sie sich gerne wieder bei uns, gern auch telefonisch.

          Viele Grüße
          Ihr Team von ESS Kempfle

          Antworten
  • Sonja Olbrich
    5. November 2021 12:53

    Sehr geehrter Herr Kempfle,

    wir bekommen in Kürze die PV-Anlage installiert (ca. 8 kw) mit Akku. Nun möchten wir die ersten fünf Jahre auf die Kleinunternehmerregelung verzichten, sodass wir die USt. wieder zurückbekommen. Nun müssen wir demzufolge alle drei Monate dem FA die Erträge melden. Dafür brauche ich ja eine USt-Nr. . Diese muss ich beantragen. Hier schreiben sie, dass ich diese mit Gewerbeanmeldung erhalte, jedoch schreiben sie auch, dass eine Gewerbeanmeldung entfällt, wenn man unter 10 kw hat. Wie muss ich nun vorgehen bzw. raten sie dazu die PV in die Einkommensteuer reinzunehmen wg. der Afa oder nicht bei Privatleuten? Besten Dank vorab!

    Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle und Team,

    vielen Dank für Ihre Ausführungen – wirklich sehr hilfreich.

    Bei mir hat sich die Installation bzw. Inbetriebnahme etwas hingezogen. Ich habe im Nov 2015 eine Rechnung für die Lieferung einer 3,24 kWp Anlage bekommen, die wir größtenteils selbst installiert haben. Die Einspeisung bzw. der Netzanschlussvertrag ist vom Juli 2019 und erst jetzt habe ich vom Betreiber die vollständigen Unterlagen und die Wahlmöglichkeit der umsatzsteuerlichen Behandlung zugesendet bekommen. Was macht in dieser Situation am meisten Sinn und kann ich die MwSt. von 2015 überhaupt noch zurückbekommen?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüße.

    Antworten
    • Guten Tag,
      in der Tat haben wir uns hier etwas missverständlich ausgedrückt. Wir werden das in Kürze in Absprache mit unserem Steuerberater anpassen.
      Herzlichen Dank für den Hinweis.
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
      • Guten Morgen und vielen Dank dass Sie unseren Ratgeber gelesen haben.
        Gerne beantworten wir Ihre Frage:
        Die Cloud hat mit der Steuer nichts zu tun, deshalb wird man auch nicht umsatzsteuerpflichtig. Die Cloud ist steuerlich gesehen nur ein Stromtarif, den Sie in diesem Fall für Ihre Schwägerin mit abschließen und privat abrechnen. Sie verkaufen also steuerlich keinen Strom an Ihre Schwägerin.
        Hoffentlich konnten wir alle Unklarheiten beseitigen 🙂 ansonsten melden Sie sich gerne wieder bei uns!

        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Georg Sailer
    1. November 2021 11:16

    Ich habe im Mai 2010 eine Anlage mit 10,36 kwp in Betrieb genommen. Kanne diese Anlage unter 10 kwp gedrosselt werden um steuerlich daraus Vorteile haben

    Antworten
  • Beate Windhagen
    29. Oktober 2021 14:42

    Guten Tag,

    ich betreibe seit 20212 eine Photovoltaikanlage mit 8,33 kw. Seit 01.01.2020 habe ich in die Kleinunternehmerregelung gewechselt, daher entfällt die Umsatzsteuerpflicht. Nun meine Frage, gebe in der Einnahmen- und Überschußrechnung dann nur noch die Nettobeträge für die Einnahmen vom Netzwerk und die Kosten an? Vom Westnetz erhalte ich 100,00 Euro pro Monat. Diese sind mit 19% Umsatzsteuer ausgewiesen.
    Und gebe ich den eigenen Strom auch netto an?

    Freundliche Grüße
    Beate Windhagen

    Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kämpfe,

    mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel zum Thema PV-Anlagen gelesen. Trotz der umfangreichen Information habe ich noch ein paar konkrete Fragen zum Thema Steuern und Finanzamt.

    Ich habe die Möglichkeit über meinen Vater (selbständiger Elektriker und PV-Anlagen Installateur) die Materialien und Bauteile für eine 21 kWp Anlage mit 7,6 kWh Speicher zu beziehen und die Montage dann in Eigenleistung zu erbringen.

    Die Materialien und Bauteile wurden bestellt und werden Ende Oktober 2021 geliefert. Demnach muss ich auch die Rechnung von ca. 24.000 € (brutto) bereits im November 2021 bezahlen.

    Die Installation auf dem Dach wird jedoch erst, je nach Witterung, im Februar 2022 erfolgen, da wir regelmäßig Schnee in den Wintermonaten haben.

    Jetzt meine Fragen:

    Wann sollte ich dem Finanzamt mitteilen, dass ich eine PV-Anlage herstelle mit der Absicht Umsatzsteuer zu bezahlen? Im November 2021 oder Frühjahr 2022?
    Sollte ich die Umsatzsteuer für das Jahr 2021 zurückfordern, oder erst für das Jahr 2022, da ich noch keine Einnahmen in 2021 generiere?
    Kann ich noch einen Investitionsabzugsbetrag für das Jahr 2021 angeben obwohl ich im November 2021 bezahlen muss?

    Für eine Beantwortung meiner Fragen wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    MB

    Antworten
  • Ulrich Zimmermann
    21. Oktober 2021 08:16

    Vereinfachungsregelung für PV-Anlagen seit 02.06.2021bei Einkommenssteuer

    Bei Photovoltaikanlagen besteht die Möglichkeit der Abschreibung für Abnutzung (AfA).
    Sie Beträgt 5% auf die Anlage inkl. Batteriespeicher auf 20 Jahre Laufzeit.

    Wenn ich nun die Vereinfachungsregelung in Anspruch nehme, kann ich dann trotzdem noch die AfA in Anspruch nehmen oder ist das dann nicht mehr möglich ?

    Beispiel:

    Sofern meine Einnahmen aus der PV-Anlage nur 500,00 € pro Jahr betragen, meine AfA aber 1.000,00 € ausmacht, hätte ich über die AfA ein negatives Einkommen von -500,00 € und könnte so mein zu versteuerndes Einkommen entsprechend senken.

    Antworten
    • Vielen Dank Dirk für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Zu Ihrer Frage: Handwerkerleistungen können bei der PV angesetzt werden. Allerdings nur, wenn die Mehrwertsteuer nicht zurück geholt wird. Entweder Mehrwertsteuer – dann betrachtet Sie das Finanzamt gewerblich. Oder Handwerkerleistungen – dann betrachtet Sie das Finanzamt privat.
      Beides geht nicht 😉

      Antworten
      • Sehr geehrter Herr Geiger,
        wir freuen uns, dass Ihnen unser Ratgeber gefällt. Bzgl. Ihrer Frage:
        Das würden wir mit dem Steuerberater abklären, weil ja jetzt schon alles steht. Der Netzbetreiber, das Finanzamt, alle wissen schon Bescheid.
        Ob ein Änderung möglich ist, wissen wir leider nicht.
        Viele Grüße
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Hallo Herr Kempfle und Team,

    erstmals ein Lob für Ihre tollen Informationen zum Thema Photovoltaik. Ich bin neu im diesem Geschäft und habe mir erst vor kurzem eine PV-Anlage mit Speicher angeschafft.

    Ich habe noch Fragen zur jährlichen Umsatzsteuererklärung.
    Ich bekomme vom Netzbetreiber eine monatliche Abschlagszahlung incl. ausgewiesener USt. für meinen eingespeisten Strom. Außerdem nutze ich einen Teil des Stroms über den Batteriespeicher selbst.

    Für den selbst verbrauchten Strom muß ich USt. entrichten.
    Muß ich für den eingespeisten Strom (an mich ausbezahlter monatlicher Nettobetrag des Netzbetreibers ohne USt.) auch nochmals Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlen?
    Die vom Netzbetreiber ausbezahlte monatliche USt. muß ich an das Finanzamt weiterreichen.
    Stimmt das so?

    Kann ich für den Batteriespeicher, habe ich etwa 3 – 4 Monate nach PV-Anlage gekauft, noch den Vorsteuerabzug beim Finanzamt beantragen?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    Viele Grüße

    Thomas

    Antworten
    • Sehr geehrte Frau Kornegger, ich dachte, dass eine Geltendmachung von Handwerkerleistungen nur in Betracht kommt bei „Renovierung, Wiederherstellung und Verschönerung von Räumen, Einrichtung oder Haushalts- und Elektrogeräten“!? Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung! Viele Grüße, Dirk

      Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle und Team,
    herzlichen Dank für Ihre aufschlussreiche Veröffentlichung. Eine echte, große Hilfe !

    Seit dem 02.06.2021 gibt es die sogenannte Vereinfachungsregelung (VER).
    Könnten Sie hierzu bitte auch eine Info veröffentlichen ?

    Die VER betrifft ausschließlich die Einkommenssteuer – nicht die Umsatzsteuer.
    Wäre es möglich, die Regelbesteuerung zu kombinieren mit der VER ?

    Dann könnte man sich einerseits über die Umsatzsteuererklärung die gezahlte UST aus dem Anlagenkauf „zurück holen“;
    gleichzeitig bräuchte man die Einnahmen aus verkauften und selbstgenutztem Strom in der Einkommenssteuererklärung nicht angeben.
    Wäre diese Kombination möglich ?
    Oder muss man, wenn man die VER beantragt, zwingend auch die Kleinunternehmerregelung wählen ?

    Viele Grüße

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Dittrich,
      schön, dass Sie auf unseren Ratgeber gestoßen sind. Ihre Frage haben wir mit unserem Steuerberater diskutiert und antworten Ihnen wie folgt (ohne Gewähr):

      Prinzipiell muss ein Zuschuss für ein Anlagegut bei den Anschaffungskosten dieses Anlagegutes gekürzt werden und vermindert dann zukünftig die AfA. Damit ist die Förderung steuerpflichtig aber nicht sofort als Einnahme sondern über die verminderte AfA zu versteuern.

      Bei Anlagen bis 10 kWp, die quasi Einkommensteuer-befreit sind und man den Antrag auf fehlende steuerliche Gewinnerzielungsabsicht stellt, gilt aus unserer Sicht dasselbe. Die verminderte AfA hat dann aber keine Auswirkung. Ob dies hier anders gesehen wird ist noch nicht endgültig klar. Ebenso ist unklar, ob die Speicherförderung die Handwerkerleistungen, die aus unserer Sicht geltend gemacht werden können, wenn es eine Anlage mit fehlender Gewinnerzielungsabsicht ist, für die komplette Anlage oder nur für die Arbeitsstunden, die mit dem Speicher zusammenhängen, gilt.

      Vielleicht macht es Sinn, die Sachlage telefonisch oder persönlich mit einem Steuerberater zu klären. Sollen wir Ihnen dabei behilflich sein? Dann melden Sie sich gerne jederzeit telefonisch.

      Freundliche Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle und Team,
    Ihre Veröffentlichung ist eine große Hilfe, besonders wenn man sich zum erstmal mit dem Thema Umsatzsteuer befasst.
    Bei Kapitel 7. Eigenverbrauch ist mir eine kleine Unstimmigkeit aufgefallen (oder ich habe es falsch verstanden).
    Sie erklären dort:
    „Den Gewinn Ihrer PV-Anlage über den Pauschalbetrag von 20 Cent/kWh zu ermitteln, ist nicht die günstigste Variante. Günstiger ist es, wenn Sie den zu versteuernden Eigenverbrauch anhand der sogenannten Wiederbeschaffungskosten berechnen. “

    Im Beispiel mit Pauschbetrag ermitteln Sie einen zu versteuernden Eigenverbrauch in Höhe von 600 € – im Beispiel mit Wiederbeschaffungskosten beträgt der zu versteuernde Eigenverbrauch 780 €.
    Somit wäre die Methode „Pauschbetrag doch die günstigere, oder ?

    Davon abgesehen – ein sehr erhellender, aufklärender Beitrag.
    Vielen Dank !!!

    Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle und Team, wir haben kürzlich eine PV Anlage 7,9 kwP mit Speicher installiert. Haben eine. Einspeisevertrag mit unserem örtlichen Energieversorger abgeschlossen und die PV Anlage beim Finanzamt zur Regelbesteuerung abgemeldet.
    Wir wollen nun den Stromanbieter wechseln und zu einem Anbieter mit Stromcloud wechseln. Dort werden wir unseren selbst produzierten Strom auf ein Virtuelles Konto einspeisen und bei Bedarf können wir diesen wieder zurückkaufen (für 5 CT die kWh). Bleibt die Regelung beim Finanzamt dieselbe? Oder ist die Umsatzsteuererstattung in „Gefahr“. Vielen Dank im Vorraus für die Antwort

    Antworten
  • Sehr geehrter MF,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir freuen uns, dass unser Ratgeber bei Ihnen Anklang gefunden hat.
    Zu Ihrer Frage:
    Die PV gilt als Einnahme aus selbständiger Arbeit und kommt am Jahresende am Lohnsteuerjahresausgleich mit der Anlage PV auf das gemeinsame Einkommen obendrauf. Je nach Größe sind das aber nur 0-200€ zu versteuerndes Einkommen. Vergleichbar ist das mit einer Vermietung einer Garage …
    Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne auch telefonisch.

    Viele Grüße
    Ihr Team von ESS Kempfle

    Antworten
    • Guten Tag,
      in der Tat haben wir uns hier etwas missverständlich ausgedrückt. Wir werden das in Kürze in Absprache mit unserem Steuerberater anpassen.
      Herzlichen Dank für den Hinweis.
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle und Team,

    vielen Dank für Ihre Ausführungen.

    Was mir immer noch nicht so verständlich ist und ich noch keine Informationen gefunden habe ist, wie man eine PV Anlage als Lebenspartnerschaft steuerlich betreibt. Beide haben Steuerklasse 1 und wollen die PV Anlage gemeinsam erwerben. Einer der Partner ist Vertragsnehmer beim Versorger. Wie geht man hier vor?

    Vielen Dank im Voraus für eine kurze Info.

    MfG
    MF

    Antworten
  • Manuel Dittrich
    9. Oktober 2021 11:41

    Guten Tag und vielen Dank für diesen hilfreichen Artikel. Ich hätte noch eine Fragestellung, die sich trotzdem für mich nicht beantwortet. Wie verhält es sich bei der Umsatzsteueroption, wenn ich einen staatlichen Zuschuss für den Speicher erhalte? Muss ich das für den Umsatzsteueranzug gegenrechnen? Bzw. können Siw mir Auskunft geben inwiefern dieser Zuschuss steuerlich relevant ist? Da es rund 1/3 der Anschaffungskosten sind, macht das schon bei der Entscheidung Umsatzsteuer ja/ nein m.E. etwas aus.

    Vielen Dank!
    MfG
    M. Dittrich

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Huck,
      Die Kleinunternehmerregelung hat nichts mit der Einkommensteuer zu tun. Bei einer Anlage bis 10 kWp ist sie automatisch als Liebhaberei anerkannt. Wenn die Anlage größer ist, KANN man die Liebhaberei anerkannt bekommen.
      Sonnige Grüße
      Ihr Team von Energie Service Schwaben

      Antworten
  • Vielen Dank für diese tolle Zusammenstellung!

    Eine Frage hierzu: Bei der Besteuerung des Eigenverbrauchs heißt es „Den Gewinn Ihrer PV-Anlage über den Pauschalbetrag von 20 Cent/kWh zu ermitteln, ist nicht die günstigste Variante. Günstiger ist es, wenn Sie den zu versteuernden Eigenverbrauch anhand der sogenannten Wiederbeschaffungskosten berechnen. Das heißt, Sie setzen den Preis des Stromanbieters an, den Sie pro kWh zahlen müssten, wenn Sie Strom aus dem Netz beziehen würden.“

    Da der Preis pro kWh momentan deutlich höher ist als der Pauschalbetrag von 20 Cent/kWh (auch in Ihrem Beispiel) – weshalb ist es besser einen höheren Betrag versteuern zu müssen?

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Kornegger,

      Danke für die ausführlichen Erläuterungen. Ihr Artikel ist extrem hilfreich.

      Verstehe ich das richtig, dass ich mit der Kleinunternehmerregelung zwar die Umsatzsteuer vermeide, nicht aber, dass ich Steuern auf den selbst genutzten Strom zahlen muss? Gibt es eine Möglichkeit sich bei einer 12KWp Anlage davon befreien zu lassen, wenn der tatsächliche Gewinn über den 410€ liegt? Welche Rolle spielt dabei die Anlagengröße, über/unter 10KWp?

      Antworten
  • Sehr geehrtes Kempfle-Team,

    vielen Dank für die Zusammenfassung.
    Ich bin noch in der Planungsphase meiner PV-Anlage, natürlich möchte ich die Anlage größtmöglich bauen (geplant: 13,6kWp, wenn ich es richtig verstehe, muss ich in diesem Fall zwingend ein Gewerbe anmelden? Bin ich dann automatisch in der Regelbesteueung mit der Laufzeit der Anlage von 20 Jahren? Oder kann ich auch die Regelbesteuerung und dann den Wechsel zum Kleinunternehmer in Anspruch nehmen? Oder kann ich den Wechsel nur machen, wenn unter den 10kWp bleibe?

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Kusche,
      vielen Dank ebenfalls an Sie, dass Sie Interesse an unserem Ratgeber haben. Zu Ihrer Frage:
      Sie können OHNE ein Unternehmen zu gründen in die Regelbesteuerung gehen und dann nach sechs Jahren in die Kleinunternehmerregelung wechseln, wo Sie dann von der Umsatzsteuer befreit sind.
      Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne auch telefonisch bei uns – unser Team ist jederzeit für Ihre Fragen offen.

      Freundliche Grüße
      Energie Service Schwaben

      Antworten
      • Guten Tag,

        vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Zu Ihrer Frage: Solange noch mehr als 10% aus der Cloud eingespeist werden, ergeben sich keine Änderungen. Ansonsten muss eventuell eine Vorsteuerberichtigung erfolgen, die aber in einem Ratgeber nicht sinnvoll dargestellt werden kann. Dort sollte dann eine Beratung erfolgen.

        Bei Bedarf, rufen Sie uns gerne mal an und wir erörtern zusammen die weiteren Schritte.

        Viele Grüße
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Sehr geehrter Herr Kempfle und Team,
    vielen Dank zuerst einmal für die tolle Zusammenstellung der Informationen zum Thema PV Anlage/Steuer – unschlagbar!
    Eine kurze Frage hätte ich: Im Bereich „Wie berechnet sich die Umsatzsteuer? – Photovoltaikanlage: Eigenverbrauch“ führen Sie auf, dass die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch auf Basis des Strompreises meines Stromanbieters zu berechnen ist (in Ihrem Beispiel 25,21ct netto x Eigenverbrauch x 0,19 )? Warum darf man hier nicht als Basis die (in meinem Fall niedrigere) Einspeisevergütung nehmen? Würde ich den Strom nicht selbst verbrauchen sondern einspeisen, hätte ich auch nur Umsatzsteuererlöse in dieser Höhe?
    Viele Grüße aus Rheinhessen

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Hohmann,

      vielen Dank für Ihr positives Feedback, wir freuen uns wenn unsere Videos auch Anklang finden.
      Zu Ihrer Frage:
      Der Staat sagt, Sie hätten den Strom gekauft und dafür Mehrwertsteuer bezahlt. Genauso betrachtet er den eigenen Strom. So bekommt der Staat sein Geld, unabhängig davon wer den Strom liefert.

      Sind noch Fragen offen? Dann melden Sie sich sehr gerne auch telefonisch bei uns.

      Viele Grüße
      Ihr Team von Energie Service Schwaben!

      Antworten

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