Stromspeicher für Ihre Photovoltaikanlage

Speichern Sie die selbst erzeugte Solarenergie

geschrieben am 20. September 2019

aktualisiert am 10. August 2021

Sie sind auf der Suche nach einem passenden Stromspeicher und haben Fragen rund um dieses Thema? Perfekt! Wir haben die Antworten.

Was ist ein Stromspeicher für Photovoltaik bzw. eine Solaranlage?

Lesezeit: 51 Sek.

Einen Batteriespeicher oder Heimspeicher setzen Sie ein, wenn Sie eine eigene Stromquelle im Haus haben. Das heißt, Sie produzieren auf bestimmte Art und Weise selbst erneuerbare Energie. Sie können dafür eine Photovoltaikanlage nutzen, aber auch mit einem Windrad, einem Blockheizkraftwerk oder einer Brennstoffzelle Energie erzeugen. Dieser Strom ist viel günstiger als der, den Sie kaufen. Sie reduzieren also Ihre Stromkosten enorm. Mit einem eigenen Speicher haben Sie den günstigen Strom schließlich jederzeit zur Verfügung.

Photovoltaikanlage & Co.

Mit der Photovoltaikanlage erzeugen Sie durch die Sonneneinstrahlung am Tag nachhaltige Solarenergie, die der Stromspeicher einlagert. So sind Sie auch am Abend oder nachts, wenn keine Sonne scheint, jederzeit mit Strom versorgt. Eine Brennstoffzelle läuft automatisch, wenn beispielsweise Warmwasser gemacht wird, nebenbei erzeugt sie noch Strom. Andernfalls läuft sie nicht. In diesem Fall steht Ihnen der Solarstrom aus dem Batteriespeicher zur Verfügung.

Funktion eines Photovoltaik / Solar Stromspeichers für Photovoltaikanlagen

Ideale Kombination: Windrad und Batteriespeicher

Das Prinzip funktioniert beim Windkraftwerk genauso: Herrscht Flaute und wird keine Energie produziert, greifen Sie einfach auf den Strom aus dem Speicher zurück – bequem, praktisch, umweltfreundlich.

Wie funktioniert ein Stromspeicher?

Lesezeit: 46 Sek.

Sie benötigen drei Komponenten, um Sonnenenergie jederzeit nutzen zu können:

  1. einen Stromerzeuger
  2. einen Solarstromspeicher
  3. einen Wächter

Um die gewonnene Energie jederzeit verfügbar zu haben, braucht es mehr als nur einen Speicher. Der Batteriespeicher ist nur eine Komponente. Die Wichtigste jedoch ist der Stromerzeuger. Das kann eine Photovoltaikanlage, ein Windrad oder in Einzelfällen auch ein Aggregat, z. B. auf Einöden oder Almhütten, sein. Wenn überschüssiger Strom vorhanden ist, kommt dann der Speicher, also die Batterie und das Batteriemanagement, zum Einsatz. Das Speichern und Entladen funktioniert aber nur, wenn der Sensor die Freigaben dazu gibt.

Der Wächter (Sensor)

Was macht der Wächter? Wie der Name schon sagt: Er überwacht den Vorgang. Wird mehr Strom als nötig produziert, geht dieser Überschuss ins öffentliche Stromnetz über. Der Wächter erkennt jedoch, das Speicherplatz vorhanden ist und sagt in diesem Fall: „Wir haben noch Platz. Bitte laden.” Das erledigt dann augenblicklich das Batteriemanagement.

Strom auch nachts

Auch am Abend und nachts ist der Wächter in Aktion. Wenn durch die Photovoltaikanlage keine neue Energie nachkommt, jedoch weiterhin verbraucht wird, merkt das der Wächter sofort. Anschließend gibt der Wächter Bescheid, dass Sie gespeicherten Solarstrom benötigen und die Batterie leitet diesen an den jeweiligen Ort im Haus weiter.

Stromspeicher sind sicher

Batteriespeicher werden nach verschiedenen Richtlinien geprüft: Li-Ionen-Hausspeicher, das verbreitetste System, zum Beispiel nach  IEC, NP IEC und VDE. Obwohl immer wieder von Brandgefahr gesprochen wird, ist zum heutigen Zeitpunkt laut Fraunhofer Institut, kein Brand bekannt, der von einem Batterie-Heimspeichersystem ausgegangen ist. Die Sicherheit für die geprüften Systeme ist als sehr hoch einzustufen.

Was sind die Vorteile eines Solarstromspeichers?

Lesezeit: 1:02 Min.

Unabhängigkeit allgemein und vom Lieferanten spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Ein weiterer Grund, warum sich viele für einen Speicher entscheiden, ist das Geld. Mit Wind, Sonne oder auch mit der Brennstoffzelle erzeugen Sie sehr günstig Strom – gekaufter dagegen ist um einiges teurer. Daher ist ein Stromspeicher ideal, da Ihnen jederzeit Energie zur Verfügung steht.

Zum Beispiel kann ein Haus mit Wärmepumpe nur etwa 30 % des Strombedarfs mit der Photovoltaik decken. Bei 7.000 kWh Stromverbrauch sind das rund 2.100 kWh Eigenverbrauch. Mit dem Solarstromspeicher können rund 1.500 kWh mehr verbraucht werden, wodurch Sie etwa 400 € sparen. Wenn Sie dann noch eine Cloud nutzen, decken Sie auch die restlichen 3.400 kWh vom eigenen Strom ab. Der Vorteil liegt hier bei rund 200 € zusätzlich.

Ökologischer Aspekt

Das Thema Umwelt spielt ebenfalls mit rein: Es gibt unterschiedliche Stromspeicherbatterien: Lithium- und Salzwasser-Batterien. Es gilt, darauf zu achten, welche ökologischer hergestellt wird.

Eigenes Stromnetz

Bei einem Stromausfall sind Sie mit einem Stromspeicher auf der sicheren Seite. Back-up-Systeme sorgen dafür, dass Sie Ihr eigenes Stromnetz im Haus zur Verfügung haben. So sind einzelne Verbraucher oder auch das ganze Haus versorgt – solange, bis der Störfall vorüber ist.

Die Vorteile für Stromspeicher auf einen Blick

  • Sie entnehmen Strom für den Eigenverbrauch dann, wenn Sie ihn benötigen
  • Sie sind unabhängig
  • Sie handeln umweltbewusst
  • Sie sind auch bei Stromausfall auf der sicheren Seite
  • Sie können bis zu 500 € jährlich sparen
  • Ihr Strombedarf ist in jedem Fall gedeckt
  • Geringe Stromkosten

Energiespeicher für öffentliche Einrichtungen

Für manche Bereiche, wie zum Beispiel Krankenhäuser und Rechenzentren, ist es essentiell, dass die Stromversorgung in jedem Fall ohne Unterbrechungen gewährleistet ist. Der Stromspeicher und die gespeicherte Energie haben hier eine weit wichtigere Bedeutung als in einem Privathaushalt.

Photovoltaik-Inselanlagen inklusive Batterie

Es gibt Gebäude, in denen kein Stromanschluss vorhanden ist, beispielsweise in Almhütten oder Vereinsheimen. Auch hier besteht die Möglichkeit, nutzbare Energie durchgehend zur Verfügung zu haben. Dafür benötigen Sie eine Stromquelle, zum Beispiel ein Stromaggregat oder eine PV-Anlage inklusive einer Stromspeicherbatterie zur Zwischenspeicherung. Das sind die sogenannten Inselanlagen.

Welche Solarbatterien für Photovoltaik gibt es?

Lesezeit: 3:09 Min.

Um rund um die Uhr mit Storm versorgt zu sein, sind Batteriespeicher Gold wert. Welche es gibt, was sie unterscheidet und worauf Sie achten sollten, lesen Sie hier.

Robuste Bleibatterien

Die bekannteste und in den letzten Jahrzehnten häufig eingesetzte Batterie ist die Bleibatterie. Die finden Sie im Auto als Bleisäurebatterie. Typisch für eine Bleibatterie ist, dass sie sehr schwer ist und nicht lange hält. Ihr Vorteil: Sie verträgt Kälte und Hitze gleichermaßen, ist robust und effizient.

Überall im Einsatz: Lithiumbatterien

Die Lithiumbatterie ist in mobilen Telefonen, im Laptop und in diversen anderen elektronischen Geräten verbaut, die wir heute im Einsatz haben. Diese sogenannten Knopfzellen halten doppelt so lang wie die Bleibatterien und sie sind erheblich leichter. Ein großes Plus – auch für E-Autos.

Richtig schwer: Nickelbatterien

Eher unbekannt sind Nickelbatterien, die ewig haltenumweltfreundlich und robust sind. Wussten Sie, dass man diese Batterien schon früher in Bunkeranlagen beim Militär eingesetzt hat? Allerdings brauchen Sie einen Gabelstapler, um diese sperrigen, schweren Batterien zu bewegen. Für Elektro-Versorgungsunternehmen, die heute ihren Strom darin zwischenspeichern, kein Problem, denn die Nickelbatterie bleibt einfach an ihrem Platz.

DIE Erfindung: Nickel-Eisen-Akkumulator

Der US-Amerikaner Thomas Alva Edison und der Schwede Waldemar Jungner erfanden unabhängig und fast gleichzeitig voneinander den Nickel-Eisen-Akkumulator (NiFe-Akku). Bereits 1908 wurde dieser Akku serienreif.

Umweltfreundliche Salzwasserbatterien

Der Natrium-Ionen-Akkumulator, auch Salzwasserbatterie genannt, ist ähnlich wie ein Lithiumspeicher aufgebaut. Nur, dass anstatt Lithium, Natrium verwendet wird. Salzwasserbatterien enthalten keine Giftstoffe und sind somit besonders umweltfreundlich. Auch in puncto Sicherheit ist die Salzwasserbatterie topp, da das Elektrolyt im Gegensatz zur Lithium-Ionen-Batterie nicht entzündlich ist. Die Temperatur muss nicht überwacht werden und eine Klimaanlage ist nicht nötig: Das spart Kosten. Ein weiterer Vorteil ist, dass Salzwasserbatterien komplett entladbar sind, das heißt die Batterie benötigt keinen Puffer.

Bei verschiedenen Vergleichen von Heimspeichern wird auf folgende Punkte besonders viel Wert gelegt, weil daraus verschiedener Nutzen ableitbar ist:

  • AC-Phasen (1-phasig / 3-phasig): Die Phasen sind entscheidend, welche Geräte im Ersatzstrombetrieb betrieben werden können.
  • Empfohlene Anlagengröße (kWp): Die Anlagengröße bezieht sich auf die PV, also den Generator. Hier kommt es darauf an, ob der Speicher gefüllt werden kann.
  • DC-Kopplung und AC-Kopplung: DC- oder AC-Kopplung ist die Art, wie der Speicher beladen wird. Sie spielt auch eine Rolle, ob ein Schwarzstart gewünscht ist.
  • Notstrom (für Netzausfall): Notstrom ist die Möglichkeit, einzelne Verbraucher bei Stromausfall zu versorgen. Ersatzstrom versorgt das gesamte Gebäude auf drei Phasen.
  • Ersatzstrom (für Netzausfall)
  • Schwarzstart: Schwarzstart bedeutet, dass die PV-Anlage auch ohne Netz, also bei Stromausfall, Strom erzeugt, den Eigenverbrauch sichert und das Haus sowie den Speicher versorgt.
  • Kapazität der Batterie (Kilowattstunden brutto): Die Kapazität hängt davon ab, was erreicht werden soll. In der Regel wird der Stromverbrauch im Sommer nachts als Größe angesetzt.
  • Erweiterbarkeit (Batterienachrüstung): Die Erweiterbarkeit hängt von den eingesetzten Zellen und der verwendeten Ladetechnik ab.
  • Be- und Entladeleistung (kW): Die Be- und Entladeleistung in KW gibt an, wieviele Verbraucher gleichzeitig am Speicher angeschlossen werden können.

Da sich die Speichersysteme ständig weiterentwickeln, ist eine Wertung der unterschiedlichen Nutzen nicht sinnvoll. Am besten lassen Sie sich persönlich beraten.

Richtiges Be- und Entladen

Die Entladetiefe oder die Beladungshöhe sind bei Batterien ganz unterschiedlich. Eine Bleibatterie entlädt man nur zur Hälfte und lädt sie auch nicht komplett voll. Die untere Hälfte ist Reserve. Anders bei der Lithiumbatterie, die Sie bis auf 5 oder 10 Prozent ent- und wieder beladen können – wie Sie es vom Handy kennen. Am besten ist es für die Stromspeicherbatterie, wenn sie nicht zu tief und nicht zu hoch ent- und beladen ist. Bei Ihrem Heimspeicher müssen Sie sich darum nicht kümmern – das erledigt das integrierte Battery-Management-System automatisch.

Wie lange hält eine Batterie?

Die Haltbarkeit einer Batterie berechnen Sie in Zyklen. Ein Zyklus ist eine Entladung und die darauf folgende Aufladung. Bei einer Bleibatterie gehen wir von rund 5.000 Zyklen aus. Wenn sie in einem Jahr 200- bis 250-mal be- und entladen werden kann, liegt die Lebensdauer bei etwa 10 bis 15 Jahren. Die Hersteller von Lithiumbatterien geben doppelt so viele Zyklen an, können demnach auch 20 Jahre halten.

Für alle Batterien gilt, dass sie in einem Haushalt nicht stark beansprucht werden. Sie werden tagsüber sanft geladen und nachts braucht ein normaler Haushalt nur zwischen 5 und 10 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein elektrisches Auto oder ein Stapler verbrauchen diese Menge Strom in 20 Minuten.

Auf Garantien achten

Die Garantien bei den Stromspeichern fallen sehr unterschiedlich aus. Sie reichen von 5 Jahren bis 10 Jahren Vollzeitgarantie mit anschließender Zeitwertgarantie.

Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf Ihres Solarstromspeichers unbedingt auf die Garantiebedingungen des Herstellers. Denn um von der KfW oder einer Landesbank gefördert zu werden, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden – zum Beispiel 10 Jahre Zeitwertgarantie. Wir bieten Speicher von Senec an, die die besten Garantien haben. Als umweltfreundlichen Variante erhalten Sie bei uns den Salzwasserspeicher von Greenrock. Er ist von VARTA, ein Unternehmen aus Nördlingen mit mehr als 110 Jahren Erfahrung.

Und: Gute Garantieleistungen lassen auf eine gute Batterie schließen. Das Herkunftsland spielt dabei keine Rolle.

Tests vom Verbraucherschutz

Der Verbraucherschutz hat 2018 Tests bei den Stromspeicherherstellern durchgeführt und verglichen, welche Garantieleistungen sie bieten und welche Bedingungen daran geknüpft sind. Das bietet Transparenz und Ihnen die Möglichkeit, sich gut zu informieren.

Stromspeicher & Dienstleistungen

Rund um die unterschiedlichen Speichervarianten bieten die Hersteller weitere Dienstleistungen an: Bei Senec gibt es die Cloud, bei Sonnen die Community und bei Viessmann das Vishare. Der Vorteil ist, dass der Batteriespeicher dadurch lukrativer für Sie wird.

Die Stromcloud ist ein Modell, das sich mittlerweile fest etabliert hat. Das Prinzip ist das eines Girokontos, also ganz einfach: Im Sommer liefert die Photovoltaik mehr Strom als Sie benötigen. So sparen Sie Strom auf dem Konto an. Im Winter oder an Schlechtwettertagen ist es genau umgekehrt, denn die PV-Anlage kann nicht so viel Energie erzeugen wie das Haus benötigt. Jetzt wird vom Cloudkonto abgebucht. So können Sie bis zu 100% Ihren selbst erzeugten Strom verbrauchen.

Natürlich hat die Nutzung der Cloud Kosten – jedoch sehr gering. Dennoch liegen Sie mit der Cloud rund 5 bis 8 Cent günstiger, als wenn Sie Strom dazukaufen.

Bei Energie Service Schwaben setzen wir verschiedenen Speicherbatterien ein:

  • Senec hat mit der Cloud das beste Angebot und bietet die besten Garantiebedingungen am Markt
  • Varta ist ein Speicherhersteller mit mehr als 110 Jahren Erfahrung, baut richtig gute Batterien und kommt aus unserer Region
  • Greenrock ist das umweltfreundlichste System am Markt und ermöglicht mit dem Salzwasserspeicher auch Ersatzstrom und Schwarzstart

Neben diesen drei Hauptmarken ist Energie Service Schwaben zertifiziert für E3DC und LG-chem sowie für andere Systeme.

Welche Solarbatterie ist die richtige?

Lesezeit: 1 Min.

Ganz klar: Die richtige Wahl hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist und was Sie mit dem Batteriespeicher erreichen möchten.

  • Soll die Speicherbatterie besonders umweltfreundlich sein?
  • Steht ein gutes Preis-Leistungsverhältnis im Vordergrund?
  • Möchten Sie einen möglichst günstigen Batteriespeicher?
  • Haben Sie weitere Wünsche, wie z. B. eine Notstromversorgung?

Das sind Kriterien, die Sie vorab klären sollten. Am besten lassen Sie sich dabei von einem Fachmann unterstützen.

Umweltfreundlich? Oder lieber wirtschaftlich?

Wenn Sie eine möglichst umweltfreundliche Variante bevorzugen, ist ein Salzwasserspeicher oder Bleispeicher die beste Entscheidung. Wenn für Sie dagegen Wirtschaftlichkeit sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis für Sie an erster Stelle stehen, ist ein Batteriespeicher mit zusätzlicher Dienstleistung die bessere Wahl.

Ist Ihnen eine Notstromversorgung wichtig, zum Beispiel damit elektronische Sperrhilfen oder Alarmanlagen sicher funktionieren? Für solche Anwendungen benötigen Sie einen größeren Stromspeicher als wenn Sie ausschließlich Wert darauf legen, dass bei einem Stromausfall der Kühlschrank weiterläuft. Übrigens: In Deutschland fällt der Strom im Schnitt nur 20 Minuten pro Jahr aus (Stand 2019).

Wer beim Kauf eines Batteriespeichers nur auf die Kriterien der KfW achtet, damit er gefördert wird, tut sich nichts Gutes. Denn was haben Sie davon, wenn Ihre Wahl nicht zu Ihrem Haushalt passt?

Unser Tipp: Prüfen Sie genau, welche Variante Ihren Anforderungen entspricht und lassen Sie sich beraten. 

Kann ich einen Solarspeicher nachrüsten?

Lesezeit: 1:07 Min.

Die klare Antwort lautet: Ja. Wenn Sie bereits eine Photovoltaikanlage installiert haben oder auch, wenn Sie sich erst jetzt eine Photovoltaikanlage anschaffen und  später nachrüsten möchten.

Unterschiedliche Batteriespeicher

Es gibt  zwei Arten von Batteriespeichern: einen DC-geführten und einen AC-geführten. Was steckt dahinter? Ganz einfach: DC bedeutet Gleichstrom und AC bedeutet Wechselstrom. Wenn Sie eine Solaranlage neu installieren, können Sie den Gleichstrom, der vom Dach kommt, in den Batteriespeicher einfließen lassen. Das ist eine sogenannte DC-Anlage oder ein DC-geführter Stromspeicher.

Dagegen wird beim AC-geführten Batteriespeicher der Strom in Wechselstrom umgewandelt, den wir im Haus verwenden. Diesen können Sie auch im Nachhinein integrieren. Die Experten streiten sich darüber, welche Variante die bessere ist. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Jetzt schon ans Nachrüsten denken

Wenn klar ist, dass Sie den Batteriespeicher erst später integrieren möchten, sollten Sie bereits im Vorfeld auf verschiedene Dinge achten. Da der Speicher einen Sensor am Stromzähler benötigt und mit einem Wechselrichter korrespondiert, suchen Sie bestenfalls schon bei der Installation der Photovoltaikanlage einen passenden Platz für den Stromspeicher aus. So bleiben die Kabelwege möglichst kurz. Entscheiden Sie sich für einen Lithiumspeicher, braucht dieser einen Ort, der nicht zu kühl ist.

Die Vorteile des Batteriespeichers

Es gibt zwar technische und steuerliche Vorteile, wenn Sie die Speicherbatterie gleich mit einbauen lassen. Das heißt aber nicht, dass es einen Nachteil mit sich bringt, wenn Sie ihn nachträglich einbauen lassen. Momentan bauen wir etwa 60 Prozent der Anlagen mit direkt mit und 40 Prozent ohne ein. Das liegt daran, dass wir genau schauen, was für unsere Kunden am besten ist.

Was ist mit der Förderung von Solarspeichern? (2020)

Lesezeit: 1:35 Min.

Bei diesem Thema gibt es ständig Änderungen. Stand 2019 ist, wenn Sie eine Solaranlage inklusive Speicher einbauen, gibt es vom Staat zwar keine direkte, aber eine indirekte Förderung. Diese sieht so aus, dass Sie sich die Mehrwertsteuer des Stromspeichers erstatten lassen und sich diese 19 Prozent sparen können.

KfW-Förderung

Wer sich für eine KfW-Förderung entscheidet, kann sich seinen Stromspeicher ebenfalls indirekt fördern lassen.

Beispiel: Bei einem KfW-40-Haus gibt es ein zusätzliches Technikpaket, bei dem eine Photovoltaikanlage mit Speicher vorgeschrieben sind. So wird aus dem KfW-40-Haus ein KfW-40-plus-Haus. Dafür erhalten Sie pro Wohneinheit 5.000 Euro extra. Wenn Sie ein Haus mit zwei Wohneinheiten bauen, erhalten Sie 10.000 Euro. Damit ist der Speicher finanziert. Voraussetzung ist, dass der Speicher die Förderkriterien erfüllt. Genaue Informationen erhalten Sie bei Ihrem Fachhändler.

10.000-Häuser- Programm in Bayern

In Bayern gibt es zurzeit das 10.000-Häuser-Programm. Stromspeicher sind darin vorgeschrieben und werden bezuschusst. Wie bei allen Förderprogrammen enthält das Programm Vor- und Nachteile, denn auch hier gilt es, bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel, muss man den eigenen Speicher der Allgemeinheit für Smart Grid zur Verfügung stellen.

In Baden-Württemberg gibt es eine Förderung von der Landesbank in Form eines Tilgungszuschusses. Dabei muss ein Kredit aufgenommen, jedoch nicht kompeltt zurückgezahlt werden. Natürlich zahlen Sie für den Kredit zunächst auch Zinsen.

Photovoltaik Förderprogramme prüfen

Wichtig ist, dass Sie sich mit den Förderrichtlinien beschäftigen. Prüfen Sie genau, welche Förderung für Sie die passende ist. Manche Förderprogramme müssen Sie zuerst beantragen und danach dürfen Sie anfangen zu bauen. Oder Sie müssen das Förderprogramm beantragen, es muss genehmigt sein und dann dürfen Sie die Anlage bestellen.

Unser Tipp: Achten Sie bei der Beantragung auf den richtigen Zeitpunkt, damit die Förderung nicht verfällt und Sie rechtzeitig anfangen können, die Anlage einzubauen.

Förderungen von Gemeinden und Städten

Erkundigen Sie sich auf jeden Fall, ob es Förderungen von Ihrer Gemeinde oder Stadt gibt. In Gundremmingen zum Beispiel wird der Einbau von Photovoltaik und Speicher bezuschusst. In Tübingen (Baden-Württemberg) wird Photovoltaik vorgeschrieben, aber Sie erhalten auch Vorteile dadurch. Ulm (Baden-Württemberg) hat ein hervorragendes Programm für Indachanlagen.

Unser Tipp: Beachten Sie, dass die Anbieter von Fertighäusern und Hausverkäufer Photovoltaik oftmals nebenbei betreiben und nicht wissen, welche Förderungen es in Ihrer Region gibt. Fachbetriebe vor Ort kennen sich besser aus und beraten Sie kompetent.

Was kostet ein Stromspeicher für Photovoltaik?

Lesezeit: 1:01 Min.

Unterschiedliche Faktoren spielen eine Rolle, wie beispielsweise

  • die Größe und Art des Photovoltaik-Speichers
  • der Einsatzzweck

Damit können Sie rechnen:

Bei einem kleinen Speicher für eine PV-Anlage gehen wir von Kosten in Höhe von 3.000 bis 4.000 Euro aus. Das ist die untere Grenze. Bei einer größeren Variante inkl. Dienstleistungen und einer Notstromversorgung liegen Sie dagegen bei Kosten in Höhe von rund 7.000 bis 10.000 Euro.

Anders gesagt: Wenn der Speicher kleiner ist, dann kostet eine kWh Speicherkapazität zwischen 1.500 und 1.700 Euro (2019). Wenn der Stromspeicher größer ist, liegt sie schon unter 1.000 Euro. Speicherkapazität ist die Nutzkapazität – die Kilowattstunden, die sie jeden Tag nutzen können.

Preisunterschiede Bleispeicher und Lithiumspeicher

Beim Preis spielt auch die Art des Speichers eine Rolle. Bleispeicher sind zwar günstiger, halten aber nicht solange. Der Lithiumspeicher ist etwas teurer und hat dafür eine längere Lebensdauer. Lithiumspeicher werden mit 5.000 bis 10.000 Zyklen angegeben. Wenn man von 250 Zyklen jährlich ausgeht, müsste der Speicher 20 bis 40 Jahre halten. Hier sprechen Fachleute davon, dass er eher aus Altersschwäche den Betrieb einstellt.

Der Bleispeicher oder der Salzwasserspeicher sind mit rund 2.000 bis 4.000 Ladezyklen bereits mit 10 bis 15 Jahren an der Grenze. Langzeiterfahrungen gibt es bislang nicht. Daher achten Sie lieber darauf, welche Garantieleistungen der Hersteller anbietet.

Große Batteriespeicher für die Industrie

Bei Stromspeichern für die Industrie liegen die Kosten in Höhe von etwa 500.000 und 3 Millionen Euro. Diese Stromspeicher sind teilweise so groß wie Seecontainer. Anders als bei den Heimspeichern werden sie eingesetzt, um Netzschwankungen auszugleichen und um dann Strom zu liefern, wenn er teuer ist sowie ihn zu speichern, wenn der Strompreis günstig ist.

Rechnet sich eine Solarbatterie?

Lesezeit: 3:01

Lohnt sich ein Batteriespeicher oder nicht? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele unserer Kunden. Und wie so oft, gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Hier ein Überblick.

Betriebswirtschaftliche Berechnung

Nehmen wir an, ein Stromspeicher kostet 5.000 Euro und kann 5 oder 6 kWh speichern. Das Ganze etwa 200- bis 250-mal im Jahr, wenn die Anlage groß genug ist. Photovoltaikstrom kostet aktuell rund 11 Cent. Kaufen Sie den Strom, müssen Sie 25 oder vielleicht 30 Cent bezahlen. Der Solarstrom ist also gut 20 Cent günstiger.

Berechnung der Ersparnis pro Jahr

5 kWh x 250 Zyklen = ca. 1300 kWh

1300 kWh x 20 Cent = 250 Euro

Kostet der Speicher 5.000 Euro und sparen Sie pro Jahr die 250 Euro, hat sich Ihr Stromspeicher in 20 Jahren amortisiert. Allerdings rechnen wir – wie alle anderen auch – mit Erhöhungen der Strompreise. In diesem Fall hat sich der Speicher voraussichtlich schon nach 15 bis 17 Jahren amortisiert.

Faustregel

Generell macht sich ein Stromspeicher bei einem Stromverbrauch von 3.000 bis 4.000 kWh bezahlt. Je größer er ist, je öfter er gefüllt werden kann und je umfangreicher die Photovoltaikanlage, desto höher ist die Rentabilität. Dabei sollten Sie beachten, dass Blei- und Salzwasserspeicher günstiger sind, allerdings nicht so lange halten. Lithiumspeicher dagegen sind etwas teurer, halten im Umkehrschluss aber auch länger. 

Speicher mit Dienstleistungen

Verschiedene Hersteller haben Clouds und Communities ins Leben gerufen, wodurch Sie mit Ihrem Stromspeicher zusätzlich Geld verdienen können. Diese Marketingprogramme sind durchaus interessant.

Warum? Beim Stromspeicher von Senec ist es z.B. so, dass Sie den Strom, den Sie im Sommer in der Cloud speichern, im Winter nutzen können. Dadurch sparen Sie etwa 7 bis 8 Cent und der Speicher hat dadurch einen weiteren Mehrwert von rund 200 Euro. Sollten Sie dann noch Strom übrig haben, weil Sie nur 5.000 kWh benötigen, aber 10.000 kWh durch die Photovoltaikanlage produziert wurden, können Sie die überschüssigen 5.000 kWh in der Cloud für Family & Friends zur Verfügung stellen. Das bedeutet wiederum eine Ersparnis. So kann es sein, dass sich ein Stromspeicher, in 15, 10 oder sogar unter 10 Jahren amortisiert – anstatt in 20 Jahren.

Um herauszufinden, ob sich ein Speicher für Sie rechnet, sollten Sie vorher folgende Fragen klären:

  • Wie groß ist Ihre Photovoltaikanlage?
  • Kann der Speicher gefüllt werden?
  • Welchen Stromverbrauch haben Sie – vor allem in der Nacht?
  • Wieviel Strom können Sie bei Nacht aus dem Speicher nehmen?
  • Wollen Sie zusätzliche Dienstleistungen nutzen?

Entwicklung der Technik

Früher war das Speichern des erzeugten Solarstroms eine rein ideologische Sache. Heute sind Sie unabhängig und der Stromspeicher macht sich im Laufe der Jahre in jedem Fall bezahlt. Der Grund: Die Speichertechnik ist in den vergangenen Jahren sehr viel besser geworden.

Vier von zehn Anlagen verkaufen wir weiterhin ohne Speicher, da die Kunden

  • eine zu kleine Anlage haben
  • den Strom nicht nutzen können
  • später nachrüsten wollen

Wichtig ist, dass Sie im Vorfeld genau schauen, was für Sie passt. Kontaktieren Sie uns jederzeit, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Umweltfreundliche Energievorsorge

Sicher ist, dass Sie mit Photovoltaik und Stromspeicher zukunftssicher vorsorgen. Denn die Strompreise steigen. Außerdem sind die Produktionsbedingungen von Gas und Öl in anderen Ländern umwelttechnisch oft schlecht. Umweltfreundliche Photovoltaik in Kombination mit einem Stromspeicher ist also auch aus dieser Sicht eine optimale Lösung.

Auflagen und Vorschriften für Solarstrom Batteriespeicher

Lesezeit: 1:02 Min.

Auflagen und Vorschriften gibt es auch bei Stromspeichern – nicht für Sie als Kunden, sondern in erster Linie für den Installateur. Was ist wichtig? Erst einmal der sichere Transport: Viele Speicher sind Gefahrgut und müssen nach speziellen Vorschriften transportiert werden.

Passende Temperatur für Stromspeicher

Außerdem ist die richtige Temperatur für den Stromspeicher wichtig. Diese hängt von der Art der Batterie ab, die Sie im Einsatz haben. Eine Bleibatterie ist z.B. für unsere Autos hervorragend geeignet, denn ihr machen knackige Minus- und Plusgrade wenig aus. Für Lithiumspeicher ist der Temperaturbereich zwischen 10 und 40 Grad plus optimal.

Garantieleistungen

Wichtig für Sie: Der Stromspeicher schreibt die Temperatur mit. Wenn die Temperatur für die Lithiumbatterie irgendwann zu gering ist, können Sie das später auslesen. Wenn die Batterie kaputt ist, haben Sie in diesem Fall keinen Anspruch auf Garantieleistungen.

Auch eine direkte Sonneneinstrahlung schadet der Elektronik genauso wie Wasser. Aus diesem Grund achten Sie darauf, dass

  1. die Temperatur für den Stromspeicher angemessen ist und
  2. der Stromspeicher auf einem Sockel steht, sofern Ihr Haus hochwassergefährdet ist.

Einbaukosten für Solarspeicher bei ESS Kempfle

Lesezeit: 1:59 Min.

Wir machen Komplettangebote für unsere Stromspeicher. Das bedeutet, in unserer Kalkulation ist der Einbau immer schon im Preis mit enthalten. Den Montagepreis weisen wir nicht extra aus. Sie kostet zwischen 500 und 1.000 Euro.

Einige Punkte sind vor der Installation zu klären:

  • Wie sind die Voraussetzungen beim Kunden?
  • Wie kommt das Stromkabel zum Stromspeicher?
  • Wo muss eine Steuerleitung gelegt werden?

Wir checken die Bedingungen bei Ihnen vor Ort, die wir schließlich bei der Kalkulation des Pauschalpreises berücksichtigen.

Beachten Sie beim Kauf eines Speichers darauf, dass

  • Dieser zur Photovoltaikanlage passt
  • Sie den Stromspeicher von einem Fachbetrieb installieren lassen

Mit dem Fachbetrieb auf der sicheren Seite

Der Fachbetrieb bietet Ihnen den Vorteil, dass qualifizierte Mitarbeiter die PV-Anlage und den Speicher einrichten und montieren. Wir verfügen über die erforderlichen Zertifikate für alle Speicher, die wir in unserem Portfolio haben. Zudem bilden wir uns permanent weiter, da es im Bereich der regenerativen Energien häufig Änderungen gibt.

Risikofaktor Subunternehmen

Wenn Sie sich für eine Firma entscheiden, die mit Subunternehmern arbeitet, können Sie Glück haben – oder aber auch nicht. Die Firma mag den Stromspeicher gut verkaufen, das heißt aber nicht automatisch, dass der Subunternehmer die Anlage auch professionell anschließt.

Alles aus einer Hand

Sparen Sie sich diesen Ärger und beauftragen Sie einen Fachbetrieb. So erhalten Sie Beratung, Verkauf, Installation und Service aus einer Hand. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Leute vom Fach für Sie da sind, sondern bedeutet auch kurze Wege und kooperierende Gewerke.

Kundenkartei mit sämtlichen Infos

Bei uns zum Beispiel wird alles von A bis Z mit Fotos dokumentiert. Verkäufer und Berater hinterlegen Fotos zu Beginn des Projekts. Dann dokumentieren Bilder den Verbau auf dem Dach und die elektrische Installation. Dies ist besonders praktisch, wenn Ihr Ansprechpartner wechseln sollte oder im Urlaub ist. Dank der Dokumentation haben alle Mitarbeiter den Überblick, was bei Ihnen wie installiert wurde und wie die örtlichen Gegebenheiten sind.

Hilfe per Fernzugriff

Es gibt Portale, auf die wir uns draufschalten können, wenn Sie es erlauben. Dadurch sehen unsere Servicemitarbeiter technische Fehler bei Ihrer Photovoltaikanlage oder beim Stromspeicher und können schnell reagieren. Beim System Solar Edge ist das zum Beispiel möglich. 

Partner für die nächsten 30 Jahre

Überlegen Sie sich gut, wen Sie an Ihrer Seite haben möchten. Bei einer Investition für die nächsten 20, 30 Jahre lohnt es sich, einen Partner zu haben, der seit Langem am Markt etabliert ist, sich sehr gut auskennt und auch langfristig für Sie, Fragen und Herausforderungen zur Verfügung steht.

Genau das bekommen Sie bei uns.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Günther Bischeltsrieder
    10. März 2020 15:37

    Guten Tag.
    Ich wurde von Senec, Herrn Knorr, an Sie verwiesen.
    Ich bekomme in den nächsten Tagen, vorraussichtlich am Freitag, 20. März, ein Austauschanlage Senec.Home LI V2.1 – 7.5 kWh. Ausgetauscht wird im Rahmen der Senec Tauschaktion unser antiker Senec.Home Pb 7.5, Lieferung 2012.
    Meine Frage: Wüden Sie die Inbetriebnahme des Speichers gegen Aufwand übernehmen.
    Der Aufstellungsort befindet am selben Ort wie der vorige Speicher. Alle Anschlüsse stehen im Verteilerkasten zur Verfügung.

    Gruß
    Günther Bischeltsrieder

    Antworten

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