Der Ratgeber zu Photovoltaik Kosten für Solaranlagen

Welche Kosten sind bei einer Photovoltaikanlage zu beachten?

Lesezeit: 2:16 Min.

Natürlich spielen neben dem Umweltschutz die Kosten für eine Photovoltaikanlage eine große Rolle.  Die setzen sich zusammen aus

  • Investitionskosten
  • Mehrwertsteuer
  • laufenden Kosten
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Investitionskosten für die Solaranlage

Zunächst einmal haben Sie die Investitionskosten oder Anschaffungskosten. Das ist der Betrag, den Sie ausgeben, damit die PV-Anlage auf dem Dach montiert wird. Am besten vereinbaren Sie einen Fixbetrag, den Sie mit dem Solateur ausmachen. Wenn er gut ist, kann er die Kosten vorher genau abschätzen und Ihnen den Preis nennen, bei dem es dann auch bleibt. Die nächste Frage ist: Woher nehmen Sie das Geld? Wenn Sie die Anlage aus eigener Tasche finanzieren, schauen Sie, dass Sie es sich ordentlich verzinsen lassen. Oder Sie nehmen einen Kredit auf und zahlen dafür Zinsen. Das ist wichtig für die laufenden Kosten, die später auf Sie zukommen.

Mehrwertsteuer

Nach der Investition kommt das Thema Mehrwertsteuer. Sie bezahlen die Anlage netto plus Mehrwertsteuer, die Sie sich zurückholen können. Was die meisten Kunden tun und in den meisten Fällen sinnvoll ist.

Laufende Kosten

Dann haben Sie als nächstes die laufenden Kosten, die jährlich auf Sie zukommen. Darunter fallen

  • Versicherung: Die ist über die Hausratversicherung zum Teil ganz günstig. Es gibt ebenfalls die sogenannte Allgefahren-Versicherung, die die PV-Anlage bei Sturm, Hagel, Blitzschlag, Tornado und Marderbiss absichert. Solche Fälle sind selten, deswegen wird diese Versicherung auch günstig angeboten. Für eine Anlage mit 10 kWh zahlen Sie rund 70 Euro im Jahr. Manchmal bieten die Modulhersteller oder Großhändler eine Versicherung mit an. Achten Sie dann darauf, dass Sie im Schadensfall einen Ansprechpartner haben. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Versicherungsvertreter darüber.
  • Garantie: Entscheidend ist, ob Sie eine Garantie haben, die über 5, 7, 10, 12 oder sogar über 20 Jahre läuft. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren, müssen Sie nur Geld für die anfallenden Handwerkerkosten auf die Seite legen. Haben Sie ohne die Garantieverlängerung oder nur mit kurzer Garantie gekauft, dann sollten Sie für eine Hausanlage mit etwa 10 Kilowattstunden 70 bis 100 Euro pro Jahr zurücklegen. So können Sie einen neuen Wechselrichter finanzieren, wenn dieser ersetzt werden muss.
  • Wartung: Gewerbliche Anlagen müssen laut Vorschrift alle 2 Jahre gewartet werden, private Anlagen nicht. Damit Ihre PV-Anlage möglichst ertragreich ist, ist es allerdings sinnvoll, sie bei Bedarf zu reinigen. Schauen Sie einfach regelmäßig aufs Dach und checken Sie, ob sich Dreck auf den Modulen angesammelt hat. Vor allem wenn Sie an einer viel befahrenen Straße wohnen, einen Kamin oder Stallgebäude in der Nähe haben. Um die laufenden Kosten gering zu halten, brauchen Sie diesen Faktor nicht mit zu berücksichtigen.

So kommen Sie auf 70 bis maximal 200 Euro laufende Kosten pro Jahr bei einer Anlage mit 10 kWh.

Ab wann rechnet sich die Anlage?

Nun ist die Frage, wie Sie das Geld zurückführen. Wenn Sie einen Kredit aufgenommen haben, tilgen Sie diesen bei der Bank. Haben Sie die Solaranlage aus Eigenkapital finanziert, geht es um die Kapital-Rückgewinnung, wobei Sie die laufenden Kosten noch dazurechnen müssen. Diese Kosten sind in der Regel so niedrig, dass der Strom, den Sie produzieren, diese leicht bezahlt. Für eine Anlage im Privatbereich haben Sie einen ROI, einen Return of Invest, in etwa 10 bis 12 Jahren. Das hängt davon ab, wie hoch Ihr Eigenverbrauch ist. Das heißt, wenn Sie heute eine Anlage aufs Dach bauen, ist sie spätestens in 10 bis 12 Jahren bezahlt. Danach wirtschaftet sie in Ihre Tasche.

Der Unternehmer denkt anders als der Besitzer von einem Einfamilienhaus. Er fragt: Was kostet mich die Anlage im Monat oder im Jahr? Und wie viel bringt mir die Anlage im Monat oder im Jahr? Das wird durch die Wirtschaftlichkeitsberechnung deutlich.

Wenn Sie Fragen zu den Kosten von Photovoltaik haben, melden Sie sich bei uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Lohnen sich die Anschaffungskosten für eine Solaranlage?

Lesezeit: 1:48 Min.

Immer wieder stellen uns Kunden die Fragen, ob sich die Anschaffungskosten für sie lohnen und wie lange es braucht, bis sich eine Photovoltaik-Anlage von selbst bezahlt macht. Das sind spannende Fragen, die sich pauschal schwer beantworten lassen. Als Beispiel für eine Berechnung nehmen wir am besten  eine Photovoltaikanlage auf einem Hausdach. Die kostet je nach Qualität, Voraussetzungen, Gerüst und Elektrik zwischen 12.000 und 14.000 Euro. Um die Anschaffungskosten wieder hereinzubekommen, haben Sie zwei Möglichkeiten:
  1. Den Strom einzuspeisen. Dann bekommen Sie Geld, die sogenannte Einspeisevergütung, für den Verkauf des Stroms.
  2. Sie verbrauchen möglichst viel eigenen Strom selbst. Dann müssen Sie keinen oder weniger Strom kaufen.
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Amortisationszeit der Photovoltaik-Anlagen im Privathaushalt und im Gewerbe

Bei der Einspeisevergütung erhalten Sie momentan etwa 10 Cent pro Kilowattstunde. Wenn Sie 10.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen, kämen Sie auf 1000 Euro. So beläuft sich die Amortisationszeit auf 12 bis 14 Jahre.
Wenn Sie Ihren eigenen Strom verbrauchen, dann müssen Sie keinen kaufen. Beim jetzigen Strompreis kostet eine Kilowattstunde etwa 30 Cent. Das macht bei 10.000 Kilowattstunden 3000 Euro im Jahr. In diesem Fall amortisiert sich Ihre PV-Anlage schon in 4 bis 5 Jahren.
Die Amortisationszeit hängt davon ab, wie viel Strom selbst verbraucht und wie viel eingespeist und verkauft wird. Unserer Erfahrung nach amortisieren sich die Anlagen in 8 bis 12 Jahren.

Und wie ist es im Gewerbe?

Hier kommen wir auf einen Return of Invest (ROI), der manchmal schon unter 5 Jahren liegt. Wie das? Um das anhand eines Beispiels zu verdeutlichen, nehmen wir eine PV-Anlage mit 100 kWh für 600 Quadratmeter. Da belaufen sich die Anschaffungskosten auf 100.000 Euro. Diese PV-Anlage produziert pro Jahr zwischen 90.000 und 100.000 Kilowattstunden Strom, den Sie nicht kaufen müssen. Wenn Sie Gewerbestrom haben, der vielleicht nur 22 Cent kostet, sparen Sie jährlich 20.000 Euro. So hat sich die Photovoltaikanlage schon in 5 Jahren bezahlt gemacht. Natürlich hängt es auch hier davon ab, wie groß die Photovoltaikanlage ist, wie hoch die Kosten dafür sind und wie Sie den Strom nutzen können.

Wenn Sie eine PV-Anlage mieten, dann lohnt sich die Investition ab dem ersten Augenblick. Das ist allerdings eine besondere Konstellation. Lassen Sie sich im Vorfeld eingehend von einem Fachbetrieb beraten, wenn Sie diese in Betracht ziehen.

Gute Gründe, warum Sie genau jetzt eine Photovoltaikanlage kaufen sollten

Lesezeit: 1:50 Min.

Warum sollten Sie genau jetzt eine Photovoltaik-Anlage kaufen?  Das hängt natürlich von den Gegebenheiten ab. Besonders gute Zeitpunkte sind, wenn bei Ihnen Baumaßnahmen anstehen. Wenn Sie zum Beispiel
  • das Dach sanieren
  • die Heizung erneuern
  • das Haus renovieren
  • die Elektrik erneuern
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Das sind beste Gelegenheiten, auch gleich eine Photovoltaikanlage mit installieren zu lassen. Warum? Sie nehmen sowieso Geld in die Hand und es entstehen Synergieeffekte: Das Gerüst kann mit genutzt werden, der Elektriker ist eh im Haus. So lassen sich viele Kosten sparen.

Es gibt aber auch andere Gründe, die dafür sprechen, sich jetzt für eine Photovoltaikanlage zu entscheiden.

Einspeisevergütung

Beim Klimagipfel wurde entschieden, dass die Einspeisevergütung auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt. Allerdings wird sie immer geringer. Das hängt davon ab, wie stark die Photovoltaik in Deutschland zunimmt. Momentan erhalten Sie 10 Cent pro Kilowattstunde, 2021 gibt es vielleicht nur noch 9 Cent. Egal, wie viel Geld es ist: Es sind Einnahmen, mit denen Sie Ihre Photovoltaikanlage finanzieren können.

Photovoltaikanlagen werden nicht günstiger

In den letzen Jahren wurden die Anlagen immer günstiger. Mittlerweile ist es aber so, dass die Preise für die Module wieder gestiegen sind, was von der Situation auf dem Weltmarkt und den Wechselkursen abhängt.

So setzen sich die Preise für eine PV-Anlage zusammen:

  • ca. 50 % Material
  • ca. 50 % Lohnkosten

Gute Finanzierungsmöglichkeiten

Wir alle wissen es: Momentan ist Geld sehr billig. Egal, ob Sie für Ihr eigenes Geld wenig Zinsen bekommen oder ob Sie Geld aufnehmen und dafür wenig Zinsen zahlen: Günstiger werden Sie Ihre Photovoltaikanlage nicht mehr finanzieren können.

Klimaschutz, Altersvorsorge und autarke Energieversorgung sind ebenfalls gute Gründe, jetzt in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Je schneller Sie sich dafür entscheiden, desto schneller macht sie sich bezahlt.

Der richtige Zeitpunkt für Photovoltaik ist jetzt

Frühjahr oder Herbst? Wann ist es am sinnvollsten, die PV-Anlage zu installieren? Kurz gesagt: Es ist gehupft wie gesprungen. Wenn Sie die Photovoltaikanlage im Frühjahr installieren lassen, kann es sein, dass sie aufgrund von Schnee im Mai oder Juni ans Netz kommt. Lassen Sie sie im Herbst montieren, kann sie zwar fertig gemeldet werden, in den Genuss von Sonnenstrom kommen Sie aber erst in den ersten Frühlingstagen.

Sie sehen, es gibt keine Gründe zu warten. Packen Sie das Thema Photovoltaik an und machen Sie mit beim Klimaschutz und bei der Energiewende. Photovoltaik bietet jedem von uns die ideale Möglichkeit dazu. Denn die Sonne scheint beständig – vielleicht in Zukunft noch ein bisschen häufiger.

Welche Preisfaktoren gibt es bei der Photovoltaik?

Lesezeit:  2:18 Min.

Welche Preisfaktoren gibts bei einer Photovoltaikanlage? Um diese Frage klar zu beantworten, hilft es, einen Blick auf die unterschiedlichen Faktoren zu werfen.

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  • Qualität: Der Preis hängt ganz stark davon ab, für welche Qualität Sie sich bei der Anlage entscheiden. Bei einer Funktions- oder Projektanlage sind die Komponenten ok und sie erfüllt ihren Zweck. Schwerpunkt ist hier, dass sie günstig ist. Im mittleren Preissegment erhalten Sie eine durchdachtere Anlage, die länger hält und mehr Ertrag bringt. Bei den High-End-Produkten bekommen Sie Anlagen, die auf dem höchsten Stand der Technik sind, eine noch längere Lebensdauer und einen noch höheren Ertrag bieten. Welche Variante die geeignetste für Sie ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Solateur.
  • Gerüst: Wenn Sie zum Beispiel eine PV-Anlage auf Ihrer Gartenhütte montieren wollen, haben Sie beim Gerüst natürlich ein anderes Preisgefüge, als wenn Sie eine Anlage im dritten Stock auf ein Mehrfamilienhaus bauen. Je höher das Gebäude, je mehr Hausseiten eingerüstet werden müssen und je komplizierter das Einrüsten ist, desto teurer wird es. Die Preisspanne ist dementsprechend groß. Los geht’s bei 200, 300 Euro und hört auf bei mehreren Tausend Euro.
  • Montage: Auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Lassen Sie sich Ihre PV-Anlage von einem Subunternehmen einfach auf die Dachfläche „nageln“, ist das natürlich günstiger, als wenn Sie einen Fachbetrieb damit beauftragen. Der Vorteil ist, dass Sie beim Fachbetrieb einen Ansprechpartner haben, der sich um alles kümmert. Er ist da, falls etwas nicht funktioniert oder Sie einfach nur eine Frage haben.
  • Dachbeschaffenheit: Eine Rolle spielt auch die Beschaffenheit vom Dach. Es ist aus Blech oder Bitumen? Sind es Ziegel? Ist es ein Flachdach? Ist es steil oder flach? Muss es vorher noch gereinigt werden? Das alles beeinflusst die Geschwindigkeit und die Einfachheit der Montage. Hinzukommen die sogenannten Störflächen. Wenn viele Fenster im Dach sind, ist es komplizierter, als wenn wir auf einer Dachfläche ohne Fenster, Kamin und Antenne arbeiten. Wenn Antennen oder Satellitenschüsseln ab- oder umgebaut werden müssen, verursacht das ebenfalls Mehrkosten.
  • Kabelweg: Ist der Kabelweg schon vorgegeben oder muss man ihn noch legen? Das schlägt sich selbstverständlich ebenfalls auf den Preis nieder.
  • Betriebskosten: Zum einen sind hier die Versicherung enthalten, zum anderen die Rücklagen für die technischen Geräte. Die Garantie, zum Beispiel für den Wechselrichter, geht über 5 Jahre. Wenn danach etwas an dem Gerät kaputt geht, müssen Sie es ersetzen. Sorgen Sie rechtzeitig vor und nutzen Sie die Möglichkeit der Garantieverlängerung von bis zu 20 Jahren.
  • Anfahrt: Denken Sie daran, die Anfahrt mit einzukalkulieren. Wie viel dafür berechnet wird, hängt davon ab, wie weit die Anfahrt ist.
  • Steuer: Und zum Schluss: Planen Sie die Steuern mit ein.

Prinzipiell gilt: Nicht immer ist die günstigere Anschaffung die wirtschaftlichere.

Welche Kosten können Sie steuerlich geltend machen?

Lesezeit:  55 Sek.

Gleich vorweg: Wir machen keine steuerlichen Beratungen, wir geben hier lediglich ein paar Tipps zum Thema Steuern, die auf unseren langjährigen Erfahrungen basieren.

Es gibt einige gute Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Zum Beispiel können Sie sich die 19 % Mehrwertsteuer vom Fiskus zurückholen oder Sie machen die Kosten für die Handwerker beim Finanzamt geltend. Beides geht allerdings nicht.
Unserer Erfahrung nach ist es die bessere Variante, sich die Mehrwertsteuer erstatten zu lassen. Lassen Sie sich aber auf jeden Fall von Ihrem Steuerberater informieren, welche Möglichkeit für Sie am besten ist.

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Wenn Sie bereits eine Solaranlage installiert haben, können Sie bei der Einkommensteuererklärung (Anhang PV) Steuern sparen. Hier werden die Kosten der Anlage den Erträgen gegenübergestellt. Zu den Kosten zählen

  • Zinsen
  • Versicherung
  • Reparaturen
  • Abschreibung für Abnutzung (AfA)

Die Erträge setzen sich aus gesparten und der verkauftem Strom zusammen.

Diese Differenz ist dem zu versteuernden Einkommen zuzurechnen.
Wie das genau funktioniert, erfahren Sie demnächst in unserem Ratgeber Steuern.

Was kosten die Komponenten einer Photovoltaikanlage 2020?

Lesezeit:  2:18 Min.

Wenn Sie wissen möchten, was die einzelnen Komponenten einer Photovoltaikanlage kosten, dann ist das ist so, als wenn Sie beim Kauf eines Autos fragen, wie teuer der Motor ist.  Wir verkaufen in der Regel komplette Photovoltaikanlagen zum Fixpreis. Natürlich sind die Kosten der einzelnen Bestandteile kein Geheimnis. Lesen Sie hier, womit Sie ungefähr rechnen können. Bei einem Einfamilienhaus kann man sagen, dass das Material etwa die eine Hälfte der Kosten ausmacht und die Dienstleistung, das Gerüst uns die Elektroinstallationen die andere Hälfte.

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Unterschiedliche Voraussetzungen spielen ebenfalls eine Rolle:

  • Beim Neubau steht das Gerüst vielleicht schon, das Dach ist gerade. Es gibt eine Lehrleitung zum Technikraum, der Technikraum ist vorbereitet, der Zählerschrank ist neu. So lässt es sich einfach und schnell arbeiten.
  • Bei einem Haus aus den 1970er-Jahren wurde selbstverständlich noch nicht an eine Photovoltaikanlage gedacht und die Elektrik ist dementsprechend alt.
Preise von Photovoltaikanlagen

Aktuelle Daten dazu finden Sie beim Fraunhofer Institut: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland 

  • Überblick über die Kosten der Solaranlage
  • Unterkonstruktion fürs Dach: Das ist die Konstruktion, auf die die Module montiert werden. Hier wird die Anlage mit dem Dach verbunden. Allein hier gibt es schon beim Material Preisunterschiede bis zu 20%. Warum? Wenn Sie ein Blechdach haben, brauchen Sie weniger Alu aufgrund der Statik, weil die Schienen direkt auf dem Blech aufliegen. Bei einem Ziegeldach benötigt man Dachhaken und Schienen, die den Abstand von Dachhaken zu Dachhaken überspannen können. Für die Unterkonstruktion rechnen wir pro Kilowatt mit 100 bis 200 Euro.
  • Verkabelung: Auf die Unterkonstruktion kommen die Kabel. Das ist eine einfache Geschichte, denn die gibts in unterschiedlicher Dicke, nämlich in 4 und 6 Quadratmillimetern (mm²). Das hängt davon ab, wie viel Strom durch die Kabel fließen kann. Ihr Solateur kann bewerten, was er benötigt. Kosten für Kabel betragen rund 100 bis 150 Euro.
  • Photovoltaikmodule: Das ist ein Faktor, bei dem die Preise weit auseinandergehen. Hier gibt es qualitativ große Unterschiede. Sie können pro kWp 250 bis 300 Euro, aber auch 500 bis 600 Euro ausgeben.
  • Kabelweg: Das ist der Weg, wie der Strom ins Haus kommt. Zuerst gehts zum Wechselrichter und dann zum Zählerschrank. Wenn es im Neubau schon ein Lehrrohr dafür gibt, ist es ganz einfach. Wenn der Elektriker den Kabelweg an der Außenwand entlang legen muss, vielleicht noch ein besonderes Rohr verwendet und mehrere Durchbrüche im Keller nötig sind, dann braucht er mehr Zeit. Und Zeit ist bekannterweise auch Geld.
  • Wechselrichter: Hier gibt es ebenfalls große Qualitäts- und Preisspannen. Marken wie Huawei und Delta bieten günstige Produkte an. Hersteller wie Kostal, SMA und Fronius haben Standard-Wechselrichter im mittleren Preissegment am Markt, mit extra Funktionen wie Internetanschluss und App. Zu den High-End-Produkten zählt der Wechselrichter von SolarEdge, zu dem Optimierer dazugehören, sodass man einzelne Module in der Überwachung sieht. Hier liegen Sie bei 150 bis 250 Euro pro kWp allein fürs Material – ohne Installation.
  • Elektroinstallation: Wenn der Elektrokasten up to date, der Schalter für den Zähler (SLS-Schalter) installiert und der Zählerplatz vorhanden ist, wenn für die Sicherung genügend Teileinheiten zur Verfügung stehen, die Erdung in der Nähe und der Überspannungsschutz drin ist, dann ist schon das meiste erledigt. Es fehlen dann nur noch Sicherungen, der Überspannungsschutz DC von der Photovoltaikanlage und eventuell noch einen FI. Fertig. Hier können Sie mit Kosten zwischen 500 und 800 Euro rechnen. Bei einem alten Haus sind die Gegebenheiten anders und der Aufwand für die Elektroinstallation ist höher. Da liegen Sie erfahrungsgemäß bei 2000 bis 2500 Euro.
  • Vertrieb, Verwaltung und Abwicklung sind zusammen etwa 20 bis 40 Stunden und kosten 1000 bis 2000 Euro.
  • Anmeldung beim EVU (Energieversorgungsunternehmen) kostet 150 bis 250 Euro, je nach Solateur und Aufwand.
  • Montage: Hier kommt es auf die Größe der Anlage und auf die Dacheindeckung sowie auf die Höhe des Gerüsts an. Sie können hier mit 1000 bis 2000 Euro bei einer Hausanlage rechnen.
KomponentenAktuelle Preisspanne
Unterkonstruktion fürs Dach100 bis 200 Euro/kWp
Verkabelung100 bis 150 Euro
Solarmodule250 bis 600 Euro/kWp
Wechselrichter (ohne Installation)150 bis 250 Euro/pro kWp
Elektroinstallation300 bis 2500 Euro
Vertrieb, Verwaltung und Abwicklung1000 bis 2000 Euro
Anmeldung bei der EVU200 Euro
Montage1000 bis 2000 Euro

Mit welchen Betriebskosten müssen Sie rechnen?

Lesezeit: 25 Sek.

Die Betriebskosten für eine PV-Anlage sind eher gering. Trotzdem sollten Sie die laufenden Kosten bei der Kalkulation immer mit im Blick behalten. Grob geschätzt gehen wir von Betriebskosten in Höhe von etwa einem bis zwei Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr aus.

Betriebskosten für Hausanlage bis 10 kWp
durchschnittliche KostenHäufigkeit
Wartung200 Euroselten
Rücklage für Wechselrichter100 bis 200 Eurojährlich, je nach Garantieverlängerung
Zählermiete80 bis 120 Eurojährlich, je nach EVU
Professionelle Reinigung100 bis 200 Euroselten, aber nach eigener Einschätzung
Versicherung70 bis 80 Eurojährlich

Welche Kosten entstehen durch die Reinigung einer Photovoltaik-Anlage?

Lesezeit: 2:11 Min

Ist die Reinigung einer PV-Anlage wichtig? Wenn ja, welche ist die richtige? Welche Wartungskosten kommen noch auf mich zu?
Natürlich beschäftigen sich viele unserer Kunden auch mit diesen Fragen, denn es ist ja wichtig zu wissen, was einen die Photovoltaikanlage im laufenden Betrieb kostet.

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Müssen Sie Ihre Photovoltaikanlage reinigen?

Wenn die Module dreckig sind, ist es sinnvoll, sie sauber zu machen – ganz einfach. Der Regen erledigt das schon zum größten Teil. Entscheidend ist der Neigungswinkel der Solarmodule: Wenn die Module mehr als 10 Grad geneigt sind, dann spült der Regen den Schmutz, Blütenstaub und Staub aus der Luft und von der Straße sauber über den Rand. Wenn die Module weniger als 10 Grad geneigt sind, bildet sich am unteren Rahmen ein kleiner Schmutzrand, der immer größer wird und dann irgendwann in die Photovoltaikzelle ragt. Die Folge davon ist, dass Sie weniger Stromertrag haben.

Wenn Sie einen landwirtschaftlichen Betrieb haben oder in dessen Nachbarschaft wohnen, werden durch den klebrigen Stalldampf die Glasflächen der Module schnell klebrig. Da reicht der Regen nicht mehr aus, um diese zu reinigen. Das Gleiche gilt, wenn Sie an einer stark befahrenen Straße leben. Der Straßendreck bleibt hartnäckig auf den Modulen. Auch Kaminruß muss regelmäßig entfernt werden.

Unser Tipp: Prüfen Sie einmal im Jahr, ob die Module verschmutzt sind und ob sich im unteren Rahmen Moose bilden. Wenn das der Fall ist, ist eine Reinigung sinnvoll. Wenn die Module lediglich ein bisschen verstaubt sind, sparen Sie sich das Geld für die Reinigung.

Was kostet eine Photovoltaik Reinigung?

Wenn Sie Ihre Hausanlage reinigen lassen, müssen Sie mit Kosten zwischen 100 und 200 Euro rechnen. Der Preis hängt von der Höhe des Hauses ab und vor allem davon, wie gut man an die Modulfläche kommt. Bei größeren Anlagen rechnen die Reinigungsfirmen nach Quadratmetern ab.

Welche Wartungskosten kommen noch auf Sie zu? Wenn Sie sichergehen möchten, lassen Sie Ihre Anlage alle 2 Jahre von dem Elektro-Fachbetrieb prüfen und durchmessen. Das steht Ihnen als Privatperson offen. Als Gewerbetreibender sind Sie dagegen verpflichtet, alle Geräte regelmäßig prüfen zu lassen. Für die Wartung einer Hausanlage zahlen Sie rund 200 Euro. Eine gewerbliche Anlage schlägt mit etwa 600 bis 1000 Euro zu Buche. Das hängt von der Anzahl der Wechselrichter und Stromkreise ab.

In der Regel hält eine Photovoltaikanlage sehr, sehr lange. Die Module sind robust und solange der Wechselrichter läuft, sollten Sie ihn laufen lassen und sich darüber freuen.
Kontrollieren Sie auf dem Display des Wechselrichters, am PC oder auf der App, ob die Erträge stimmen. So haben Sie immer im Blick, ob die Anlage funktioniert.

Mehr müssen Sie nicht für die Wartung tun und auch sonst macht die Photovoltaikanlage keine Arbeit. Ab und zu ein bisschen Steuerkram und ansonsten schön viel Solarstrom verbrauchen.

Ist eine Versicherung für die Photovoltaikanlage sinnvoll?

Lesezeit: 1:19 Min.

Benötigt man eine Versicherung für eine PV-Anlage? Worauf sollte geachtet werden? Zu diesen Fragen haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Ob Sie Ihre Anlage versichern möchten oder nicht, hängt von Ihrem Sicherheitsempfinden ab. Denn eine Versicherung ist in der Regel freiwillig. Ausnahme bilden Finanzierungen, die das als Bedingung mit vorsehen. Wenn Sie eine Photovoltaik-Versicherung oder eine sogenannte Allgefahren-Versicherung abschließen, sind Sie auf der sicheren Seite, denn damit sind alle möglichen Gefahren gut abgedeckt.
Wenn Sie bei uns PV-Module kaufen, ist der Versicherungsschutz schon mit dabei. Das hat den Vorteil, dass die Beiträge etwas günstiger sind, da wir die Versicherung für viele Kunden gemeinsam abschließen.

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Was ist abgesichert?

  • Blitzeinschlag
  • Sturm- und Hagelschäden
  • Marderbiss
  • Induktion (wie ein Blitz, nur rückwärts)

Die Versicherung übernimmt die Kosten für die Montage und das Material. Achten Sie darauf, dass sie auch den Strom, der durch den Schaden nicht erzeugt werden konnte, mit berücksichtigt. Der Ausfall wird ganz unterschiedlich berechnet: die durchschnittliche Tages- oder Jahresproduktion, die tatsächliche Stromproduktion im Sommer oder im Winter.

Die Photovoltaik-Versicherung können Sie entweder in der Hausratversicherung integrieren oder einzeln abschließen.

Kosten für die Versicherung

Unserer Erfahrung nach kosten die Versicherungen 70 oder 80 Euro pro Jahr für eine Anlage mit 10 kWh.

Elektronik-Versicherung

Mit dieser Versicherung ist der Ausfall des Wechselrichters außerhalb der Garantiezeit abgesichert. Den bekommen Sie im Schadensfall ersetzt. Es ist auch möglich, die Garantie der Wechselrichter einfach zu verlängern.

Worauf sollten Sie bei der Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage achten?

Lesezeit: 1:41 Min.

Wie finanzieren Sie Ihre PV-Anlage am besten und an wen wenden Sie sich? Das hängt natürlich davon ab, ob Sie die Anlage aus Eigenmitteln bezahlen oder einen Kredit aufnehmen möchten. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater und lassen Sie sich beraten, was in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Bei der Finanzierung spielt es ebenfalls eine Rolle, ob Sie privat oder gewerbetreibend sind, denn da gibt es unterschiedliche Bemessungen der Banken.

Allgemein gilt: Momentan ist die Finanzierung sehr günstig und die Zinsen sind niedrig.

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Hausbank

Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrer Hausbank haben, gehen Sie erst einmal dorthin. Holen Sie sich zudem ein zweites Angebot zum Vergleich ein und achten Sie unbedingt auf die Zinsen. So erhalten Sie schnell einen guten Überblick über die Gesamtkosten. Übrigens: Ob Sie den Kredit erhalten oder nicht, hängt oft auch davon ab, ob die Bank an so einer kleinen Finanzierung für Photovoltaik interessiert ist.

Gute Alternative: Bausparkasse

Falls der Weg über die Bank nicht klappt oder Ihnen das Angebot zu teuer ist, haben Sie die Möglichkeit, zur Bausparkasse zu gehen. Die bieten schöne Modelle bis 30.000 Euro. Hier sind weder Sicherheiten noch Grundschuld notwendig. Dafür sind die Zinsen ein bisschen höher. Bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau fällt das aber nicht so ins Gewicht. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Finanzierung unkompliziert ist.

Spezialisten

Die dritte Variante sind die Photovoltaik-Finanzierungs-Spezialisten. Diese Firmen haben sich darauf spezialisiert, Photovoltaikanlagen in ganz verschiedenen Varianten zu finanzieren: angefangen beim Leasing über Finanzierungen für Gewerbetreibende bis hin zu Privatkunden. Diesen unabhängigen Profis gelingt auch dann noch eine attraktive Finanzierung, wenn sie unmöglich erscheint.

10, 15, 20 Jahre Laufzeit

Wenn die Finanzierung steht, kommt es auf die Laufzeit an. 10 Jahre sind für Photovoltaik und Stromspeicher etwas knapp bemessen, denn hierbei müssen Sie am Anfang etwas Eigenkapital einbringen oder eine höhere Rate zahlen. Wenn das für Sie kein Problem ist, ist das die günstigste Variante: Je kürzer die Laufzeit, desto weniger Zinsen.

Wenn Sie lieber über 15 oder 20 Jahre finanzieren möchten, ist das natürlich auch möglich. Dann haben Sie die Sicherheit, dass es finanziell entspannt bleibt.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass in Ihrem Kreditvertrag Sondertilgungen möglich sind. So können Sie, wenn Sie Geld übrig haben, 4000 oder 5000 Euro sondertilgen – ohne das Ihnen dadurch ein Schaden entsteht.

Fördermöglichkeiten einer Solaranlage

Für Photovoltaikanlagen gibt es keine Förderungen vom Bund oder den Ländern. Lediglich manche Kommunen geben einen Zuschuss. Fragen Sie einfach bei Ihrer Gemeinde an.

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