Der Photovoltaik Ertrag

Tipps rund um den Ertrag Ihrer Solaranlage

Lesezeit: 13 Minuten
Veröffentlicht: 20. September 2020

Auf den Ertrag einer Solaranlage haben ganz unterschiedliche Faktoren Einfluss. Welche das sind, lesen Sie hier.

Ertrag von Photovoltaik – 10 Faktoren, auf die Sie achten sollten

Die Erträge einer Photovoltaikanlage spielen für viele eine große Rolle, denn die Investitionen sollen sich ja bezahlt machen. Wie hoch die Erträge sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Anlagenwirkungsgrad
  • Globalstrahlung
  • Ausrichtung und Dachneigung
  • Verschattung
  • Optimierungsmöglichkeiten
  • Auswahl der Module
  • Eingesetzter Wechselrichter
  • Standort
  • Jahreszeit
  • Tagesverlauf
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Anlagenwirkungsgrad

Beim Anlagenwirkungsgrad kommt es auf den Wirkungsgrad, die Strahlung, die Ausrichtung und Dachneigung sowie die Verschattung an – jede Menge Begriffe, die ganz einfach zu erklären sind.

Fangen wir mit einem Beispiel für den Modul-Wirkungsgrad an: Ein 18 % Modul-Wirkungsgrad heißt nichts anderes, als dass 18 Prozent von der Sonnenstrahlung, die auf einen Quadratmeter reinkommt, genutzt werden kann. Ganz schön wenig, meinen Sie? Im Gegenteil. Das ist ganz schön viel, wenn man schaut, wie gut die Stromversorgung mit Photovoltaikanlagen funktioniert.

Den Wirkungsgrad können Sie auch ausrechnen. Wenn wir von 300 Watt und 1,6 Quadratmeter Fläche ausgehen, sind das 187,5 Watt/m² Modulfläche. Von 1000 Watt Einstrahlung pro m² macht das Modul 187,5 Watt Strom. Das sind 18,75 % Modul-Wirkungsgrad.
Dabei ist es überhaupt nicht relevant, wie gut die Qualität des Moduls ist, sondern schlicht und einfach, was es pro Quadratmeter leisten kann.

Globalstrahlung

Die Leistung eines Moduls hängt auch davon ab, wo es zum Einsatz kommt. In Afrika oder Alaska – das macht einen großen Unterschied, denn die jeweiligen Sonnenstrahlungen sind ganz unterschiedlich. Diese Sonnenstrahlung, die jährlich auf einen Quadratmeter trifft, nennt man Globalstrahlung. Hierbei unterscheidet man direkte und indirekte Strahlung. Direkte Strahlung trifft direkt auf die Erdoberfläche, diffuse Strahlung ist gestreut und reflektiert.

Um den Solarertrag einer Photovoltaik-Anlage im Sommer und Winter zu vergleichen, ist die jährliche Globalstrahlung wichtig, also die solaren Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kW/m2a). Für Deutschland liegt die Globalstrahlung bei durchschnittlich 100 bis 130 W/m2 . Daraus ergibt sich eine Jahressumme zwischen 900 und 1.200 kWh/m2. Die meiste Globalstrahlung trifft den Nordosten und den Süden.

Ausrichtung und Dachneigung

Die Ausrichtung des Moduls Richtung Sonne und die Neigung des Dachs entscheiden darüber, wie viel von der Globalstrahlung in Strom umgewandelt werden kann. In Deutschland ist bei einer Ausrichtung nach Süden ein 28 Grad Neigungswinkel des Moduls optimal. Das gilt für Dachflächen genauso wie für Freilandflächen.

Natürlich richten Sie Ihren Hausbau nicht nach der optimalen Ausrichtung der Photovoltaikanlage und der Dachneigung, sondern danach, wie die Gegebenheiten sind. Wenn Sie es doch können, dann ist eine Dachneigung zwischen 20 und 30 Grad und eine Ost-West-Ausrichtung ideal. Eine Ost-West-Anlage hat für den Eigenverbrauch Vorteile, weil Sie die gesamte Dachfläche nutzen können und schon morgens früh und abends lang Ihren eigenen Strom verbrauchen können. Dagegen haben Sie bei einer Anlage mit südlicher Ausrichtung erst morgens ab etwa 8 Uhr eigenen Strom. Abends scheint hier die Sonne nur bis gegen 18 Uhr auf die Solarmodule. Zwar produziert die PV-Anlage auf der Südseite etwas mehr Strom, der dann allerdings als Überschuss ins Netz eingespeist wird. Sie haben weniger Strom für den Eigenverbrauch.

Oft wird uns die Frage gestellt, was es ausmacht, wenn das Haus nicht genau Ost-West steht. Denn dadurch ergeben sich Ausrichtungen nach Nord-Osten und Süd-Westen. Unsere Simulationen ergeben immer wieder, dass das keinen Einfluss auf den Ertrag hat: Die eine Dachseite produziert etwas mehr und die andere etwas weniger Strom – so einfach ist das.

Auch auf Flachdächern eignen sich Aufständerungen für eine Ost-West-Ausrichtung. Bei Dächern mit Ost-West-Ausrichtung müssen Sie mit etwa 10 Prozent weniger Ertrag pro Jahr rechnen, was allerdings nicht ins Gewicht fällt. Denn Sie nutzen doppelt so viel Dachfläche und verwerten den Solarstrom besser als Eigenstrom.

Verschattung

Früher hieß es, dass die Verschattung oder der Schatten der Feind der Photovoltaik sei. Was auch stimmte, denn alle Photovoltaikanlagen waren in Reihe geschaltet. Das heißt, die Module waren plus, minus, plus, minus, plus, minus aneinander gekoppelt, wie eine Weihnachtslichterkette. So entschied das schlechteste Modul, wie viel Strom alle anderen Module produzieren konnten. Die Reihenschaltung richtet sich also nach dem schlechtesten Modul, was dann von Nachteil war, wenn genau dieses Modul beschattet war.

Daraufhin haben die Hersteller von Wechselrichtern ihr Verschattungs-Management weiterentwickelt. Heute ist es soweit, dass einzelne Module Steuerungen erhalten oder sogar die komplette Anlage mit einem System auf Modulebene ausgerüstet und jedes Modul einzeln gesteuert wird. So ist das Problem der Verschattung gelöst und spielt keine Rolle mehr.

Optimierungsmöglichkeiten für die Photovoltaikanlage

Welche Möglichkeiten haben Sie, Ihre PV-Anlage zu optimieren? Zum einen können Sie bei der Planung auf die Ausrichtung Ihres Hauses und die Dachneigung achten. Zum anderen ist es sinnvoll, dass die Bäume im Garten immer gut gestutzt sind und diese nicht über die Module ragen. Stellen Sie sich dafür auch gut mit Ihrem Nachbarn, damit er seine Bäume ebenfalls regelmäßig stutzt :). Eine gute Qualität der Module und ein Wechselrichter mit Einzelmodul-Monitoring haben ebenfalls positiven Einfluss auf den Solarertrag.

Auswahl der Module

Die Auswahl der Module ist ein umfangreiches Thema, mit dem Sie sich lang beschäftigen können. Es gibt über 200 Hersteller auf der Welt und jeder nimmt für sich in Anspruch, das beste, effizienteste oder günstigste Produkt auf dem Markt zu haben. Auch wenn es von außen einfach aussieht: Ein Modul hat viele Komponenten, bei denen es auf gute Qualität und Verarbeitung ankommt. Effiziente Module bringen auch bei geringerer Sonneneinstrahlung gute Erträge. Zurzeit ist der Wirkungsgrad bei 18 %, Spitzenwerte bei etwa 22 %. Die Leistung der meisten Module liegt zwischen 300 und 350 Watt Peak (Wp) . Das bedeutet, dass es unter Standardtestbedingungen in einer Stunde 300 bis 350 Watt Strom erzeugt.

Wir unterteilen die Module in 3 Kategorien:

  1. PV-Module für Projekte: Hier zählt allein, dass sie der Norm entsprechen und günstig sind. Für Gewerbetreibende und Privathaushalte empfehlen wir diese Module nicht.
  2. Premium-Module: Hier merkt man, dass sich der Hersteller viele Gedanken gemacht hat. Die Module sind stabiler, es wird kein Silikon verwendet, die Qualität der Kabelanschlussdosen und Reflektionsbeschichtung sind hervorragend. Herstellung und Sortierung der Zellen sind ebenfalls optimal. Wir achten bei der Auswahl darauf, ob sie in guter Qualität produziert werden, es Reklamationen gab und das Unternehmen stabil ist. Das ist wichtig, damit Garantien später auch eingelöst werden.
  3. High-End-Module: Hier ist das Beste vom Besten ohne Rücksicht auf Wirtschaftlichkeit verbaut. Zum Beispiel wird wegen der Optik auf die silbernen Drähte auf der Vorderseite verzichtet. Das bringt zusätzlich noch mehr Einstrahlungsfläche und deshalb höhere Erträge.

Maximale Erträge für kleine Flächen.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser haben sich in den letzten Jahren monokristalline Module (im Gegensatz zu polykristallinen Solarmodulen) am Markt behauptet, da sie höhere Wirkungsgrade aufweisen. Für kleine Dächer eignen sich monokristalline Solarmodule besonders gut.

Wechselrichter für die PV-Anlage

Das Herzstück der Photovoltaik ist der Wechselrichter, der einen hohen Einfluss auf den Ertrag der PV-Anlage hat. Warum? Weil der Sonnenstrom zuerst durch den Wechselrichter geleitet werden muss, damit der Gleichstrom in Wechselstrom gewandelt wird. Erst dann können Sie ihn in Ihrem Haushalt nutzen. Normal sind Wirkungsgrade zwischen 95 und 98 %. Wechselrichter ohne Trafo erreichen etwa 98 % Wirkungsgrad.

Wechselrichter mit Trafo liegen bei 95 bis 96 %. Das liegt daran, dass der PV-Generator und das Versorgungsnetz zwei getrennte Stromkreise bilden und der Strom über den Trafo übertragen wird. Vorteil ist, dass die Wechselrichter mit Trafo die elektrischen Sicherheitsanforderungen leichter einhalten.

Welcher Wechselrichter für Sie der passende ist, hängt außerdem von Anforderungen ab.

  • Basis: Wenn der Wechselrichter einfach laufen soll, Sie ihn selbst überwachen und in Kauf nehmen, dass die Lebensdauer nicht so lang ist, dann eignet sich ein Gerät, bei dem die Anschaffungskosten nicht so hoch sind.
  • Premium: Herstellung in Deutschland, hohe Qualität, funktionierender Support und gutes Monitoring erhalten Sie, wenn Sie sich für diese Kategorie entscheiden.
  • High End: Einzelmodul-Steuerung, lange Garantiezeiten, Überwachung der Anlage bis zur kleinsten Ebene – bei dieser Variante müssen Sie sich um nichts kümmern.

Standort

Natürlich ist die Sonneneinstrahlung im Süden höher als im Norden. So erreicht Bayern Sonneneinstrahlungswerte von etwa 1.300 kWh/m2 im Jahr, Schleswig-Holstein liegt bei 1.100 kWh/m2 im Jahr. Doch egal, wo die Photovoltaik-Anlage steht: Sonnenstrom lohnt sich immer, denn er kostet nur ein Drittel so viel wie aus dem Stromnetz. Im Norden Deutschlands zahlen Sie dafür zwischen 9 und 11 Cent für die kWh Solarstrom, in Süddeutschland liegt der Preis zwischen 7 und 8 Cent. Wenn Sie Strom aus dem Netz beziehen, zahlen Sie zurzeit rund 30 Cent pro kWh.

Auch im nicht so sonnenverwöhnten Norden können Sie Ihren Strombedarf decken, und zwar mit flächenmäßig größeren Anlagen und leistungsstärkeren Modulen.

Jahreszeit

Im Sommer haben wir viel Sonne und sie steht hoch, im Winter steht sie tief und scheint wenig – das bringen die Jahreszeiten so mit sich. So liegt der PV-Ertrag im Sommer bei etwa 70 % und im Winter nur bei 30 %. Auch wenn wir die höchste Sonneneinstrahlung zwischen Mai bis September haben, bringen die Wintermonate Oktober bis April einen PV-Ertrag von immerhin 350 bis 400 kWp/m2 ein.

Wie Sie Ihren Solarstrom am besten übers Jahr verteilen, zum Beispiel durch eine Cloud-Lösung, erfahren Sie von Ihrem Solateur.

Tagesverlauf

Am meisten Strom erzeugt die Solaranlage zur Mittagszeit, da die Sonne dann am höchsten steht. Aber auch am späteren Vormittag und am Nachmittag gibt es einen ordentlichen Ertrag durch die Sonneneinstrahlung. Geht die Sonne unter, wird kein Strom mehr erzeugt. Fest steht: Die Stromproduktion Ihrer PV-Anlage passt sich nicht Ihrem Tagesablauf an. Gerade morgens und abends, wenn kein oder kaum Strom vom Dach kommt, wird in den Haushalten viel Strom benötigt, zum Beispiel zum Kaffee kochen, Essen zubereiten und fernsehen.

Daher empfiehlt es sich, die Abläufe im Haushalt etwas anzupassen, beispielsweise indem die Waschmaschine über Mittag, wenn es viel Strom gibt, automatisch läuft. Warmwasser sollte ebenfalls tagsüber bereitet werden – das ist günstiger als nachts. Wenn Sie am Samstag frei haben, können Sie dann Ihr E-Auto aufladen. Daneben lohnt es sich, einen Stromspeicher zu installieren.

Welche Kennzahlen gibt es für den Ertrag einer Solaranlage?

Kilowatt peak – kWp

Der gängige Begriff für die Leistung auf dem Dach ist kWp, was für Kilowatt peak steht. Peak bedeutet Höchstleistung und ist die maximale Leistung, die eine Anlage theoretisch bringen kann.

Auch die Leistung eines Moduls wird mit kWp oder mit Watt Peak angegeben, beispielsweise 320 Watt Peak. Das ist der theoretische Wert, wieviel Strom dieses Modul unter Laborbedingungen, bei einer gewissen Temperatur produzieren kann. Diese kWp werden in der Praxis nie erreicht, denn Laborbedingungen herrschen in der Natur nur sehr selten.

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Kilowattstunde – kWh

Kilowattstunden geben die Strommenge an, die die Photovoltaikanlage produziert. Sie sind die Maßeinheit für Energie. Wie viel ist eine Kilowattstunde? Eine kWh entspricht der Energie, die Ihre Anlage mit der Leistung von einem Kilowatt in einer Stunde erzeugen kann. Das klingt erst einmal ziemlich abstrakt. Anhand von ein paar Beispielen wirds deutlicher:

Mit einer Kilowattstunde Strom können Sie

  • 7 Stunden lang fernsehen
  • zweimal die Waschmaschine nutzen, wenn es eine moderne Waschmaschine ist
  • einen Kuchen backen
  • 100 Stunden lang eine helle LED Lampe angeschaltet lassen

In Kilowattstunden messen Sie auch Ihren Ertrag.

Eigenverbrauch

Eigenverbrauch ist die Strommenge, die Sie für Ihren Haushalt verbrauchen. Hier sparen Sie momentan 25 bis 30 Cent pro kWh gegenüber dem gekauften Strom.

Überschuss-Einspeisung

Der Strom, den Sie nicht verbrauchen, wird ins Netz eingespeist. Hierfür erhalten Sie zurzeit rund 9 Cent/kWh.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad eines Moduls ist die Wattleistung pro Quadratmeter. Machen Sie sich also keinen Kopf, wenn Sie insgesamt 10 kWp angeboten bekommen mit Modulen mit einem niedrigeren Wirkungsgrad. Dann brauchen die einfach einen Quadratmeter mehr. Der Wirkungsgrad des Moduls hat auf den Ertrag keine Auswirkung, sondern es kommt darauf an, wie viel kWp auf dem Dach sind. So einfach ist das.

Abregelung

Sie haben vielleicht schon von der 70-Prozent-Regelung oder der 50-Prozent-Regelung gehört. Die Abregelung oder Wirkleistungsbegrenzung schützt Stromnetze vor Überlastung und ist seit 2012 im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben. Durch dieses Gesetz haben die Netzbetreiber das Recht, eine fernbedienbare Steuerungseinheit zu verlangen, über die sich die Einspeisung ins Netz drosseln lässt.

Da die Kosten für diese Steuerung für privat genutzte Anlagen viel zu hoch sind, dürfen Sie als Hausbesitzer bis zu einer Anlagengröße von 30 kWp darauf verzichten – unter der Voraussetzung, dass Sie höchstens 50 oder 70 Prozent der Maximalleistung ins Netz einspeisen. Das führt zu kleinen Einbußen von etwa 2-5% am Jahresertrag, weshalb man dann gerne zur dynamischen Regelung greift. Was es mit der dynamischen und starren Regelung auf sich hat, erklären wir beim Thema Einspeisung.

Welche Dachfläche bringt ausreichend Ertrag?

Wie groß muss das Dach sein, damit die Photovoltaikanlage genügend Ertrag bringt? Eine oft gestellte Frage, die wir nicht generell beantwortet können. Aber es gibt ein paar Eckpunkte, die dabei hilfreich sind.

Wir kalkulieren folgendermaßen: 6 Quadratmeter sind ein kWp. Ein kWp erzeugt durchschnittlich 800 bis 1000 Kilowattstunden bei uns in Deutschland. Das heißt also, 6 m2 Fläche, die Sie belegen können, bringen Ihnen zwischen 800 und 1000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Schauen Sie also, wie viele m2 Ihr Dach hat. Ziehen Sie die Fläche für Fenster und Kamin großzügig ab. Dann wissen Sie in etwa,  wie viel Platz Sie zur Verfügung haben.

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Dann kommt es außerdem darauf an, wie viel Strom Sie verbrauchen. Über den Daumen geschätzt benötigen Sie pro Person im Haushalt etwa 1000 Kilowattstunden, wobei Sie für eine Person am besten etwas mehr berechnen. Das heißt also, drei Personen verbrauchen rund 3500 Kilowattstunden pro Jahr. Sie brauchen entsprechend mehr, wenn Sie

  • eine Gas- oder Ölheizung haben
  • mit einer alten Holzheizung oder elektrisch heizen
  • elektrisch Warmwasser erzeugen

In Zukunft kommt noch die Klimatisierung hinzu, wenn unsere Sommer immer wärmer werden. Dafür können Sie Ihre Photovoltaikanlage natürlich auch nutzen. Den Strom können Sie auch für die Elektromobilität einsetzen, für Ihr E-Bike, den Roller oder das E-Auto – diese Technologie wird sich in den nächsten Jahren rasant entwickeln.

Unser Tipp: Nutzen Sie Ihre Dachfläche so gut es geht aus, auch wenn Sie den Strom heute noch nicht komplett selbst verbrauchen und die überschüssige Energie einspeisen. So erhalten Sie zumindest etwa 10 Cent für die Kilowattstunde.

Was tun, wenn das Dach klein ist?

Wenn Ihr Dach klein ist, haben Sie die Möglichkeit, die Fläche durch eine Terrassenüberdachung zu vergrößern. Ebenso können Sie ein Holzlager, ein Carport oder eine Gartenhütte überdachen. Wichtig ist, dass für die Dachanlage auch ein Dach vorhanden ist.

Unser Tipp: Lassen Sie sich bei der Gemeinde eine Genehmigung dafür geben, evtl. auch formlos, falls keine Genehmigung nötig sein sollte. So ist Ihr Dach als Dach anerkannt.

Auch an einer Fassade lassen sich Photovoltaikmodule anbringen. Für Fassadenanlagen gilt ebenfalls die Vergütung des EEG.

Übersicht: Ertrag einer Photovoltaikanlage

Lesezeit: 20 Sek.

Natürlich kann man nicht genau sagen, wie groß die Dachfläche sein muss, um eine bestimmte Anzahl von Personen in einem Haushalt mit Sonnenenergie zu versorgen.

Damit Sie eine ungefähre Vorstellung bekommen, haben wir ein paar Beispiele in der Tabelle zusammengefasst.

DachflächePersonen im HaushaltVerbrauch kWh pro Jahr
30 m² (5 m x 6 m) 2–3 3000–4000
40 m² (5 m x 8 m)2–3 (mit Wärmepumpe)7000
60 m² (7 m x 9 m)3–5 (mit E-Auto) 7000 (Rest für Tochter mit der Cloud)

Unser Tipp: Bevor Sie vorschnelle Schlüsse ziehen, lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

41 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • R. Winkler
    4. Mai 2022 09:33

    Hallo Solar-Team,
    wir wohnen in Oberbayern und planen eine PV-Anlage und wahrscheinlich ab 2023 eine Lambda-Wärmepumpe. Unser normaler Stromverbrauch beträgt 3300 KWh/Jahr. E-Auto für kurze Strecken (max. 1800 KWh pro Jahr Verbrauch) ist auch angedacht. Wir haben ein Ost/West-Dach mit 28° Neigung sowie eine freie Süd-Fassade. Hier könnte man 6 Module hängen. Lt. Angebot würden 12,3 KWp (2 x 15 Module á 410 Watt) auf´s Dach passen. Inkl. 7,7 KW Speicher. Wie sieht das denn grundsätzlich mit der Statik aus? Ich denke 15 Module pro Dachseite (ca. 400 kg) sollten kein Problem sein. Es handelt sich um ein Reiheneckhaus, Bj. 1977 in guter Bauweise. Weitere Überlegung ist, ob wir unter 10 KWp gehen sollen und davon 6 Module weniger auf das Dach und dafür diese auf die Südseite hängen sollen, für mehr Heizungsunterstützung im Winter. Gibt es Erfahrungswerte, ob die Südmodule hier sinnvoller sind? Danke im Vorraus.

    Antworten
    • Guten Tag,
      für die Statik ist das bei normaler Bauweise mit Sparren eher kein Problem. Wir raten dazu, das Dach voll zu machen und beim FA versuchen, auch über 10 kWp in die Regelung für Bagatellanlagen zu kommen. Die Südseite Fassade ist auf jeden Fall interessant, wegen dem hohen Verbrauch im Winter.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Sascha Siebowski
    21. März 2022 22:44

    Hallo liebe Solar-Experten,
    ich habe auch eine Frage bei der Planung meiner PV-Anlage mit bisher vorgesehenen 24 Stk. 400Wp-Modulen in Süd-Ausrichtung. Ich möchte gerne noch jeweils 3 Module in Ost- sowie in West-Ausrichtung dazu packen (mehr passt auf die Nebendächer nicht). Allerdings meint mein Solateur, dass man dann 3 MPPs brauche (wegen der drei Himmelsrichtungen) und dass 3 Module auf einem MPP zu wenig sei. Kann das sein? Ich fand die Vorstellung von Solarstrom am frühen Morgen und späten Abend sehr charmant.
    Da gibt es doch bestimmt technische Möglichkeiten. Nur welche und was würden die dann (mehr) kosten?
    Vielen Dank im Voraus und weiterhin gutes Gelingen
    Sascha

    Antworten
    • Guten Tag Sascha,
      vielen Dank für das Verfolgen unseres Ratgebers. Um gleich zu Ihrer Frage zu kommen:
      Ihr Solarteur hat Recht. Die Mindestspannung wird mit 3 Modulen nicht erreicht, der Wechselrichter würde nicht anlaufen. Auch bei einem SolarEdge System mit Moduloptimierern würden 3 Module in einer Richtung nicht reichen. Funktionieren würde es nur mit Modulwechselrichtern (zum Beispiel Enphase). Die Mehrkosten liegen hierbei sicher bei 2000 € für die Anlage – und der Solarteur müsste geschult sein. Das sind noch sehr wenige, das kommt jetzt erst so nach und nach.
      Hoffentlich konnten wir Ihnen helfen.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Frage:Was halten Sie davon, den Wechselrichter in das System einzubauen (siehe „Energiekonzepte Deutschland“)

    Antworten
    • Guten Tag,
      das kommt häufiger vor und hat Vorteile und Nachteile. Innerhalb des Gerätes ist der Wechselrichter trotzdem eine extra Komponente und kann genauso getauscht werden, wie ein externes Gerät.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Gerd Janssen
    9. März 2022 22:48

    Moin PV Team!
    Prima PV Infos bei euch,gut und verständlich erklärt !
    Ich habe auch eine Frage :
    mit 8 älteren 180W Modulen möchte ich meinen WW Speicher direkt mit DC einen Tauchsieder speisen. Wie soll ich am besten die Module elektrisch verschalten ?
    Bitte um Infos.
    Vielen Dank und Grüße
    Gerd
    .. aus dem Norden

    Antworten
    • Guten Tag und danke für Ihre Frage. Das kommt ganz darauf an, was der DC-Tauschsieder kann. Da brauchen Sie einen Berater vom Tauchsieder. Die Spannung wird addiert, wenn man die Module in Reihe schaltet. Zum Beispiel 35 Volt x 8 Module = 280 Volt. Sicher ist ein Spannungsbereich angegeben.
      Viele Grüße
      Ihr Team von Energie Service Schwaben

      Antworten
  • Gerd Janssen
    15. Februar 2022 15:04

    Moin,
    ich such Einen guten Wechselrichter um 3PV Module (600W) mit dem Netz verbinden zu können.
    Stromeigennutzung und Überschuss ins Netz. Er muss vom Netzbetreiber dafür zugelassen sein. Ich möchte den dann bei Ihnen kaufen.

    Danke fur die Infos
    Gerd Janßen

    Antworten
  • Matthias Müller
    14. Februar 2022 08:04

    Ich bin noch total unbelesen, denke zur Zeit über eine Photovoltaik-Anlage nach.
    1m² Photovoltaikfläche liefert ca. 130 W
    bei einer Fläche von 25m² wären das 3250 W
    bei einer durchschnittlichen Ertragszeit von 4 Std./täglich wären das ungefähr 13kw/h am Tag und bei kalkulatorischen 360 Tagen im Jahr 4690 kw/h im Jahr …
    Wieviel Verlust muss man für Akkuspeicher einplanen ?
    Habe ich sonst noch einen Denkfehler in meiner Berechnung oder Annahme ?
    beste Grüße aus der Köln Bonner Bucht
    Matthias

    Antworten
    • Hallo Matthias,
      ja, die Kalkulation stimmt so in etwa. Im Sommer etwas mehr – im Winter etwas weniger … Der Speicher hat ca. 85% Gesamtwirkungsgrad, also etwa 15% Verlust durch Laden und Entladen.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Steffen Peters
    10. Februar 2022 22:58

    Hallo,
    möchte auf mein Ost/West Dach ein Pv installieren . Auf jede Seite sollen 8 Module a 370 Watt .
    Haben eine Stromverbrauch von ca.2200 kwh im Jahr.
    Könnte ich mit dieser Anlage auch noch ein E Auto als Zweitwagen laden?
    Oder reichen die Module dafür nicht?

    Antworten
    • Hallo,
      anhand Ihrer Angaben können wir davon ausgehen, dass die Produktion vermutlich ca. 5000 kWh beträgt. Für 10.000 km hätten Sie einen weiteren Bedarf von 2000 kWh. Die Frage ist, ob das Auto zum gleichen Zeitpunkt geladen wird, wie die Sonne scheint. Hier ist die Überlegung, eine Anschaffung eines Speichers mit Cloud ins Auge zu fassen.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Gotthard Ost
    8. Dezember 2021 17:44

    Grüß Gott an das Team von ESS Kempfle
    Ich habe ein Angebot für ein Reihenmittelhaus mit Satteldach mit 40 Grad Neigung, eine Seite nach ONO die andere entsprechend nach WSW ausgerichtet. Auf Grund der Gegebenheiten können im Osten 7 und im Westen 10 Module mit je 370Wp, also insgesamt eine Anlage mit 6,29kWp montiert werden. Das Haus befindet sich im Süden Deutschlands. Die Anlage soll einen 11kWh Speicher erhalten. Der Anbieter dieser Anlage verspricht eine jährliche Energieerzeugung von 5,63 MWh. Ist das realistisch? Kann ich bei einem Eigenverbrauch von 2500kWh tatsächlich rund 3500kWh ans Netz abgeben?

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Ost,
      vielen Dank dass Sie unseren Ratgeber verfolgen. Zu Ihren Angaben: Ohne die genaue Lage zu kennen, ist die Berechnung mit 900 kWh pro kWp schon realistisch.
      Sieht aus, als hätte Ihr Anbieter hier durchaus nachvollziehbare Angaben gemacht.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
    • Herzlichen Dank für Eure super Info. Als Neuling folgende Frage:

      Kann ich eine PV Anlage sinnvoll nutzen, auch wenn ich keine Einspeisung machen kann?

      Wie wird eine PV Anlage betrieben, wenn ein Ferienhaus nur ca. 1/3 des Jahres benutzt wird? Können die Solarmodule abgestellt werden?

      Wie finde ich in Mittelitalien einen guten Fachmann? Haben Sie Partner?

      Im Voraus besten Dank.

      Antworten
      • Guten Tag und danke für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Zu Ihren Fragen: Das ist äußert schwierig zu beantworten anhand Ihrer Angaben. Wenn ein Netz vorhanden ist, ist die Anlage netzgeführt und würde grundsätzlich einspeisen. Ob man das darf, wissen wir nicht, Kollegen haben wir auch keinen dort. Grundsätzlich kann man die Anlage ausschalten oder laufen lassen und eine Nulleinspeisung ist auch möglich, wenn es dort erlaubt ist. Bestimmen tun das die zuständigen Netzbetreiber.
        Viele Grüße
        Ihr Team von ESS Kempfle

        Antworten
  • Gebhard Seufert-Braun
    2. Dezember 2021 17:49

    Guten Tag,
    vielen Dank für das tolle, leichtverständliche Basiswissen, das Sie in Ihrem Artikel vermitteln.
    Im nächsten Jahr möchte ich ein neues e-Auto mit 75 KWh-Akku über eine neue PV-Anlage laden und den Überschuss im Haus (5 Pers) verwenden.
    Die Anlage soll auf Garage + Carport und hat zusammen 50qm, 20°Neigung mit SW-Ausrichtung.
    Welche Anlagengröße würden Sie empfehlen?

    Antworten
    • Guten Tag,
      vielen Dank an Ihrem Interesse am ESS-Ratgeber.
      Wir empfehlen Ihnen bei 50m² beide Dächer voll zu machen – Sie werden es brauchen können 🙂
      Sollten Sie jedoch knapp über 10 kWp kommen, würden wir lieber ein/zwei Module weglassen, um unter der 10 kWp Grenze zu bleiben.
      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Thomas Rakowsky
    14. November 2021 21:07

    Guten Tag, ich befinde mich im Stadium der Vorüberlegungen zur Planung eines Solardachs auf einem Einfamilienhaus in Berlin und lese mit Interesse Ihre gut strukturierten Informationen darüber.
    Ich habe ein Ost-West Dach, und hatte mir bisher keine Gedanken über eine Solar-Nutzung gemacht, weil ich diese Ausrichtung für ungeeignet angesehen habe. Nach Ihren Informationen muss das aber nicht unbedingt so sein?
    Zur Abschätzung des möglichen Ertrages in Abhängigkeit von Ausrichtung und Dachneigung hatten Sie den Link https://www.pv-ertrag.com/neigung-und-ausrichtung/ angegeben.
    Diesem Diagramm entnehme ich, dass bei 34° Dachneigung und Ost-West Ausrichtung (so in meinem Fall) durchaus 90% der technisch möglichen Ausbeute erwartet werden kann (so auch in Ihrem Abschnitt „Ausrichtung und Dachneigung“ dargestellt).
    Kann ich also davon ausgehen, dass bei Installation von insgesamt 10 KWp (5 kWp nach Osten und 5 kWp nach Westen) im Jahr etwa 90% der realisierbaren Menge des gesamten 10 kWp-Feldes entnommen werden können, oder nur jeweils am Vormittag 90% aus dem 5 kWp-Feld nach Osten und am Nachmittag 90% aus dem anderen 5 kWp-Feld nach Westen? Das würde den möglichen Ertrag allerdings etwa halbieren.
    Mit anderen Worten: Wenn ich meinen Nachbarn, der vor wenigen Jahren Solarpaneele in 45° Süd installiert hat, nach seiner tatsächlichen Ausbeute in kWh pro m2 und Jahr frage (bezogen auf die Herstellerangaben in kWp seiner Module), – damit wäre die Standortfrage und technische Vergleichbarkeit geklärt – ; muss ich diesen Betrag etwa halbieren, oder nur etwa um 10% mindern, um zu einer realistischen Einschätzung meiner Geometrie zu kommen? Grundvoraussetzung ist natürlich eine separate Entnahme aus beiden Flächen und keine Reihenschaltung, sowie Verwendung eines Stromspeichers um tageszeitliche Entnahmeschwankungen auszugleichen.
    – ( Vermutlich ist Halbierung und 10% Abzug korrekt )
    für Ihren kurzen Kommentar dazu wäre ich dankbar
    Mit freundlichem Gruß, Thomas Rakowsky

    Antworten
    • Guten Tag Herr Rakowsky,

      vielen Dank, dass Sie sich mit unserem Ratgeber befasst haben.

      Sie lagen da schon richtig – und zwar können Sie in Ihrem Fall mit einem Ertrag von etwa 90% Ihres Nachbarn rechnen, allerdings nur etwa die Hälfte gleichzeitig.

      Wir hoffen, dass Sie sich FÜR eine Anlage entscheiden und wünschen Ihnen schon jetzt viele Sonnenstunden 🙂

      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Helmut Rohrbach Kalteneckerstr.45 84036 Kumhausen / Landshut
    11. November 2021 17:14

    Sehr geehrte Ratgeberrinnen & Ratgeber,
    Meine Frage: Betrieb Solaranlage seit Februar 2020 mit 8,2 KWP, Dach – EFH 37Grad, 90% Südausrichtung Münchner Einzugsbereich, Module LG mit 340 Watt und 22 Prozent Wirkungsgrad laut Angabe. Die Leistungsanzeige auf dem Kostal Plenticore 7.0 plus gibt im Sommer bei normalen Wetter ( Sonne, blauer Himmel usw.) eine Erzeugung von 5800 Watt an.
    Ist das der Wert Vorgabe bzw. Reduzierung auf 70 Prozent ?
    Davon erfolgt dann ins Netz 5200 Watt Einspeisung wenn kein Eigenverbrauch vorliegt.
    Kann man davon ausgehen, das die PV-Anlage im projektierten Wertebereich liegt ?
    Der Jahreswert liegt bei ca. 8300 KWh.
    MFG h.Rohrbach

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Rohrbach,
      dankeschön für Ihr Interesse an unserem Ratgeber. Zu Ihrer Frage:
      8.300 kWh bei 8,2 kWp ist vollkommen in Ordnung. Die 5800 Watt sind definitiv die 70%, da hatten Sie vollkommen recht. Bzgl. der 5200 Watt … hier haben Sie wahrscheinlich doch einen kleinen Anteil Eigenverbrauch von 500 Watt, das ist normal.

      Da haben Sie eine gute Anlage erwischt: gute Module, guter WR, guter Ertrag!

      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Dagmar Neander
    4. November 2021 17:51

    Können Sie irgendwelche Ansprechpartner oder Berater in Niedersachsen (Hannover) benennen, da Sie ja scheinbar nur in Süddeutschland tätig sind.

    Antworten
  • Guten Tag, ich wohne Nähe Rosenheim. Wir haben von einem Münchner Anbieter ein 24 kWp Senec- Anlage installiert bekommen. Im Nachhinein vielleicht ein Fehler, da ich diese hervorragende Webseite und Beratung jetzt erst entdeckt habe. Das Senec-Montoring von „selbst erzeugtem Strom“ erreicht bei bester Sonne nur mit 9kWp seinen Tages-Kurven-Höchststand. Ist das bei SW-Lage und 30 Grad Dach normal?

    Antworten
    • Guten Tag und danke für Ihr Interesse an unserem Ratgeber.

      Zu Ihrer Frage:
      Bei 24 kWp ist die Erzeugung von 50%-60 der kWp-Leistung als höchster Wert normal. 9 kW ist bei guter Einstrahlung zu wenig. Hier stimmt was nicht. Ihr Solateur kann auf das Portal schauen, er sieht auch mehr als Sie, das sollten Sie reklamieren.

      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle!

      Antworten
  • Joachim Fischer
    19. September 2021 09:44

    Gutenberg Tag, danke für die toll en Infos und Ihr feed back auf die Leser Fragen. Mich würde interessieren, wie Schnee die kWh Produktion beeinträchtigt und wie der Schnee von den Solarpanelen kommt. Danke für Ihre Antwort Mit freundlichen Grüßen JFischer

    Antworten
    • Guten Tag,

      Schnee macht die Anlage dunkel (wie beim Dachfenster) und ohne Licht – kein Strom …
      Der Schnee rutscht runter und sobald etwas Platz auf dem Modul ist, wird es wieder wärmer und taut selber ab.

      Die Beeinträchtigung ist je nach Gebiet mehr oder weniger, aber es lohnt sich nicht, die Module mechanisch zu räumen, weil der Ertrag im Winter sowieso sehr gering ist. Lassen Sie den Modulen und dem Wechselrichter ruhig den Winterschlaf 😉

      Viele Grüße
      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Hallo wir haben seit kurzem eine PV Anlage diese besteht aus 30 Modulen, montiert sind diese im 30 Winkel. Wir haben ein Gibeldach 19 Grad Süd West. Das Dach ist aufgeteilt auf zwei Seiten in der Mitte ist ein Giebel welcher die Dachrichtung je eine westlich und östlich ausgerichtet ist. Montiert sind je 12 Paneele auf der Südwest Seite und je 3 Paneele auf der Giebelseite ost und West. Verschaltet in Serie sind die 12+drei in einem Strang gleiches auf der anderen Seite. Nun haben wird das Phänomen das die Anlage von morgens bis ca. 11.00 nur sehr wenig erzeugt ca.1,5kw, und von 11-15 sprunghaft auf ca. 7,8 kw ansteigt und dann bis 18:00 wieder auf 1kw abfäll, bringen sollte sie ca. 9,75kw
    Woran kann es liegen wir hätten schon die optimierten Paneele von Kiotto.

    Antworten
  • Andreas Frank
    23. August 2021 09:59

    Hallo,
    Gute Website. Herzlichen Dank für all die Infos.
    Zwei Fragen hätte ich:
    1) Die Antwort an Christin Pohl oben irritiert mich. Einstrahlung 1000 bis 1300kWh theoretisch, de Facto aber nur 130 bis 200kWh. Das ist annähernd Faktor 10 kleiner im realen Ergebnis. Ist das korrekt, oder haben Sie sich da verschrieben?

    2) Auf der typischen Fläche eines kleinen Doppelplatz-Carports also etwa 5×5 = 25qm – wieviel Strom könnt eman hier im Jahr ernten (Plano verlegt, wir lassen den Anstellwinkel außen vor)

    Ich würde mich sehr über diese Info freuen. Mich hat nämlich jemand auf die Idee gebracht, unser Auto über Solarstrom vom Carport zu versorgen.

    Antworten
    • Guten Tag Herr Frank,

      ich antworte Ihnen im Namen von Sonnenwolfi Wolfgang Kempfle. Hier seine Rückmeldung zu Ihrer Frage:

      „Tatsächlich handelt es sich nicht um einen Schreibfehler – denn: die Strahlen der Sonne einzufangen ist gar nicht so leicht 😉 Ein Modul hat nur einen Wirkungsgrad von 15-18%, zusätzlich müssen Sie noch das Wetter sowie die Umwelteinflüsse mit einberechnen. Faktisch macht ein kWp dann zwischen 800 und 1100 kWh pro Jahr, 1 kWp sind etwa 6 m² Photovoltaik.

      Bei 25 m² wären das dann etwa 3-4 kWp, sofern das Dachmaß den Modulen angepasst wird.

      Je nach Ausrichtung sind das dann 2500–4000 kWh pro Jahr.

      Das Auto direkt Laden ist nicht möglich, aber den Sonnenstrom ins Hausnetz einzuspeisen und dann da wieder zu entnehmen, das ist eine gute Idee!“

      Herzliche Grüße

      Ihr Team von ESS Kempfle

      Antworten
  • Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Zu Ihrer Frage: Wir können so etwas in der Software simulieren, zum Beispiel mit dem SolarEdge Designer, oder mit pvSOL. Dann könnten wir es genau abstimmen.

    Die Ausrichtung ist eine Sache, der Verbrauch und der Verbrauchszeitpunkt die Andere. Nach Gefühl würde ich 1/3 auf die Morgenseite legen, 2/3 auf die Abendseite. Ist aber jemand Morgens zu Hause, wäre das falsch. Die 20 Grad sind zudem von Vorteil, die Sonne wird ab April/Mai schon sehr früh auf den Modulen sein.

    Kontaktieren Sie uns gerne, falls Sie eine detaillierte Auskunft wünschen, die auf Ihr Dach abgestimmt ist.

    Es grüßt,
    Ihr Sonnenwolfi

    Antworten
  • Guten Tag, ich schließe mich an. Sehr verständliche Ausführungen. Trotzdem finde ich auf meine Frage keine Antwort. Ich habe ein ziemlich genau SW (225Grad) ausgerichtetes Dach mit 20 Grad Neigung. Die Anlage soll ca. 6-7 KWp groß sein (ohne Speicher), würde komplett auf SW Seite Platz finden. Ich stelle mir aber die Frage, ob es aus Eigenverbrauchssicht nicht besser wäre, einen kleinen Teil der Gesamtanlage auf NO zu platzieren. Der Gesamtertrag ist natürlich etwas geringer, aber morgens fließt früher Strom den ich sonst teuer kaufen muss. Können Sie dazu zufällig eine Abschätzung machen, um wie viele Minuten / Stunden sich das zwischen den Dachflächen unterscheidet? Klar hängt das auch von der Jahreszeit etc. ab. Aber vielleicht kann man das mit dem notendigen Sachverstand doch beantworten. DANKE

    Antworten
  • H. E. Walter
    22. März 2021 13:35

    Sehr geehrtes Team ESS Kemfple,

    Wenngleich sich Ihr Artikel gut liest, sehr vielen Dank dafür Frau Toll, komme ich an einer Stelle schlicht nicht klar.

    Beim Standort schreiben Sie „So erreicht Bayern Sonneneinstrahlungswerte von etwa 1.300 kWh/m2 im Jahr, Schleswig-Holstein liegt bei 1.100 kWh/m2 im Jahr.“ und etwas weiter unten bei der Dachfläche steht geschrieben: „Das heißt also, 6 m2 Fläche, die Sie belegen können, bringen Ihnen zwischen 800 und 1000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. „. Das sind für mein Verständnis einige Faktoren Unterschied. Oder ist das zweite nach Abzug des Wirkungsgrades? Da dieser ca. 20% ist… ?

    Das wären ja dann für 10kWh „echten Ertrag vor Wechselrichter etc.“ glatt ab 60m2 im Jahr? Kann das stimmen?

    Vielen Dank Ihnen!

    Antworten
    • Christin Pohl
      12. April 2021 09:09

      Hallo Herr Walter,

      Tatsächlich ist der Unterschied von Einstrahlung pro m2 zu Ertrag pro kWp ein sehr Großer.
      Theoretisch ist pro m2 Fläche tatsächlich etwa 1000-1300 kWh Sonnenenergie vorhanden. Pro m2 ernten Sie mit Photovoltaik aber nur ca. 130 bis 200 kWh Strom.
      Mehr kann Photovoltaik noch nicht leisten.
      Pro 60m2 sind das dann je nach Region zwischen 8.000 kWh bis zu 12.000 kWh jährlich.
      Die Tendenz ist steigend. In den letzten 20 Jahren hat sich die Effizienz mehr als verdoppelt.

      Liebe Grüße,
      Ihr Team von ESS-Kempfle

      Antworten
  • Manfred Hammer
    22. März 2021 03:28

    Toll, was ich da für Infos (engagiert + trotzdem schlicht genug, um von nem Laien zu verstehen!) gefunden habe.
    ich plane nämlich gerade nächstes Projekt…!!

    Antworten
    • Christin Pohl
      6. April 2021 16:46

      Hallo Herr Hammer,
      vielen Dank für das Lob. Wenn Sie Hilfe bei Ihrem Projekt benötigen – sagen Sie uns einfach Bescheid, wir helfen gerne.

      Antworten
  • michael hoppe
    27. Februar 2021 16:40

    Guten Tag, haben Sie Diagramme über den monatlichen Ettrag einer PV anlage (kWh/kWp) abhängig von der Ausrichtung (Himmelsrichtung) und von Aufstellwinkel ?
    Bei meinem Haus ist das Dach in Ri Süd nicht alzu gross wegen einer Dachterasse.
    Zusätzlich könnten Module entweder an der Fassade richtung Ost oder auf dem Dach Richtung Nord angebracht werden.

    Antworten
    • Christin Pohl
      12. April 2021 09:06

      Hallo Herr Hoppe,

      Es gibt viele Diagramme im Internet, jedoch ist eine Simulation über eine Software wie PVSOL oder den SolarEdge Designer viel aussagekräftiger. Jeder Fachbetrieb macht das auf Anfrage gerne, entweder im Zuge eines Angebotes, oder gegen eine kleine Bezahlung.

      Als Richtlinie können Sie folgenden Link verwenden:

      https://www.pv-ertrag.com/neigung-und-ausrichtung/

      Liebe Grüße,
      Ihr Team von ESS-Kempfle

      Antworten

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